Michael Ende: Bibliographie
1960 Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
1962 Jim Knopf und die wilde 13
1967 Die Spielverderber (Theaterstück)
1969 Das Schnurpsenbuch (Nonsensgedichte und Zaubersprüche)
1972 Tranquilla Trampeltreu, die beharrliche Schildkröte (Bilderbuch)
1972 Momo
1978 Das kleine Lumpenkasperle (Bilderbuch)
1978 Lirum Larum Willi Warum (Bilderbuch)
1978 Das Traumfresserchen (Bilderbuch)
1979 Die unendliche Geschichte
1981 Der Lindwurm und der Schmetterling (Bilderbuch)
1982 Die Schattennähmaschine (Gedichte)
1982 Phantasie, Kultur, Politik - Protokoll eines Gespräches mit Erhard
Epper und Hanne Tächl
1982 Das Gauklermärchen (Theaterstück)
1983 Der Spiegel im Spiegel
1984 Die Ballade von Norbert Nackendick (Bilderbuch)
1984 Filemon Faltenreich (Bilderbuch)
1985 Der Giggolori (Theaterstück bairisch-deutsch)
1985 Die Archäologie der Dunkelheit
(Gespräch mit Jörg Kriechbaum über Kunst und das Werk Edgar Endes)
1986 Trödelmarkt der Träume (Lieder und Gedichte)
1988 Ophelias Schattentheater (Bilderbuch)
1988 Die Jagd nach dem Schlarg
1989 Kunst und Politik - Ein Gespräch mit Joseph Beuys
1989 Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
1990 Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel
1991 Lenchens Geheimnis
1992 Der lange Weg nach Santa Cruz
1992 Das Gefängnis der Freiheit
1993 Der Rattenfänger (Theaterstück)
1993 Der Teddy und die Tiere (Bilderbuch)
1993 Die Vollmondlegende
1994 Michael Endes Zettelkasten
1994 Die Zauberschule und andere Geschichten
1998 Der Niemandsgarten
sehr zu empfehlen:
Roman Hocke/Thomas Kraft: Michael Ende und seine phantastische Welt (Biographie
mit vielen Fotos und mit reichlichen Angaben von Sekundärliteratur)
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Michael Ende: Biographie
(12. 11. 1929 - 28. 8. 1995)
12.11.1929
Geburt in Garmisch Partenkirchen als Sohn des Malers Edgar Ende
1931
Kindheit in München-Pasing: Begegnung mit dem Maler Fanti , der die Kinder
seiner Nachbarschaft mit wild drauflos fabulierten Geschichten begeistert und
dabei Illustrationen auf irgendwelche Papierfetzen malt...
1935
Umzug nach München-Schwabing , dem Viertel der Schriftsteller und bildenden
Künstler. Schon von klein auf darf Michael dabeisein, wenn mit Freunden ein
neues Bild gefeiert und bis in die Nacht geredet wurde. Die Bilder an den
Atelierwänden des Vaters waren für ihn "die Fenster zur Welt".
1936
Berufsverbot durch die Reichkulturkammer für den Vater. Seine Mutter arbeitet
als Heilpraktkerin, um die Familie zu ernähren. Wirtschaftliche und familiäre
Probleme. Viel Ärger in der Schule. Michael Ende ist trotz der Liebe seiner
Eltern kein glückliches Kind.
1944
Wohnung und Atelier werden von einer Phosphorbombe getroffen. Mehr als 250 Gemälde
Edgar Endes werden zerstört.
1945
Kurz vor Kriegsende und nur kurze Zeit nach seinem 15. Geburtstag kommt der
Befehl zur Musterung, bald danach der Gestellungsbefehl, der sich Michael Ende
durch Fahnenflucht entzieht. Er übernimmt kleine Aufträge für die Münchener
Untergrundgruppe Freiheitsaktion Bayern.
1948
Nach Schulabschluß Schauspielschule und danach kleine Rollen an verschiedenen
Provinztheatern.
1951
Rückkehr nach München
1954
Filmkritiker für den Bayerichen Rundfunk, daneben schreibt er Sketche und Chansons
für politisch-literarische Kabarets
1962
Der Verlag Thienemann druckt das Buch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"
und verhilft damit Michael Ende zum Literarischen Durchbruch . Von nun
an erscheint fast jedes Jahr ein neues Buch im Thienemann bzw. Weitbrecht-Verlag
1964
Hochzeit mit der Schauspielerin Ingeborg Hoffmann , die sein Werk sehr
unterstützt und durch Vorlesen und Zuhören hilft, die Bücher auszufeilen und
zu verdichten.
1971
Umzug nach Genzano südlich von Rom. Michael Ende ist verbittert über
die unfaire Literaturkritik, die seine Bücher z.T. in Grund und Boden schreibt.
Die Eskapismusdebatte empfindet er im Gegensatz zu der künstlerischen Freiheit
und Toleranz als "richtiggehend erstickend" (Es ist die Zeit, in der alles Märchenhafte,
Phantasievolle als Weltflucht diffamiert wurde).
In Genzano hat Michael Ende eine sehr produktive Zeit: Unter anderen
schreibt er hier die phantastischen Romane "Momo" und "Die unendliche Geschichte"
.
1985
Nach dem Tod seiner Frau, der ihn zutiefst erschütterte, kehrt er nach
München zurück.
1989
Michael Ende heiratet Mariko Sato , die einige Bücher von ihm ins Japanische
übersetzt hat und mit der er längere Reisen durch Japan gemacht hat. Die Japanische
Denkweise und Kultur hat ihn schon von Jugend an interessiert (er schrieb schon
1959 das Hörspiel "Die Phäonienlaterne", das aber niemals gesendet , dafür aber
1998 in "Der Niemandsgarten" gedruckt wurde.
28.8.1995
Michael Ende, der an Magenkrebs erkrankt war, erliegt in der Filderklinik bei
Stuttgart seinem Leiden. Er wurde auf dem Waldfriedhof in München beigesetzt.
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Edgar Ende:
Biographie
(23.2.1901 - 27.12.1965)
1901
in Hamburg-Altona geboren
1916
Kunstgewerbeschule in Altona, Philosophievorlesungen an der Universität Hamburg
1920
Erstes eigenes Atelier
1921
Ausstellungsbeteiligung in der Hamburger Sezession, erste künstlerische Erfolge,
erster Bildankauf durch die Stadt Hamburg
1928
lernt er die 9 Jahre ältere Luise Batholomä in Garmisch-Partenkirchen kennen
1929
Edgar Ende heiratet am 22. 2. 29 Luise Bartholomä, am 12.11.29 wird der
Sohn Michael geboren
1933
Edgar Ende wird langsam international als Maler bekannt, Bilder von ihm werden
in New York ausgestellt, ein Jahr später in Pittsburgh
1936
erneut Austellung in Pittsburgh, von US-Präsident Roosevelt eröffnet, der vor
Endes Gemälde "Der gekreuzigte Adler" ausrief: "So also kreuzigt Hitler den
Reichsadler" Edgar Endes Bilder wurden daraufhin als "Entartete Kunst " aus
den Museen entfernt, er hatte Mal- und Ausstellungsverbot in seiner stärksten
Schaffensphase, tiefe seelische und materielle Not waren die Folge, auch wenn
er heimlich weiterzumalen versuchte. Ohne Bezugsscheine für Farben war das sehr
schwierig
1944
Eine Bombe vernichtet Endes Atelier und damit den größten Teil seiner Bilder
1948
Ausstellungsbeteiligung in Augsburg, Basel, Konstanz, München und Dresden: Edgar
Ende hat schon wieder 41 Gemälde, 12 Gouachen und 109 Zeichnungen vorzuweisen
1965
stirbt Edgar Ende