Vorgeschichte:
Mitte August 2002 konnte ich Hilde für eine Türkeirundreise
begeistern.
Was der ausschlaggebende Punkt war, daran können wir uns heute
nicht mehr erinnern.
Wahrscheinlich ein Reisebericht im Fernsehen oder die Schwärmerei
einer Bekannten
über einen Türkeiurlaub. Sofort suchte ich im Camperfreunde-Forum
nach dem Thread
in dem ein Camper folgenden Text veröffentlichte:
Reisepartner m. eigenem WoWa oder WoMobil Türkei vom 1.11.2001
Wir planen eine ca. 6wöchige Rundreise ab Mitte April 2002 mit
dem
Wohnwagengespann durch die Türkei. Die Anreise soll über
Ancona/Patras
(Camping an Bord) erfolgen und durch Nordgriechenland in die Türkei
gehen.
Wir sind zwar Individualisten und haben einige "Rundreiseerfahrung",
finden
aber eine solche Reise wäre mit zwei "Einheiten" für beide
ein Vorteil.
Gibt es jemand, der Interesse, so viel Zeit hat und sich eine gemeinsame
Reise (nach vorherigem Kennenlernen) vorstellen könnte?
Näheres über uns im Mitgliederverzeichnis/Profil. beantworten
Nachdem ich eine e-mail an denjenigen, der eine zweite "Einheit" suchte,
gesendet
hatte, bekam ich postwendend eine Antwort mit der Info, dass die Reise
noch nicht
angetreten wurde und man immer noch an Mitfahrern interessiert sei.
Kurz gesagt, nach einigen e-mails hin und her, einem langen Telefongespräch
und
einem Treffen am Wochenende sind wir zur Überzeugung gekommen,
mit Brigitte
und Manfred können wir getrost so ein Unternehmen angehen, und
sie hatten wohl
von uns den gleichen Eindruck.
Im November 2002 wurden die Fähren per Fax von Venedig nach Igoumenitsa
und zurück gebucht, Ende Januar 2003 hatten wir immer noch nicht
die Bestätigung.
Nach mehreren telefonischen Rückfragen zwischendurch wurden wir
immer wieder
vertröstet. Minoan Lines fing an mich zu verärgern. Erst
nachdem Manfred im
Februar nochmals mehrmalig anrief, 'Druck' machte und an Frau Stein
geraten
war, bekam sowohl er als auch wir endlich eine Buchungsbestätigung
Mitte Februar.
Inzwischen hatte Manfred einen Routenplan ausgearbeitet, wir kauften
verschiedene
Türkeireiseführer und Straßenkarten, sammelten alle
möglichen Informationen aus
dem Internet und zählten die Tage bis zum Mittwoch dem 30.5.2003
Am 19.3.2003 verdichteten sich die Anzeichen für einen Irak-Krieg.
Bush hatte entschieden,
in den Irak einzumarschieren. Hilde wird zunehmend unruhiger wegen
unseres
Türkei-Urlaubes, es sind allerdings noch 6 Wochen bis zum Urlaubsanfang.
Am 20.3.2003 sind amerikanische und englische Truppen in den Irak einmarschiert.
Am 11.4.2003 hatten die Alliierten alle größeren irakischen
Städte eingenommen,
und ein Ende des Krieges war absehbar.
Am 22.4.2003 war der Krieg praktisch beendet und es ging nur noch um
eine Verwaltungs-
bzw. Regierungsbildung. Auch Hilde war mittlerweile wieder zuversichtlich,
die Auswirkungen
des Irak Krieges nicht in der Türkei zu spüren.
29.04.03 Morgen ging es endlich los :-)
Fähre buchen
Erweiterung Womo Vollkaskoversicherung für asiatischen Teil der
Türkei
Internationale Versicherungskarte
Auslandskrankenversicherung
CCI-Mitgliedschaft beantragen (einige CP geben Rabatte und Pass muss
nicht hinterlegt werden)
Certisil Combina
2tes Warndreieck
Warntafel für Italien wg. Fahrradträger
D-Schild
4 Pfund Kaffee einkaufen
1. Reisetag
Mittwoch 30.4.2003
km 600
Um 11:45 Uhr konnte ich die Firma verlassen und um 13:00 Uhr ging es
los. Wir hatten das
Womo am letzten Wochenende bereits bepackt und Hilde räumte nur
noch ein paar restliche
Dinge ein. Ein Kurzdurchgang der Packliste und Aufbruch Richtung Süden.
Eigentlich wollten
wir in D kurz vor der Grenze nach ca. 300 km übernachten, da in
der Schweiz bis auf den
Autobahnraststätten das freie Übernachten verboten ist, doch
wir kamen schnell und ohne
größere Staus voran, so daß wir uns entschieden, bis
nach Como durchzufahren.
Fahrstrecke: Trebur - Basel - St. Gotthardt
Tunnel - Chiasso - Como
Fahrzeit: 13°°
- 22°°
Wetter: Bewölkt
mit Regenschauer
Üplatz:
Como am Fußballstadion bei Monument und Park am Comer See,
relativ laut durch Autoverkehr und Treffpunkt der Jugend im Park.
Am Morgen war ich als erster wach und trieb die Familie zum Frühstück
;-)
Grund war das nach wie vor bescheidene Wetter und der beginnende Verkehrslärm.
Um 9°° starteten wir in Richtung Venedig. Je weiter wir nach
Süden fuhren, desto mehr
Sonnenschein bekamen wir. Mestre erreichten wir sehr schnell, umso
schwieriger
gestaltete sich die Suche nach dem Stellplatz St. Guiliano in Mestre,
den wir uns aus
einem italienischen Internet-Stellplatzführer herausgesucht hatten.
Kurz vor der Aufgabe
sahen wir das Hinweisschild zum Stellplatz mehr durch Zufall. Den Rest
des Tages
verbrachten wir mit kurzen Spaziergängen, Fußballspielen
und einfach Ausruhen.
Fahrstrecke: Como - Autobahn - Mailand - Mestre,
Autobahngeb.: 12,50 1,00 1,50 Euro
Fahrzeit: 9:00 - 13:30
Wetter: In
Como bewölkt, in Mestre Sonnenschein, angenehme Temperaturen
Üplatz: Der
Stellplatz St. Giuliano Park liegt links der Freiheitsbrücke
in Richtung
Venedig am Meer. Man kann von dort auf die Freiheitsbrücke schauen
und wenn man mag, mit dem Fährboot Venedig besuchen. Auf dem
Stellplatz gibt es weder Strom noch Duschen. Frischwassertanken und
Gebrauchtwasserablass gegen zusätzliche Gebühr. Stellplatzgebühr:
7,70 Euro
Den Fährhafen fanden wir auf Anhieb, war auch beschildert. Manfred
und Brigitte standen bereits
15 Minuten in der zu dieser Zeit nicht sonderlich großen Schlange.
Nachdem ich uns in dem Minoan-
Büro angemeldet und ein großes grünes Schild mit Igoumenitsa
bekam, das ich in das Führerhaus
legte, gingen um 13:00 auch schon die Auffahraktivitäten
los und pünktlich um 15:00 legte die Fähre
ab. Es ging durch den Canale Grande, vorbei am Markus Platz und an
weiteren malerischen Kulissen
von Venedig in Richtung Igoumenitsa. Warme Jacken waren angesagt durch
den kühlen Fahrtwind.
An der Selbstbedienungsbar zahlten wir für einen Espresso 2,-
und für ein Bier 0,4l 3,20 Teuro
Fahrstrecke: Mestre - Freiheitsbrücke - Venedig Fährhafen
Minoan Lines
Fahrzeit: 11:15 -
12:00
Wetter: Sonnenschein
in Venedig, während der Fahrt bewölkt und auf Fähre kühl
Üplatz: Auf
Camperdeck mit Stromanschluss und Duschmöglichkeit.
Morgens haben wir uns lange die Einfahrt der Fähre nach Griechenland
angeschaut, zollfreie Zigaretten,
die Stange Winston für 17,50 Euro und West für 16,- Euro,
eingekauft. Um 12:00 griechischer Zeit
kamen wir in Igoumenitsa an und um 13:00 waren wir von Bord und fuhren
91km Serpentinen zu
dem CP Limnopoula in Ionnina.
Fahrstrecke: Igoumenitsa Fährhafen Minoan Lines -
Ionnina
Fahrzeit: 13:00 -
15:00
Wetter: 30°Sonnenschein,
am Abend kühl, Pullover angesagt
Üplatz: CP
Limnopoula in Ionnina, idyllisch am See, der als Übungsgewässer
für griechische Kanuten benutzt wird, Platz ist sauber und ok,
18,- Euro alles incl.
Herrliche Ausblicke bei Fahrt über Katara Pass und den folgenden
Passstraßen.
Sehr anstrengende Serpentinenkurverei. Orangen, die wir am Wegesrand
bei
Bauern für 1,-Euro/kg kauften, waren saftig und gut. Sehr gut
auch die schwarzen Oliven.
Fahrstrecke: CP Limnopoula Ionnina - Metsono - Krania
- Kipourio -
Grevena - Autobahn - Polimilos - Veria - Thessaloniki-
Road Ring - E90 - Asprovalta
Fahrzeit: 10:00 -
18:00
Wetter: 34°
Sonnenschein
Üplatz: CP
am Ende von Asprovalta auf der rechten Seite am Meer.
Schnaken ohne Ende, total vergammelte Sanitäranlagen, Abwasser
stand knöchelhoch in Toilette, Strand ungepflegt, viele Strom-
steckdosen funktionierten nicht. Nie wieder auf diesen CP.
Während der 227 km langen Fahrt säumten viele Obstplantagen
die Strecke. Auf dem CP trafen
wir nette Dänen und Holländer, die uns die nahegelegene Insel
Samothraki als kleines Paradies
empfahlen. Der CP eignet sich als Ausgangspunkt für viele
Besichtigungen im Umfeld und wir
würden ihn bei unserem nächsten Nordgriechenlandurlaub wieder
ansteuern. Abends hatten wir
zusammen mit Brigitte und Manfred jeweils 1 Fläschchen griechischen
Rotwein der Marke NEMEA
beim Plaudern verkostet.
Fahrstrecke: Asprovalta - Alexandropolis - Alexandropolis
Camping
Fahrzeit: 9:15 - 13:00
Wetter: 34°
Sonnenschein
Üplatz:
Schöner CP, saubere, gut funktionierende Sanitäranlagen,
schöner sauberer Strand, nettes Städtchen und Lidl(1,5km)
in der Nähe. CP Empfehlenswert
Einzelpreise für Strom, Pers.,Womo, für uns 12,50 Euro
Auf der Fahrt von GR nach TR ging es durch fruchtbares Ackerland. Leider ging es
bereits kurz nach Alexandropoulis auf die Autobahn, so dass wir ohne noch einmal das günstigere
griechische Diesel zu tanken, in die Türkei einreisten.
Wir waren sehr gespannt, was wohl an der Grenze auf uns
zukommen würde. Nach einer 1/2 Stunde
Grenzverweilzeit war jedoch alles überstanden.
An der Einfahrt zur türkischen Grenzstation mussten wir am ersten
Grenzhäuschen die Pässe
und den Fahrzeugschein vorlegen.
Am 2ten Grenzhäuschen wurden die Fahrzeuge in die Pässe eingetragen
und pro Fahrzeug
mussten 8,- Euro bezahlt werden. PKW + Wowa = 16,- Euro.
Am 3ten parallel gegenüberliegenden Grenzhäuschen wurden
die Pässe und das
vorher erstellte Datenblatt (wichtig für die Rückreise) abgestempelt.
Am 4ten an der Ausfahrt von der Grenzstation gelegenen Grenzhäuschen
wurden die Pässe
nochmals überprüft und der Grenzposten verglich die Daten
telefonisch mit einem Kollegen.
Wir sind d u u u rch :-))) .
Sehr holprig, jedoch ohne Schlaglöcher ging es an diesem Tage
auf den Straßen in der Türkei weiter,
sodass ich etwas skeptisch Christoph fragte, der gebannt 'Petterson
und Findus' als DVD am
Laptop während der Fahrt schaute, ob es keine Aussetzer am Laptop
gibt. Nein, Nein,
kam die für mich wenig überzeugende Antwort .
Eine sehr starke Windbö erfasste während der Fahrt
unser Womo und zog es über
einen Meter zur Straßenseite, mir blieb fast das Herz stehen.
Langsamer fahren war angesagt.
Wir fuhren nach Eceabat, um dort mit der Fähre die Dardanellen
nach Canakkale zu
überqueren. Die knapp halbstündige Fahrt schlug mit 18,-
Euro zu Buche und bereitete
besonders Chris große Freude, vielleicht auch wg. des Eises an
Bord und unserem Versprechen,
dass er später noch einmal 'Petterson und Findus' anschauen dürfe.
Da wir vorhatten, in Ören auf dem CP Altin Camping zu übernachten
und nicht noch einmal
am nächsten Tag nach Troja zurückfahren wollten, nahmen wir
die Stadt aus den Homerschen
Erzählungen auf der Hinfahrt mit. Eintritt für 2 Personen,
Chris kostete nichts, 14,- Euro.
Hatten Schwierigkeit beim Bezahlen, da eigentlich in türkischen
Lira bezahlt werden sollte
und kein Wechselgeld in Euro zur Verfügung stand. Der Rundgang
mit vielen Erklärungs-
tafeln stellte sich schließlich doch als ganz interessant heraus
und Chris hatte seinen Spaß
beim 'Besteigen' des trojanischen Pferdes.
Höchstens 2 Stunden Zeit hat uns der Ausflug nach Troja gekostet
und wir waren froh, als wir
um 18:00 unseren CP erreichten und uns dort nach dem 'Einfahrtbier'
dem Grillen widmen
konnten.
Fahrstrecke: Alexandropolis - Grnze- Eceabat - mit Fähre
- Canakkale -
Truva(Troja) - Edremit - Burhaniye - Ören - CP Altin Camping
Fahrzeit: 9:00
- 18:00
Wetter: 25°
+ Sonnenschein, sehr windig
Üplatz:
Schöner CP, alles sehr ordentlich, mit sehr kaltem Meerwasser,
Übernachtungspreis pauschal 10,- Euro
Morgens fuhren wir zum Einkaufen nach Ören, ansonsten war Ruhetag
angesagt.
In Ören hielten wir vor einem kleinen 'Onkel-Ali'-Laden, der allerdings
nur
wenige Waren im Angebot hatte, so z.B. Brot und Efes. Da wir eigentlich
Frisch-
fleisch einkaufen wollten, redeten wir so lange auf ihn mit Händen
und Füßen
ein, bis er um die Ecke ging und nach 3 Minuten mit einen deutschsprechenden
ehemaligen Gastarbeiter, der in Frankenthal arbeitete, zurückkam.
Dieser begleitete uns zu dem ortsansässigen Fleischer, der jedoch
nur ein
paar Würste in seiner Theke hängen hatte. Der 'Frankenthaler'
erzählte uns
von Supermärkten in Burhaniye, deswegen fuhren wir zu einem von
diesen,
nämlich 'TANSAS' und füllten unsere Vorräte an Getränken
und Essbarem
wieder auf. TANSAS ist eine türkische Supermarktkette mit einem
Waren-
angebot und Preisen wie in Deutschland. Das gekaufte Lammfleisch
wurde abends sofort gegrillt - lecker. ;-) und dazu ein
Bier, natürlich EFES.
In unserer abendlichen Runde bei einem Fläschchen Wein beschlossen
wir,
unsere Reiseroute zu ändern und nicht zu dem CP am Bafa Gölü
See zu
fahren, sondern die Route über Pamukkale zu nehmen. Zu der Entscheidung
kamen wir, nachdem wir mit andern Campern des Platzes über den
See (hohes
Schilf, Bergschatten, nicht zum Schwimmen geeignet) gesprochen hatten.
Eine weise Entscheidung, wie sich später herausstellte.
Wetter: 26°
+ Sonnenschein, sehr warm mit angenehm frischem Wind
Üplatz:
Wiesbadenerin sagte uns, das Meer wäre deshalb so kalt, weil
es 'Kalte Quellen' im Meer gäbe
Leider ist Christophs Surfbrett auf dem letzten CP verlorengegangen,
wir nehmen
an, der starke Wind hatte es losgerissen und aufs Meer getrieben. Zu
allem Übel
fiel die CD-Tasche aus dem Hängeschrank aufs Laptop, als Hilde
etwas herauskramen wollte.
Eine Taste von der Tastatur ist dabei herausgesprungen. Ärger
:-(
Gott sei Dank konnte ich die Taste bei unserem nächsten Stop reparieren,
die Welt war
wieder in Ordnung :-)))
Die 264 km, die wir an diesem Tag zurücklegten, führten
über Autobahnen und
einigermaßen gute Straßen, vorbei an riesigen Olivenhainen.
Bei unserem
Tankstopp bekamen wir endlich einmal unsere Windschutzscheibe von einem
sehr
freundlichen Tankwart geputzt, das war mir schon 500 000,- Lira Trinkgeld
wert.
Die Autobahngebühr von 1 Mio. Lira war äußerst
günstig im Vergleich zu
Italien, Frankreich oder Spanien.
Fahrstrecke: Altin Camping - Ören - Izmir - Pamulcak
- CP Camping Motel Dereli
Fahrzeit: 9:15
- 13:30
Wetter: 25°
+ Sonnenschein
Üplatz: Schöner
CP, Schöner großer Sandstrand mit sauberem, relativ
warmem Meerwasser , saubere gute Sanitäranlagen,
viele Spatzen und Schnaken wg. naheliegender Sümpfe.
Übernachtungspreis pauschal 10,- Euro
Morgens hatten Hilde, Brigitte und Manfred mit dem Pkw Ephesus besichtigt.
Vor Jahren war ich schon einmal in Ephesus, deswegen blieben Chris und
ich
am Strand und hatten uns in der Zwischenzeit im Wasser vergnügt.
Eintritt in Ephesus 15 Mio. pro Person.
Chris spielte mit größerem türkischen Jungen
am Strand und im
Wasser.
Nachdem die drei zurückkamen von ihrem Trip und wir eine Kleinigkeit
gegessen
hatten, ging es 'on the road again'. Die Straßen waren teilweise
gut ausgebaut, teils
in katastrophalem Zustand. Viele Baustellen auf kilometerlangen
Schotterstraßen
bei denen wir das Licht einschalteten, um von den anderen Verkehrsteilnehmern
in den dichten Staubwolken gesehen zu werden. Die Außentemperatur
von
35° machte sich bei geschlossenen Fahrzeugfenstern ebenfalls
bemerkbar.
Bei einer Bäuerin am Straßenrand hatten wir Erdbeeren und
Orangen ohne zu
handeln gekauft. Die Frau hat uns ganz schön übers Ohr gehauen.
Selbst
bei Tansas hätten wir nicht soviel bezahlt. Man lernt halt dazu,
das nächste
Mal: Feilschen, Feilschen und nochmals ....
Im CP angekommen fuhren wir die Markise aus, um der Sonne etwas zu
entgehen
Fahrstrecke: CP Camping Motel Dereli - Pamulcak - Denizki
- Karahayit -
CP Termotas
Fahrzeit: 12:30 -
16:30
Wetter: 35°
Sonnenschein
Üplatz:
Schöner CP mit akzeptablen, nicht immer sauberen
Sanitäranlagen und 3 Thermal-Schwimmbecken,
28°, 40° und 50° , genau richtig um sich bei
Lufttemperatur von 35° zu erfrischen ;-)))
Hilde beklagt nachts das Heulen der Hunde
Schon um 9:00 brachen wir auf, um Pamukkale mit dem angrenzende
Hierapolis zu
besichtigen. Bei Mittagstemperaturen von 35° war es empfehlenswert,
so früh wie
möglich Besichtigungen abzuhandeln. Mit dem Pkw wollten wir zu den
Sinterterrassen fahren und wären beinahe ohne zu zahlen an dem Eintrittskartenhäuschen
vorbeigefahren, wir hatten es als solches einfach nicht wahrgenommen. Wieder
einmal hatten wir jedoch nicht genügend Lira dabei. Euro und Kreditkarten wurden
nicht akzeptiert.Wir wollten schon umkehren, als der vorher eher etwas ungehaltene
Kassenmann fragte, wie viel türkische Lira wir denn hätten. Wir hatten zusammen
17,5 Mio. Lira und hätten für 4 1/2 Personen 22,5 Mio. benötigt. Kurzerhand gab
er uns 3 Tickets und wir berappten 15 Mio. Lira und durften durchfahren.
:-)))
Die Sinterterrassen von Pamukkale sind einzigartig und
sehenswert , selbst Chris war
begeistert, besonders als er eine Vogelpfeife gekauft bekam (1,5Mio.).
Hierapolis haben wir uns im Vorbeifahren aus dem Auto angeschaut, Amphitheater,
viele
Säulen und Sarkophage.
In Pamukkale füllten wir unsere Vorräte in einem kleineren
Supermarkt auf und
fuhren zurück zum CP, auf dem unser Womo ohne Schatten in der
Sonne vor sich
hin schmolz. Der gut deutsch sprechende CP-Besitzer machte uns auf einen
Marktverkäufer
aufmerksam, der gerade mit seinem Mercedes Sprinter Oliven, Käse,
Eier und
Wurst auf dem CP verkaufte. Wir hatten vieles versucht und einiges
für gut
befunden und gekauft. Natürlich haben wir uns gefragt, wie man
mit solchen
Verkäufen in der Türkei einen Sprinter finanzieren und bei
den Dieselpreisen
unterhalten kann.
Angenehmere Temperaturen zwischen 16° - 20° machten den Abend
erträglich
und steigerten das Verlangen nach einer schönen Plauderrunde mit
einem Glas Wein,
wie so oft in den letzten Tagen.
Wetter: 35°
Sonnenschein
Üplatz:
zur Freude von Christoph gibt es einen Basketballkorb
auf dem CP-Gelände, mit dem er und die größeren
türkischen Kinder spielten.
Die Strecke nach Fethiye führte über teils gut ausgebaute,
teils ungeteerte, aber auch mit Schlaglöchern
übersäte, sehr enge Straßen, manchmal mit Serpentinen
mit oftmals wunderbaren Panoramen und
immer wieder an überdachten Trinkwasserstellen vorbei. Schildkröten,
die über die Straße
liefen, gehörten ebenso zum Straßenbild wie Ziegenherden,
Esel und Felder mit weißem Mohn.
In Ölüdeniz angekommen, ging die Suche nach einem CP los.
Nach mehrmaligem Fragen erreichten
wir den CP Deniz, nachdem wir die Straße bis zum Meer und
anschließend die letzte Straße
rechts fuhren. Nach ca. 1 km auf der linken Seite stand ein Schild
Ölüdeniz Camp.
Leider waren die Bauarbeiten an den Blockhütten dort manchmal
sehr laut
Fahrstrecke: CP Termotes - Pamukkale - Denizli - Serinhisar
-
Fethiye - Ölüdeniz - CP Deniz
Fahrzeit: 9:00 - 14:30
Wetter: 36°
Sonnenschein
Üplatz: Netter
CP mit Blechcontainern, in denen die Sanitäranlagen
untergebracht waren. Sehr einfach, aber einigermaßen
sauber. Direkt an der Blauen Lagune, klares flaches
Wasser mit vielen Krebsen, Seesternen und Seegurken.
Große Bäume spendeten uns den hier erforderlichen
Schatten. Einige Blockhütten auf dem CP wurden von
Engländern bewohnt. Liegestühle und Sonnenschirme
waren am Strand vorhanden, die hauptsächlich von Briten,
die mit dem Dolmus kamen, benutzt wurden.
Übernachtungspreis pauschal 10 Mio. Lira
Den Tag verbrachten wir mit Einkaufen im BIM, MIGROS, auf
dem Gemüsemarkt und anschließend mit
Faulenzen. Tischtennis und Schwimmen waren angesagt. Chris schaute
dem Billardspiel
zweier türkischer Männer zu und wurde auch prompt zum Probebillard
und anschließendem Eis einge-
laden. Eine ganze Gänseschar wurde am Womo/Wowa von uns gefüttert
- als Dank dafür bekamen
wir alles zugesch.... ;-(
Wetter: 36° Sonnenschein
Wir fuhren nach Fethiye mit dem Pkw zum Einkaufen im Basar und in der
Innenstadt.
Wir kauften Schmuck, für Chris eine Armbanduhr 20,- Euro
und einige
Kleidungsstücke. Sehr überrascht waren wir über die günstigen Medikamente
in einer türkischen Apotheke, z.B. Canesten von Bayer 2,12
Mio Lira,
was in Deutschland fast 10,- Euro kostet.
Am Nachmittag bin ich mit Chris zur nahen Insel geschwommen, war wahrscheinlich
doch
etwas zuviel für ihn, er hatte danach gefroren und war völlig
schlapp.
Abends trafen wir das sportliche Camperpaar mit dem roten Bus zum wiederholten
Mal.
Sie waren auf dem benachbarten CP untergebracht und wollten sich unseren
einmal
anschauen.
Leider wurde auf dem CP immer noch gebaut und wir mussten die Bohr-,
Hammer- und
Sägegeräusche den ganzen späten Nachmittag ertragen
und anschließend die laute Musik
der CP Bar über uns ergehen lassen. So entschieden wir, bald weiter
zureisen .
Wetter: 36° Sonnenschein
Badetag. Einzige Unternehmung war mein alleiniger Fußmarsch
zu dem etwas mehr
als 1 km entfernten Touristenstädtchen Ölüdeniz. Bin
durch die Straßen mit den vielen
Paragliding Stores, Schmuckläden, Textil- und Teppichgeschäften,
Restaurants und
Nippes-Angeboten gebummelt. An der Poststelle hatte ich 50 Euro gewechselt,
zum Kurs von 1 Euro - 1,65 Mio. Lira.
Bei unserer abendlichen Flasche Wein hörten wir vereinzelt
Schnaken, die jedoch
von unserem neuen türkischen Autan namens SIN KOV abgeschreckt
wurden.
Wetter: nur
26° im Schatten, Sonnenschein, abends angenehm frisch,
lange Hosen angesagt.
Hinter Kinik kilometerweit Gewächshäuser mit Tomaten, hinter
Kalkan sehr schöne Küstenstraße,
Steilküste mit kleinen Badebuchten und türkisblauem Wasser.
Bei Kas wunderschöner
Blick über Bucht und nahegelegene Inseln. Fast die gesamte Fahrt
ging es über Serpentinen
jedoch auf gutem Straßenbelag voran. Wir waren maßlos enttäuscht
über den Lärm einer Schreinerei
auf dem CP. Der einzige Camper außer uns auf dem Platz
war ein Türke, der wohl tagsüber in
der Nähe arbeitete. Sofort hatten wir uns die Campingplätze
in der Nähe angeschaut, doch die
waren entweder von türkischen Dauercampern belegt, sehr unattraktiv
oder einfach hässlich
und sehr laut durch angrenzenden Hauptstraßenverkehr.
Folglich beschlossen wir, den abends noch von lautem Straßenverkehr
und Discomusik vom
Nachbargelände beschallten Platz, am nächsten Morgen zu verlassen.
Fahrstrecke: CP Deniz - Ölüdeniz - Fethiye- Kinik - Kalkan - Kas- Kale -
Finike - Kumluca - Kemer - Beldibi - Erman Camping
Fahrzeit: 9:00 - 15:15
Wetter: 30°
Sonnenschein
Üplatz: CP
ist eigentlich schön angelegt, mit Schwimmbad , Tischtennisplatte
und annehmbaren Sanitätsanlagen, Strand weniger schön wg. alten
Eisengerüsten und ungepflegt. Aus der Schreinerei auf dem Platz
hört man auf dem gesamten CP-Gelände lautes Sägen, Gehämmer
und Getöse. VIEL ZU LAUT
:-(((( Nie Wieder !!!!
Übernachtungspreis: 10,-Euro + Strom (bei uns 1,2 Mio.
Lira)
Am Anfang der Fahrt leichte Serpentinen und 2 kleine Tunnels, ansonsten
flaches Gelände,
Fahrt durch Antalya verlief problemlos. An Tankstelle in der Nähe
des Platzes
fragten wir nach CP und bekamen einen handgezeichneten Plan, mit dessen
Hilfe wir
Green Park sofort fanden. Deutschsprechender Sicherheitsmann wies uns
in den
Platz ein.
Fahrstrecke: Erman Camping - Antalya - Serik - Side -
Green Park
Fahrzeit: 11:00 -
13:15
Wetter: 30°
Sonnenschein, gegen Abend bewölkt und angenehm kühl,
Lange-Hosen-Wetter
Üplatz:
Der schönste CP während dieses Urlaubs. Toller Swimmingpool,
Tischtennisplatte, Beton-Tennisplatz ist gleichzeitig Basketballplatz,
Sauberer Strand mit Liegestühlen und Strohschirmen ca. 60 m
entfernt mit Volleyballfeld, Restaurant, Kiosk und saubere
Sanitäranlagen mit Steh-, Sitz- und Kindertoilette.
Bei Stromausfall wurde leider ein Stromgenerator eingeschaltet, der
empfindlich laut war, ist 4-5 mal passiert..
In den Appartments auf dem Platz sind viele Deutsche Pauschal-
touristen. Pauschalpreis für den Platz15,- Euro
18. Reisetag
Samstag 17.5.2003
km 3070
An diesem Tag fuhren wir mit Pkw nach Manavgat und kauften im Supermarkt
Migros ein. Als
wir dort keinen frischen Fisch bekamen und uns gegenseitig darüber
beklagten, schaltete
sich eine freundliche deutschsprechende Türkin ein und erklärte
uns, wie wir zum
Fischmarkt kommen: Über die Manavgat-Brücke, dann sofort
rechts bis es nicht mehr
weitergeht geradeaus. Wir folgten dem Ratschlag und standen vor 2-3
scheinbar leeren
Verkaufsläden ohne Verkaufspersonal, die saßen nämlich
davor und erzählten. Erst als ein
deutschsprechender türkischer Passant unsere enttäuschten
und ratlosen Blicke sah, auf
uns zukam und uns aufklärte, sprang ein Verkäufer
auf und wir ergatterten frische Doraden
die sofort ausgenommen wurden und 11 Mio. pro kg kosteten.
Die Fische hatte der
Verkäufer in großen Styropor-Boxen auf Eis gelegt, so dass
wir sie bei unserem Ankommen
nicht sehen konnten. Dreimal dürft ihr raten, wie unser Abendessen
aussah, natürlich ;-)
gegrillter Fisch mit Reis und Salat. mmmhhhh
Auf der Heimfahrt zum CP kamen wir an einem Robinson Club vorbei.
Sofort fand ging ich los, um dort die neuste Süddeutsche und den
Spiegel zu kaufen. Die ersten
deutschen Zeitschriften seit 18 Tagen :-) Die deutsche
Welle hatten bis dahin erst 1mal
empfangen. Den Rest des Tages hatten wir mit Lesen, Schwimmen, Tennisspielen
und
natürlich Essen und Trinken verbracht.
Wetter: nur
26,5° Sonnenschein im Schatten wg. angenehm kühlen Wind
Strandtag
Wetter: 31° Sonnenschein
Shopping von 9:30 - 14:30 in Manavgat. Mit dem Pkw sind wir nach Manavgat
gefahren
und haben im Basar und Markt jede Menge Hosen, T-Shirts und Hemden
gekauft. Der Rest
des Tages bestand aus Schwimmen, Lesen und Faulenzen.
Abends fanden sich die sportlichen Kemptener mit ihrem roten VW Bus
auf dem CP ein .
Wetter: 32°
Sonnenschein, abends Abkühlung sodass lange Hosen und Pulli
angesagt waren und man gut schlafen konnte.
Heute war die Besichtigung des Manavgat - Wasserfalles angesagt. Um
10:00 sind wir
in Richtung Seleukeia gefahren und haben ihn, umbaut von Touristenshops,
auf Anhieb gefunden.
Sicher kann der Wasserfall nicht mit den Niagara Fällen mithalten,
doch er ist nett anzusehen
und der Eintritt von 1,5 Mio. pro Person hielt sich noch in Grenzen.
Weiter ging es mehr oder weniger entlang des Flusses Manavgat auf der
Suche nach dem
Staudamm. Die Fahrt endete an den Toren der Betreibergesellschaft des
Staudammes.
Zuerst wollten wir wieder umkehren, als wir jedoch ein Auto mit blonden
Insassen aus
dem Gelände durchs Tor kommen sahen, fragte ich an der Pforte
nach und erfuhr in
gebrochenem English, dass Touristen bis zum Staudamm durchfahren dürften.
Nach Hinter-
legung des Personalausweises und erfolgter Aushändigung eines
Badges durften wir durch-
fahren und kamen über teilweise abenteuerliche geschotterte Straßen
an den Damm.
Eine Gruppe Quad-Fahrer erklärte uns, dass die Auffahrt für
Pkws möglich sei. Oben konnten
wir die Aussicht geniessen bevor wir endgültig umkehrten.
Sehr schöne Aussicht auf den Stausee !!!
Nachdem ich meinen Ausweis wieder erhalten hatte und mit einem 'Tschüß'
von den Portiers
verabschiedet wurde, wollten wir eigentlich zurück zum CP.
Ein Schild mit der Aufschrift 'Romantisches Bergdorf'
verführte uns, besonders unseren
Fahrer Manfred, eine mit anfänglich tiefen Schlaglöchern
ausgestattete kleine Bergstraße in
Richtung dieses imaginären Dorfes zu fahren. Kurz vor einem nicht
gerade einladenden Dorf
wollten wir auf dem Platz eines Restaurants drehen, als wir die Eingebung
hatten, dort
doch ein Erfrischungsgetränk (für mich natürlich ein
EFES) zu uns zunehmen.
Die beste Idee dieses Tages.
Halil hieß der Restaurantbesitzer, der fast perfekt Deutsch
sprach, ohne in seinem Leben
je in Deutschland gewesen zu sein. Halil war nach eigenen Aussagen
ein von osmanischen
Nomaden abstammender Türke, der in Istanbul studiert hatte
und nun mit diesem Restaurant
versuchte, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das Schild mit dem
Romantischen Bergdorf
war seine Idee und er vertraute uns an, dass er da wohl etwas übertrieben
hätte ;-o
Einen dermaßen gebildeten, feinfühligen und netten Menschen
haben wir in dieser Ecke der
Türkei nicht vermutet, so dass wir den gesamten Nachmittag in
Halils Gartenrestaurant an
dem See verbrachten.
Chris machte kurzen Bootsausflug mit Neffen von Halil, zusammen betrachteten
wir die
vielen Frösche und Kaulquappen im See. Schade, dass wir keine
Badesachen dabei hatten,
andere Gäste schwammen nämlich im See.
Manfred gab zu, heute den 26sten Hochzeitstag mit Brigitte zu feiern,
lud uns zu
einer Flasche Wein ein und zahlte letztendlich die gesamte Rechnung
incl. Essen.
Ein ausgesprochen unterhaltsamer Nachmittag, wobei sich Halil zu uns
setzte
und wir ihn neugierig ausfragten über Land, Leute, Politik und
Religion in der Türkei.
Zu allem hatte er eine Antwort, die begreiflich erschien und
die uns sein Land etwas
näher brachte. Auch über die restliche Welt konnte wir auf
gleichem Wissensniveau
diskutieren.
Das Restaurant bzw. die Zimmervermietung mit '5 Sternen' liegt in einer
schönen Bucht
die zum Baden einlädt und auch zum Camping geeignet ist (5,- Euro).
Falls wir nochmals in diese Gegend kommen, werden wir sicherlich
wieder hier Rast machen.
Wetter: 32° Sonnenschein und Luftfeuchtigkeit von 82 im Landesinnern
Einkaufsbummel in Side war angesagt. Dabei sahen wir uns auch die vielen 'rumliegenden'
antiken Säulen an, den Eintritt fürs Amphitheater von 10 Mio.
pro Person hatten wir
allerdings gescheut. Damentasche für 20,- Euro, Stange Zigaretten
Winston 11,- Euro
und Hemd für 11,- Euro haben wir in dem von Pauschaltouristen
beherrschten Side
erstanden. Hier gingen die Verkäufer aggressiver als in weniger
touristisch erschlossenen
Gebieten vor.
Für 5,- Euro ließ ich mir die Haare schneiden, massieren
und 'die Ohren ausbrennen'.
Nun, eigentlich wurden nur die Ohrhaare mit einer offenen Flamme abgesengt,
es tat
auch gar nicht weh.
Wetter: 30°+
Sonnenschein und viel zu warm für Shopping ;-(
abends bewölkt und angenehme Temperatur.
Morgens fuhren wir mit dem Pkw nach Manavgat zum Einkaufen. Im
Migros haben wir
unsere Getränke- und Essensvorräte aufgefüllt und an
dem Fischstand 3 Doraden erstanden,
die von mir filetiert und abends gegrillt wurden.
Der weitere Tag bestand aus Schwimmen im Pool und am Meer und unserem
allabendlichen
schon fast obligatorischen gemeinsamen Plausch bei einer Flasche türkischen
Weins.
Fast hätte ich das Gespräch mit den deutschen Pauschaltouristen
vergessen. Die netten
Leutchen waren eigentlich ebenfalls Wowa-Camper und hatten sich jedoch
dieses Jahr für
1 Woche mit Frühstück für 470,- Euro pro Person in einem Appartement einquartiert.
Insgesamt waren außer uns, in unserem einwöchigen Aufenthalt
auf dem CP, nur 3 weitere
Camper-Einheiten für jeweils 1 Tag; 1 Paar mit Zelt, 1 Paar
mit Westfalia und 1 Paar
mit Womo
Wetter: 26-30°
Sonnenschein, angenehm kühler Wind auf CP
Wir fuhren bis Gazipasa auf einer gut ausgebauten Straße, bis wir ca. 70 km vor Anamur
über Serpentinen die Küste entlang fahren mussten. Dort hatte man allerdings herrliche
Panoramen aufs Meer und ins Landesinnere.
Wir kamen an vielen Bananenplantagen mit kleinen, höchstens mannshohen
Bananenstauden
und damit auch sehr kleinen Bananen, wie auch an steilen Weizenfeld-Terrassen
und
großen Ansammlungen von Gewächshäusern vorbei.
Wir hatten das
Gefühl, dass jedes noch so kleine und steile Stück fruchtbare
Erde genutzt wurde.
Besonders ist uns auf dieser Fahrt der wunderschöne Ferienort
Incekum mit
Sandstrand und schönen Hotels in Erinnerung. Unangenehm sind uns
die Lastwagen-
fahrer mit ihren waghalsigen Überholmanövern in Erinnerung
geblieben.
Auf dem CP angekommen, begrüßte uns die junge Frau (35 J.)
des 73-jährigen
deutschsprechenden CP-Besitzers und zeigte uns die freien Plätzen,
welche eine
geführte niederländische Reisegruppe übriggelassen hatte.
Es wehte ein unangenehmer
starker Wind und der Muezzin fing mit seinem Singsang um 16:40 aus
dem Minarett einer
kleinen Moschee innerhalb der Burg an.
Fahrstrecke: CP Greenpark - Alanya - Gazipasa - Anamur
- 6 km -
CP Paradise Anamur
Fahrzeit: 9:00
- 13:15
Wetter: 26-30°
Sonnenschein
Üplatz:
Netter schöner Campingplatz, der direkt an der Hauptstraße
neben
einer Burg liegt. Die Sanitäranlagen befinden sich in einem Bretter-
verschlag ohne Dach. Alles funktioniert, ist sauber und erfüllt seinen
Zweck. Der CP erinnert an Urlaub auf dem Bauernhof, denn Enten,
Hühner, Truthähne und Gänse mitsamt ihren Küken laufen
frei über
den Platz. 2 Hunde und 2 Kühe komplettieren die Bauernhofidylle.
An das frisches Brot und wirklich frische Eier jeden Morgen kann
man sich gewöhnen. Übernachtungspreis: alles incl. 10,- Euro
Morgens bereitete ich mich für unseren Ausflug mit dem Pkw
nach Anamur vor, indem
ich die Digitalkamera, Ersatzbatterien, Sonnenbrille, Taschentücher,
Zigaretten und
die vorher gefüllte Wasserflasche in den Rucksack packte und,
Ach
Du Schreck
die Flasche war nicht richtig verschlossen und der Rucksack stand unter
Wasser
und damit auch die Digitalkamera, die ist futsch :-((( Nach Föhnen
der Kamera
konnte man zwar wieder Bilder machen und diese auch auf den Laptop
entladen, doch
die Einstellungen funktionierten nicht mehr, kein Zoom, kein Löschen
der Bilder, nichts.
Auf der Speicherkarte war nur noch Platz für ca. 55 Bilder.
Natürlich hatte mir dieses Missgeschick den Ausflug vermiest,
trotzdem hatte dann das
Schlendern und Einkaufen über den Gemüsemarkt Spaß
gemacht. Das auf einem
großen Schild angepriesene Internetcafe konnte leider keine Verbindung
ins Internet
herstellen. Für 1,5 Mio. pro Stunde hätten wir gerne
unsere Mailbox aufgerufen und
dem Einen oder Anderen Grüße aus Kleinasien geschickt.
Von den ca. 10 älteren
PCs waren nur einer internetfähig, alle anderen wurden von Kindern
zum Spielen genutzt.
2 Autos mit D-Schild, ES-Kennzeichen und türkischer Besatzung
waren uns aufgefallen,
scheinbar Gastarbeiter auf Heimaturlaub.
In einem sehr westlich aussehenden Cafe, in dem sich westlich gekleidete
Pärchen und
eine Gruppe Mädchen aufhielten, haben wir noch einen türkische
Kaffee getrunken,
bevor wir mit orthopädischen Gesundheitssandalen (35,-Euro) und
jeder Menge Gemüse
und Obst den Heimweg antraten.
Auf dem Campingplatz waren wir, nachdem die holländische Gruppe
abgereist war, außer
einem älteren Pärchen aus Füssen, die mit VW-Bus und
Wowa unterwegs waren, die einzigen
Gäste. Dies sollte auch die nächsten Tage der Fall sein.
Wetter: 34° Sonnenschein in Anamur, auf dem CP etwas weniger
Nach dem Frühstück war ein Besuch der Burg Anamur angesagt.
Per Pedes gingen wir an der
Hauptstrasse entlang zum Eingang der Burganlage und haben unseren Obolus
von 2 Mio. pro
Person, unser 6 Jahre alter Christoph war wie immer frei, berappt.
In dem mit Wasser gefüllten Burggraben waren unzählige Wasserschildkröten
und Frösche, wobei sich
letztere durch lautes Quaken bemerkbar machten. Die Burg ist teilweise
noch sehr gut erhalten
und verführt dazu, irgendwelche steilen und gefährliche Treppen
hochzusteigen. Vor allem wg. Chris
machten wir uns deshalb Sorgen und mussten ihn oft davon abhalten.
Die Aussicht aus den
Türmen war grandios und lohnte das anstrengende Hochkraxeln.
Natürlich mussten wir uns die Moschee auf dem Burggelände
anschauen, da von dem Minarett
ja meist 5 mal am Tag die Stimme des Muezzin, und dies schon morgens
um 4:30 Uhr, zu unserem CP
herüberkam. Manfred und Christoph schlichen sich sogar durch die
unverschlossene Eingangstür in die
Moschee, schlugen den Koran auf und fotografierten die Seite und anschließend
das Innere der
Moschee.
Auf dem Heimweg benutzten wir einen Trampelpfad, der von der Rückseite
der Burg direkt
zu unserem CP führte. Tipp für die nächsten Burgbesucher:
Den Pfad vom Strand nehmen und
Eintritt sparen. Allerdings waren die 2 Mio. für die Restaurierung
der Burg sicher gut angelegt.
Auf dem Pfad nach unten fanden wir eine Schildkröte, der wir das
Leben retteten. Sie lag auf
dem Rücken und konnte sich aus dieser für sie misslichen
Lage nicht mehr befreien. Nachdem
wir sie umdrehten, kroch sie eilig in das schützende hohe Gras.
Nach diesem kleinen Ausflug legten wir uns zu dritt in den Alkoven,
und ich erzählte Christoph die
Geschichte von Robinson Crusoe, der er gespannt zuhörte, während
Hilde einschlummerte.
Später wurden wir von dem CP-Besitzer überraschenderweise
zum Kaffee eingeladen. Es gab
deutschen Kaffee und Erdbeerkuchen. Im Boden des Erdbeerkuchen waren
Nussstückchen ver-
arbeitet, was ihn besonders schmackhaft machte. Christoph hatte drei
dieser ohnehin schon doppelt
großen Stücke gemampft, mit anderen Worten: einen halben
Kuchen hatte er vertilgt.
Wir erzählten lange mit den beiden Besitzern, wobei es manchmal
schwer war, den sehr netten aber
schlecht deutsch sprechenden Mann, obwohl er über 30 Jahre
in D gearbeitet hat, zu verstehen.
Abends verkrochen wir uns sehr früh ins Womo, da dieser unangenehmen
starke Wind kaum auszuhalten
war.
Wetter: Morgens
mäßig warm da sehr windig, mittags bewölkt
und sehr kühl
Heute haben wir uns erholt und den CP nicht verlassen. Leider war
es zu kalt und stürmisch, um
baden zu gehen. Mit dem Camperpaar aus Füssen habe ich mich lange
unterhalten und sie
vor allem über ihre Anreise durch Tschechien, Slowakei, Rumänien
und Bulgarien ausgefragt.
An all den Grenzen hätte es keine Probleme gegeben, allerdings
wären einige CP in Rumänien,
die im ADAC-Camping-Führer von 2001 noch beschrieben wären,
mittlerweile geschlossen.
Zweimal hätten sie an Tankstellen übernachtet und sich trotzdem
immer sicher gefühlt.
Die Straßen durch Bulgarien wären extrem schlecht und auf
der Rückreise wollten sie in
Rumänien am Schwarzen Meer noch einige Tage bleiben. Die Campingplätze
dort würden erst zur
Hochsaison aufmachen.
Der Campingplatzbesitzerin haben wir gut schmeckende Erdbeeren für
1 Mio. TLR pro kg abgekauft,
von denen Chris mal wieder die meisten abbekommen hat. Zwar hatten
wir die Erdbeeren mit unserem
gechlorten Wasser gewaschen, doch blieb immer die Angst vor Montezumas
Rache, die jedoch
auf dieser Reise zum Glück nie eintrat
Wetter: 23°
Morgens teils Sonnenschein, teils bewölkt,
starker Wind
Als wir kurz vor 10:00 Uhr den CP bezahlen wollten, um danach zu starten,
waren die beiden
CP-Besitzer nicht da, wie sich später herausstellte, hatten sie
einen Gerichtstermin wg. einer
überfahrenen Ziege. Erst kurz vor 11:00 Uhr kamen sie zurück.
Nach dem Bezahlen verabschiedeten
sie uns überschwänglich mit Blumen und guten Wünschen.
Die ersten 20 km fuhren wir über ebene Landstraßen,
danach über Serpentinen mit Nadelöhrkurven
Manfred hatte Trouble, sowohl mit dem Bremspedal als auch mit Brigitte
wg. aus ihrer Sicht gefährlichen
Überholmanövern, was natürlich auch eine Kritik an mich
war, denn heute fuhr ich mit dem Womo
vorneweg und hatte ihn durch meine Überholmanöver indirekt
zu diesen Aktionen verleitet.
Auf dem Platz angekommen lernten wir einen Kölner mit Münchener
Kennzeichen kennen, der
sich durch ungeschicktes Stolpern beide Arme gebrochen hatte. Er hat
über den Hergang des
Unfalls und über die schlechte Qualität seines Carthago
erzählt. Zwei Tage später sollten wir
ihn auf dem CP in Göröme wiedersehen. Ach ja, er hat auch
über das schlechte Diesel in
Bulgarien geklagt und jedem Fahrer mit Common-Rail-Motor abgeraten,
dort Diesel zu tanken,
da ansonsten nach spätestens 100 km der Motor defekt sei.
Fahrstrecke: CP Paradise Anamur - D400 - Bozyasi - Silifke
- Kizkalesi -
Kizkalesi Kervan Mocamp
Fahrzeit: 11:15
- 16:15
Wetter: 28-30°
Sonnenschein, gegen Abend bewölkt
Üplatz:
Terrassenförmig angelegt, mit schattenspendenden Pinienbäumen
Felsstrand mit Leitern zum Badengehen ins Meer. Sanitäranlagen waren
Landesdurchschnitt, also ok. Für Kinder ist das Baden im Meer nicht
empfehlenswert. Übernachtungspreis: alles incl. 10,- Euro
Mit dem Pkw sind wir nach Kizkalesi zum Einkaufen gefahren. Wir hatten
den größten Supermarkt
aufgesucht, der trotzdem eine unzureichende Auswahl hatte. Das Fleisch
sah nicht sonderlich
frisch aus, das Gemüse war ziemlich vertrocknet und es gab weder
Bier noch Wein. Letzteres
sollte uns später, je weiter wir nach Osten kamen, in Supermärkten
noch öfters passieren.
Da wir wg. des bewegten Meeres nicht schwimmen gehen konnten, verbrachten
wir den Rest des
Tages mit Fußball, Schach und anderen Spielen.
Gegen Abend konnten wir die angestrahlte Inselburg sowie die angestrahlte
Festlandburg beobachten.
Viele Schnaken im Freien, in den Toiletten und im Womo machten uns
das Leben schwer, sowie eine
riesige Ameisenstraße zwischen Wowa und Womo, allerdings mit
einem zum Glück weiter entfernten Ziel,
erweckte unser Misstrauen.
Wetter: 28-30°
meist Sonnenschein, teils jedoch bewölkt,
wie in Anamur weht auch hier ein mehr oder weniger
starker Wind.
Die Fahrstrecke führte größtenteils über gut ausgebaute
Straßen und Autobahnen,
nur ab und an Querrillen und selten Schlaglöcher. Die Landschaft
war teils
steppenartig , öfter jedoch landwirtschaftlich genutzte Fläche
soweit das Auge
reichte. Bevor wir auf dem CP Kaya Camping ankamen, waren wir im
CP Club Kaya Camping. Die Sanitäranlagen waren neu und wirklich
vom besten,
jedoch Maschinenlärm von einer nahen Baustelle hat uns abgeschreckt
und
zum Weiterfahren auf den CP Kaya Camping Caravaning bewogen.
Thanks God,
dieser Platz war die bedeutend bessere Alternative.
Nachdem wir auf dem CP ankamen, unterhielten wir uns mit dem
CP-Besitzer und
einem netten vielsprachigen Franzosen, der ein Stammgast auf dem CP
ist, über die
Sehenswürdigkeit der Umgebung und ließen danach unseren
Plan, nach Kayseri zu fahren,
fallen. Außer einem Basar sollte es in Kayseri keine besonderen
Sehenswürdigkeiten
geben, und Basare hatten wir bis dahin genug gesehen.
Ein holländischer Wowa-Fahrer erzählte uns, dass ihm beim
Befahren einer extrem schlechten
Straße, die übersät war mit großen Schlaglöchern,
weiter östlich in der Türkei , die
komplette Küche aus der Verankerung gerissen war. Manfred hatte
es sich am nächsten Tage
angeschaut und bestätigt.
Fahrstrecke: Kizkalesi Kervan Mocamp - Erdemli -
hinter Tece auf
Autobahn - Pozanti - Uulukisla - E90 - Aksaray -
D300 - Nevsehir - vor Orthisar CP Kaya Camping
Caravaning ADAC CF TR 551
Fahrzeit: 11:15
- 16:15
Wetter: 25°
- 27° meist bewölkt, vereinzelt Sonnenschein, vereinzelte
Regentropfen, abends auf dem CP sehr kalt und mit leichten
Regenfällen.
Üplatz:
Schöner Platz mit Schwimmbad, guten sanitären Anlagen
und hervorragendem Blick auf Tuffsteinlandschaft.
CP-Besitzer spricht gut deutsch und handelt mit Teppichen,
die er immer wieder versucht an den/die Mann/Frau zu bringen.
In dem in der Nähe liegenden Städtchen Ürgüb hat er
sogar
einen Verkaufsladen sowie auf dem CP einen Verkaufsraum.
Campingplatzgebühren: Einzelposten, für uns 9,- Euro
Morgens sind wir 800 m mit dem Pkw nach Göreme zum Open Air Museum
gefahren
und haben uns die vielen in den Fels gehauenen Kirchen und Wohnungen
angeschaut.
Sehr eindrucksvoll, selbst für Christoph.
Danach sind wir nach Zelve, um uns die Feenkamine
anzuschauen. Phantastisch, die Bilder sprechen für sich.
In Nevsehir haben wir unsere Vorräte in dem türkischen Supermarkt
'Begendik' aufgefüllt,
um anschließend dem Burgfelsen in Uchisar einen Besuch abzustatten.
Wunderbarer Blick
über die Tuffsteinlandschaft, muss man einfach gesehen haben.
Hier nutzte Christoph die Gelegenheit, das erste Mal auf einem Kamel
zu reiten.
Auf dem Campingplatz hatten wir den Kölner mit M-Kennzeichen und
die Starnberger
Zelter (Mutter und Sohn) wiedergetroffen. Außerdem fanden
sich im Laufe des Tages
zwei, auf dem Weg nach Indien befindliche Campingbus-Fahrer und
eine geführte
holländische Reisegruppe ein.
Abends war Christoph bei Brigitte und Manfred zum Essen eingeladen,
welches er auch
genossen hat. Bei uns zwei dagegen ging beim Essenkochen alles
schief. Die Hähnchen-
schenkel wurden auf dem kleinen Gaz-Partygrill bei den niedrigen Außentemperaturen
und dem
starken kalten Wind einfach nicht gar. Das anschließende Braten
in der Pfanne im Womo brachte auch
nicht mehr das gewünschte Ergebnis, zudem hatte der türkische
Reis die Konsistenz
und den Geschmack von deutschem Milchreis. Und ich mag nun mal
keinen Milchreis :-(((
Nach dem abschließenden Zum-Bett-Geh-Wein war ich wieder
besänftigt.
Wetter: 13°
- 18° bewölkt, vereinzelt Sonnenschein, vereinzelte
Regentropfen, abends auf dem CP ziemlich kalt und windig
Morgens fuhren wir mit dem Pkw nach Derinkuyu, um die dortige unterirdische
Stadt zu besichtigen. Da zufällig Samstag war, trafen wir auf
mehrere türkische Schul-
klassen und massig türkische Touristen, so dass der Einstieg in
die Unterwelt sehr
stockend verlief.
Wenn man in Kappadokien ist, sollte der Ausflug hierher Pflicht sein.
Wiederum
hat die Höhlenkraxelei Christoph den meisten Spaß gemacht, während ich mich
in den niedrigen Gängen oft nur noch auf Knien vorwärts bewegen konnte.
Anschließend sind wir in dem Örtchen über den Gemüsemarkt
geschlendert, haben
einiges eingekauft und wurden wieder einmal von einem netten älteren,
deutsch-
sprechenden Türken angesprochen. Er hatte bis zu seiner Rente
in D gearbeitet und
verbringt nun in seiner Heimatstadt seinen Lebensabend. Mit einem
Händedruck
verabschiedete er sich, in dem Gefühl der Verbundenheit
.
Nach dem Kauf von Nüssen in Honig, lecker, fuhren wir Richtung
Taskinpasa auf
unserer Rundfahrt weiter. Auf der 805 hatten wir einen schönen
Blick auf Tuffstein-
häuser und Tuffsteinhöhlen. Als ein braunes Schild (Schilder
die auf Sehenswürdigkeiten
hinweisen sind braun) auf Soganli hinwies, nahmen wir die Straße
und kamen in
eine atemberaubend schöne Landschaft. Wir kamen durch ein ärmliches
Dorf,
in dem Schafe und Ziegen über die Straße geführt wurden
und die Kinder mit
primitiv selbstgebastelten Skateboards auf der Straße spielten.
Aber sie schienen auf
ihren Besitz sehr stolz zu sein.
Während der Fahrt hielten wir einfach am Straßenrand an
und schauten uns Felswohnungen
an, wobei wir sogar eine ehemalige Kirche ausfindig machten.
Kurz vor Soganli mussten wir vor einer Schranke halten, um pro Person
2 Mio. TLR für die Besichtigung des Städtchens zu bezahlen. Da wir überzeugt waren,
schon während der Fahrt das meiste gesehen zu haben, sind wir umgedreht und
Richtung Ürgüp gefahren. Auch auf der weiteren Strecke genossen wir noch weiter
das herrliche Panorama mit Tuffsteinkegel und Tuffsteinhöhlen.
Nach einem kurzen Aufenthalt in dem netten Touristenstädtchen
Ürgüp und Kauf von
Wein aus Kappadokien sowie Probieren von türkischen gefüllten
Teigwaren, lecker und
dafür auch noch total billig, sind wir zu unserem CP zurückgefahren.
Fahrstrecke: Nevsehir- Derinkuyu (8-stöckige
unterirdische
mit Pkw
Höhlenanlage) - Golcük 765 - 805 - Yesilhisar -
Soganli - Taskinpasa - Ürgüp - Ortahisar - CP
Wetter:
morgens 10,5°, mittags13° - 17°
bewölkt, windig
mit Regenschauern, abends trocken aber kühl,
Nachttemperatur: 7,5° Celsius
Fast auf der ganzen Fahrt kamen wir an ausgedehnten Getreidefeldern
und Wiesen
mit Rinderherden vorbei. Auf dem Weg nach Ankara fanden wir größtenteils
gut
ausgebaute Straßen vor.
Am CP angekommen, gingen wir gleich auf Erkundungstour. Vom CP führten
steile Treppen hoch
bis zu einer schönen Parkanlage mit Picknickplätzen. Sonntags,
gerade bei diesem schönen
Wetter, waren fast alle Rasenflächen von erholungssuchenden Türken
belegt.
Der Stausee hat uns nicht gerade beeindruckt, denn er war sehr
dreckig und hatte
einen niedrigen Wasserstand. Das Schwimmbad war geschlossen und wurde
renoviert,
aber eine ältere Frau an einem Stand, die dort Fladenbrot buk
und verkaufte, erweckte unsere
Aufmerksamkeit. Wir kauften uns eines der frischgebackenen heißen
Fladenbrote.
Das beste Fladenbrot ,das ich je gegessen hatte und übrigens
das einzige, das uns in der Türkei angeboten wurde.
Fahrstrecke: CP Kaya Caravaning Camping - Nevsehir
- Kirsehir -
Keskin - Kirikkale - Elmadag - Ankara - Campingplatz
D.I.S. Camping (ehemaliges Bayindir Baraji Camping
TR 170 ADAC)
Fahrzeit: 9:00 - 13:00
Wetter: morgens
11° auf CP Kaya, mittags auf CP in Ankara 21° und
Sonnenschein
Üplatz: Für
eine Übernachtung o.k., mit hohen Bäumen am Anfang,
etwas weiter hinten größerer Platz ohne Bäume für
größere
Gruppen. Sanitäranlagen sehr einfach, Gasboiler musste von
Personal extra für uns angemacht werden. Über steile Treppe erreicht
man Stausee, Schwimmbad und Picknick-Parkanlage
mit Kiosk und Restaurant.
Von Elmadag kommend unter der Autobahnbrücke durch,
danach U-turn, direkt neben Türkpetrol Tankstelle ist die
Einfahrt zum CP.
CP-Preise: pro Person 5 Mio.TLR, Womo 5 Mio. TLR, Strom:
5 Mio. TLR, Für uns 20 Mio. entspricht etwa 11,- Euro
34. Reisetag
Montag 02.6.2003
km4377
Der Reisetag begann wie so oft mit Aufstehen um 7:30 und
der Abreise um 9:00.
Sind am Anfang durch größtenteils landwirtschaftlich genutzte
Flächen gefahren. Vor
Akcakoca wurde es bergig mit bewaldeten grünen Hängen. Von
über 1000m NN
fuhren wir auf 1500m NN, um dann auf 30m NN auf dem CP anzukommen.
Kurz vor Akcakoca sahen wir einen Stand mit Honigverkauf. Obwohl wir
im
Reiseführer auf den teuren Honig in dieser Gegend hingewiesen
wurden, waren
uns 15 Mio. TLR für ca. 800g Honig zu teuer. Später bekamen
wir von unserem
CP-Besitzer gesagt, dass dieser Betrag für den Chestnut-honey
(Edelkastanien
-Honig), der in der Türkei als gesundheitsfördernd angesehen
wird, durchaus üblich
ist, ohne dass wir als Touristen abgezockt werden sollten.
Abends haben wir einen längeren Spaziergang in die Innenstand
von Akcakoca
unternommen und uns die Geschäfte und Supermärkte angesehen.
Fahrstrecke: D.I.S. Camping Ankara - Autobahn E89 - Balu
- Düsce -
Konüralp - Kabalak - Akcakoca - CP Tezel (ADAC TR155)
Fahrzeit: 9:00 - 13:30
Wetter: 28°
Sonnenschein während der ganzen Fahrt
Üplatz: Terrassenförmig
angelegt, wobei nur die obersten beiden für Womo
oder Wowa ausgelegt sind (6-7 Einheiten), Sanitärein-
richtungen ok, Ausblick direkt aufs Meer, steile Treppe führt
zum Meer mit Felsen. Schwimmen eigentlich nicht möglich,
glitschige Felsen und Wasser voller Algen, Wassertemperatur
schätzungsweise 16° - 17°, freilaufende Hasen und Enten.
Sehr netter englisch sprechender CP-Besitzer ist pensionierter
Lehrer.
Morgens fuhr Manfred mit mir mit dem Pkw in die Innenstadt von
Akcakoca, um
frischen Fisch einzukaufen. Nach langem Suchen fanden wir endlich einen
Parkplatz und
nach noch längerem Suchen keinen frischen Fisch. Bei 2 Fischläden waren wir uns
nicht sicher, ob der Fisch wirklich frisch war, oder ob dieser noch von Samstag stammte.
Also haben wir entschieden, uns nach Voranmeldung bei dem CP-Besitzer, in dessen
Restaurant am nächsten Tag wirklich frischen Fisch
auftischen zu lassen.
Am Nachmittag sind alle anderen ins Städtchen zum Markt,
außer mir ;-), denn
ich wollte wirklich mal meine Ruhe haben und nur so rumsitzen - zusammen
mit den
Entenküken, die sich um unser Womo aufhielten.
Chris hat sich abends immer riesig über das Hasen- und Entenkükenfangen,
bei dem er
mithelfen durfte, gefreut. Anschließend hat der CP-Angestellte
mit Christoph Fußball
gespielt, wobei der Angestellte mehrmals dem Ball die Treppen hinunter
meerwärts nachlaufen
mußte.
Wetter: Mitte 20° angenehm warm, Sonnenschein
36. Reisetag
Mittwoch 04.6.2003
km 4377
Obwohl ich Vorfreude auf den erlebnisreichen Tag hatte, schaffte es
Hilde, mich heute
sauer zu fahren :-((( . Tja, soll ja überall mal vorkommen.
Mittags um 14:00 fuhr uns der CP-Besitzer an den Hafen zu einem
Fischkutter. Wir
hatten nämlich am Vortag einen Bootsausflug an der Küste
mit anschließendem Angeln
bei ihm gebucht. Der Fischer fuhr uns mit seinem alten Kutter, auf
dem wir teils liegend
teils sitzend in der prallen Sonne schmorten, an der wirklich schönen
Küste
entlang. Nachdem er gewendet hatte und schon etwas weiter draußen
vor dem Hafen
lag, schaltete er den Motor aus, und Angeln war angesagt.
Christoph durfte abwechselnd mit Manfred die Angel halten, während
der Fischer eine
einfache Angelschnur mit Haken zum Fischen benutzte. Das Ergebnis mit
7 gefangenen
kleinen Fischen konnte sich sehen lassen. Am Nächsten Tag wurden
die Fische von
Manfred ausgenommen und gebraten. Christoph hat 3 Fische verdrückt.
Abends sind wir alle zusammen ins Restaurant auf dem Platz zu unserem
vorbestellten
Dinner gegangen. Wir waren die einzigen Gäste und unser Koch bzw.
CP-Besitzer
konnte sich alleine uns widmen. Es konnte sich sehen lassen, was er
uns vorsetzte.
Vorspeise: türk. Bohnensalat
türk. gemischter Salat
Endiviensalat in Zitronensaft gestellt
Teigrollen mit Schafskäse gefüllt
Hauptgerichte: gegrillte Sardinen
gegrillte frische Makrelen
Nachspeise: Walderdbeeren
mirabellengroße grüne Früchte, keine Ahnung wie die heißen.
dazu tranken wir 2 Flaschen trockenen Wein der Marke KERVAY
mit türkischem Kaffee beendeten wir das köstliche Mahl.
Wetter: 22° - 26° Sonnenschein, morgens leicht bewölkt
Mit Christoph habe ich einen Spaziergang zu dem nahegelegenen Sandstrand
unternommen, Schwimmen gehen war dort wg. des starken Windes und im
dadurch aufgewühltem
Meer leider nicht möglich. Nachmittags hat der CP-Besitzer Manfred
und mich zu einem Kaffee
eingeladen, um dabei ein wenig zu erzählen und zu diskutieren (unter Männern). Der Ex-Lehrer
zeigte dabei ein fundiertes Wissen über politische Zusammenhänge in der Welt und natürlich
besonders über die Türkei. Er zeigte uns in der lokalen Zeitung Artikel, die von ihm als aktivem
Umweltschützer geschrieben wurden. Den ganzen Diskussionsverlauf
hier niederzuschreiben, ist
sicherlich nicht nötig, doch fand ich unser Gespräch sehr
anregend und lehrreich.
Der Tag endete mit dem allabendlichen Hasenfangen, an dem sich alle
Männer, nicht nur
Christoph beteiligten.
Wetter: Sonnenschein, warm, jedoch starker ungemütlicher Wind
Auf der Fahrt hatte uns außer der schönen abwechslungsreichen
Landschaft besonders
der Blick von der Bosporus-Brücke beeindruckt. Vorbei an Istanbuler
Vorstädten mit
imponierenden Hochhäusern.
An der Autobahnmautstelle Mahmutbey in Istanbul wollten Halbwüchsige
beim Ticketziehen
10 Mio. TLR für die Weiterfahrt nach Edirne ergaunern. Erst nach
selbstbewussten Auftreten und
lauter Erkundigung nach Polizei (Where is the police ?) haben sie aufgegeben.
Als wir an Yeniciftlik vorbei waren, suchten wir auf der linken Seite
nach dem CP. Als wir
das alte unscheinbare Schild endlich entdeckten, waren wir schon daran
vorbei. Da wir ohnehin langsam
fuhren und 50m weiter auf der linken Seite ein Wendeplatz war, schaute
ich in den Spiegel,
sah die kleine Autoschlange hinter uns, setzte den Blinker, wiederholte
den Blick in den Spiegel
und scherte nach links zum Wenden aus. Mit den Vorderrädern am
Platz angekommen,
hörte ich ein Hupen und starkes Quietschen von Reifen.
Manfred erzählte uns später am Platz, ein türkischer
Lkw hätte die komplette Autoschlange
überholt, darauf gehofft, dass wir schneller auf den Wendeplatz
eingefahren wären. Erst
sehr spät hatte er eine Vollbremsung mit qualmenden Bremsen unternommen
und ist gerade mal
5-6m vor unserem Womo zum Stehen gekommen. Nicht auszudenken was passiert
wäre .......
Der Campingplatz war seit 4 Jahren geschlossen und ungern hatte der
Besitzer uns übernachten
lassen. Bauarbeiter errichteten gerade neue Blockhütten
und renovierten, dabei sind uns
mindestens 2 bulgarische Gastarbeiter aufgefallen (die sind bestimmt
billiger!).
Fahrstrecke: CP Tezel Akcakoca - Düzce - Autobahn
E80 -
Istanbul - Abfahrt hinter Silivri - Yeniciftlik -
eigentlich geschlossener CP Dalcik Camping
Fahrzeit: 9:00
- 14:30 Uhr
Wetter: Sonnenschein
bei angenehmen Temperaturen
Üplatz:
Zwischen Hauptstraße und Meer gelegener Platz,
kleiner ungepflegter Strand mit stinkendem Meer,
Toiletten notdürftig hergerichtet wg. Bauarbeiter
auf dem Platz. Haben 2,5 Mio. TLR bezahlt.
Deutschsprechender Besitzer sagte uns, der Platz
wäre seit 4 Jahren geschlossen, da seit Jugoslawien-
Krise nur noch wenige europäische Gäste kommen.
Auf ausreichend guten Straßen kamen wir an die Grenze. In einer
halben
Stunde waren wir durch. Im Duty Free Shop haben wir unsere restlichen
Lira ausgegeben. An alle Raucher: Eine Stange Winston kostet
7,- Euro
Auf der griechischen Seite mussten wir doch tatsächlich durch
eine
Desinfektionsanlage durchfahren.
Fahrstrecke: Yeniciftlik - Tekirdag - Kesan - Grenzübergang
TR - GR - Alexandropolis - CP Alexandropolis
Camping
Fahrzeit: 9:00
- 13:00 Uhr
Wetter: Sonnenschein
bei angenehmen warm,
Meerwassertemperatur 22-24°
Üplatz:
CP haben wir schon bei der Hinfahrt beschrieben,
immer noch saubere Sanitäranlagen, schöner
Strand und Stellplätze, jedoch schon um 16:30
Schnakenstiche
Badetag. Am Abend mit Brigitte und Manfred unsere letzten Flasche
Pfälzer Wein
niedergemacht, wollten den nicht wieder mit nach Hause nehmen. Trotz
unseres
türkischen Autans bekamen wir Schnakenstiche. SINKOV wirkt scheinbar
nur bei
türkischen und nicht bei griechischen Schnaken ;-)))
Wetter: 30° und Sonnenschein
Morgens sind wir mit dem Pkw zum Supermarkt Cosmos (in Alexandropolis
am Ausgang Richtung TR rechts, ist sehr teuer) und anschließend
zum Lidl einkaufen
gefahren, ansonsten wieder B a d e t a g . Zum letzten Mal in
diesem Urlaub haben
wir mit Brigitte und Manfred abends zusammen gesessen und uns über
den harmonisch
verlaufenen, wunderschönen gemeinsamen Türkeiurlaub unterhalten
und in Gedanken
den nächsten Urlaub ins Auge gefasst.
Wetter: ca.30° und Sonnenschein
Die Fahrt ging überwiegend über die Autobahn oder gut ausgebaute
Straßen.
Das erste Mal während des gesamten Urlaubs, dass wir in eine Straßen-
kontrolle kamen und unsere Pässe vorzeigen mussten. Die Parkbuchten
waren
alle total verdreckt, Plastikflaschen, Alubecher, Plastiktüten
und ein teilweise
erbärmlicher Gestank verleidete einem die Ruhepause - solch eine
Erfahrung
hatten wir in der Türkei nicht gemacht, Gegen Ende unserer Fahrt haben wir
den Campingplatz Poseidon gesucht, der im ADAC-Campingplatzführer beschrieben
war, und anfänglich sind wir auch den Hinweisschildern gefolgt, die uns irgendwann
in die Irre führten. Voller Ärger über die desolate Schilderführung und genauso
schlechte ADAC-Wegbeschreibung, sind wir in den äußerlich ansprechenden
CP Heraklia am Fuße des Olymp, gefahren und haben dies nicht bereut.
Am späten Nachmittag haben wir die Gelegenheit zum Baden im Meer
genutzt. Nach dem abendlichen Gläschen Wein ist Hilde in den Alkoven
zum Schlafen geklettert, während ich noch eine ganze Weile vor
dem
Womo gedankenversunken in die Nacht lauschte.
Fahrstrecke: CP Alexandropolis Camping - Kavala - Thessaloniki
-
Katerini - Pantaleimonas - CP Heraklia
Fahrzeit: 9:00
- 15:30 Uhr
Wetter: 30°+Sonnenschein,
sehr warm kaum Wind
Üplatz:
Saubere Sanitäranlagen, schöner Sand/Kieselstrand,
sehr sauberes Meerwasser, überwiegend Schatten-
Plätze, Waschmaschine, am Olympos Beach,
15,- Euro incl. Strom // empfehlenswert //
Juli und August großer Andrang, sollte reserviert
werden.
Wir fuhren größtenteils über gutausgebaute Straßen
in flachem Gelände. Auf
der Autobahn von Thessaloniki nach Larissa gab es sehr oft Baustellen.
Bei der Ankunft auf dem CP haben wir uns einen schattigen Stellplatz
direkt am Pool ausgesucht, damit wir Chris beim Schwimmen unter
ständiger Beobachtung von unserem Stellplatz aus hatten.
Er war fast den ganzen restlichen Tag im und um den Pool.
Fahrstrecke: CP Heraklia - Larissa - 4te Ausfahrt Larissa
Richtung
Trikala - Trikala - Kalambaka - Beschilderung CP
Vrachos Kastraki - CP Vrachos
Fahrzeit: 10:15
- 12:45 Uhr
Wetter: 30°+Sonnenschein,
in der Sonne drückend warm
Üplatz:
Sanitäranlagen sehr gut, sehr sauber, sehr freundliches
Personal, viele schattige Plätze, mit Schwimmbad,
herrlicher Blick auf die Meteora Klöster.
Pauschalpreis 16,- Euro incl. Strom.
Die Fahrt ging die gesamten 212 km über Serpentinen bei großer
Hitze nach
Igoumenitsa. 5 Stunden Fahrtzeit für diese Strecke sprechen für
sich. Auf dem
Parkplatz vor der Einfahrt zur Fährhafen stellten wir uns neben
ein anderes
deutsches Womo. Gegenüber der Hauptstraße fand ich ein Minoan-Büro,
in dem ich uns anmeldete und ein grünes Minoan-Schild mit Zielhafen
Venedig
bekam.
Zurück am Womo hielten wir uns auf den Campingstühlen im
spärlichen Schatten
des Womo's auf und lasen in der soeben erworbenen Süddeutschen.
und im
Spiegel. Nach und nach wuchs die Anzahl der Womos um uns herum.
Natürlich wurde untereinander viel erzählt über den
fast vergangenen Urlaub, über Womos,
Gott und die Welt. Es wurde eine kurze und laute Nacht, da bis nach
Mitternacht Fähren
ankamen und wieder abfuhren, mit all den Entlade- und Ladegeräuschen,
die dabei
anfielen. Die Hitze, die sich selbst nachts kaum abbaute, gab ihr Scherflein
dazu.
Natürlich waren die Fahrerhaustürketten angelegt, das zusätzliche
Sicherheitsschloss
geschlossen, das Gasalarmgerät eingeschaltet, Pfefferspray und
stabile Stableuchte
greifbar.
Fahrstrecke: CP Vrachos - Kastraki - Kalambaka - Metsovo
-
Ionnina - Igoumenitsa - Fährhafen New Port
Fahrzeit: 11:00
- 16:00 Uhr
Wetter: 33°+Sonnenschein,
sehr heißer Tag
Üplatz:
Parkplatz Fährhafen New Port
Bin um 6:00 Uhr aufgestanden, gegen 8:30 Uhr fahren wir aufs Fährgelände,
8:50 Uhr kam die Fähre, um 9:00 wurde aufgeladen und ziemlich
pünktlich
um 10:00 legte die Fähre ab.
Wir fuhren mit der Ikarus Palace. Christoph war sehr enttäuscht
über das
wasserleere Schwimmbad, das jedoch nachmittags gefüllt wurde.
Für Christoph war die Welt wieder in Ordnung und er verbrachte
die meiste
Zeit am Nachmittag im und um den Swimmingpool.
Auf dem Camperdeck war es sehr warm und im Womo bei dieser Hitze
kein Mittagsschläfchen möglich.
Trotz der hohen Preise trinken wir an der Bar beim Swimmingpool einen
Espresso 2,- Euro und 1 Bier 0,4l 3,20 Euro.
Ein Reisegast aus Patras erzählte mir, sie seien schon seit 0:30
unterwegs, und
wären über Korfu gefahren.
Wetter: über
30° am Morgen, Sonnenschein, um
22:00 Uhr noch 31° im Womo, die Hitze
ist fast unerträglich. Da soll man auch
noch schlafen ?
Schon um 5:30 waren Hilde und ich wach, während Christoph noch
lange weiterschlief. Die Fähre kam verspätet in Venedig an
und wir
hatten das Pech bei den Letzten zu sein, die die Fähre verlassen
konnten.
Durch Kontrollen an der Ausfahrt vom Fährhafen kam es zu Staus,
die alles
noch mehr verzögerten. Um 9:00 konnten wir endlich die Fahrt aufnehmen.
Eigentlich wäre ich gerne so schnell wie möglich auf direktem
Weg durch
den St.-Gotthard-Tunnel nach D gefahren, doch Hilde bestand darauf,
nochmals möglichst bei Lidl in Italien einkaufen zu fahren, und
über den
St. Bernardino zu fahren.
Zwar haben wir in irgend einer kleinen Stadt die Autobahn verlassen,
doch
haben wir weder einen Lidl noch einen anderen Supermarkt gefunden,
an
dem wir mit unserem Womo parken konnten.
Da ich letzte Nacht sehr wenig schlafen konnte, war ich bei der herrschenden
Hitze ziemlich gereizt, als Hilde darauf bestand durch den St. Bernardino-Tunnel
zu
fahren. Die Strecke mit vielen Tunnels und Kurven verlangte mir
große
Anstrengungen und Schweiß ab. Doch zuvor standen wir erst mal
von Como bis
zur Schweizer Grenze im Stau. Wir vermuteten als Ursache das
erhöhte Verkehrsaufkommen wegen der zuende gehenden Pfingstferien
in Bayern und Baden Würtemberg
Der St.-Bernardino-Tunnel machte auf uns einen sehr alten und unsicheren
Eindruck. Der erste Teil des Tunnels wurde gerade renoviert, und die Fluchttüren
schienen mir nicht zugänglich zu sein. Die Abgase standen im Tunnel und erhöhten
das ohnehin ungute Gefühl, durch diesen Tunnel zu fahren. Das Panorama auf die
Berge und umliegende Landschaft hingegen war schon grandios, doch wie schon
erwähnt, ich war unausgeschlafen und gereizt. Die stockende Fahrt durch Zürich
trug außerdem nicht dazu bei, meine Stimmung zu verbessern. Nach über 10 Stunden Fahrt
mit nur kurzen Pausen erreichten wir letztendlich unseren Stellplatz
in Bad Säckingen.
Nach dem Einlaufbier und einer Zigarette ging es mir sofort wieder
besser.
Bei den Womo-Nachbarn holten wir uns kurze Infos über das Städtchen
und spazierten in die Innenstadt, in der wir einen Einheimischen nach
einem Restaurant fragten, in dem es gute Schnitzel mit Pommes gab.
Als Antwort bekamen wir den 'Kater Hiddigeigei' mit Wegbeschreibung.
Dort sollten wir im Biergarten seit 7 langen Wochen wieder das erste
Schnitzel mit Pommes Frites und gemischtem Salat essen ;-)))
Der anschließende Verdauungsspaziergang führte uns zu der
längsten gedeckten
Holzbrücke Europas, die mit ca. 200m Länge die Schweizer Rheinseite
mit der Deutschen verbindet.
Nach dem anstrengenden Fahrtag fiel es uns anschließend leicht,
im Womo
unseren verdienten Schlaf zu finden.
Fahrstrecke: Fährhafen Venedig - Padua - Mailand
-
Como - San Bernadino - Zürich -
Bad Säckingen - Stellplatz am Festplatz
Autobahngebühr: 12,50 1,- und 1,50 Euro
Fahrzeit: 11:00
- 19:30 Uhr
Wetter: 34°ab
9:00 morgens, Sonnenschein,
in Schweiz leichte Abkühlung und
Gewitter mit Regenschauern.
Üplatz:
Stellplatz am Festplatz, ruhig, nahe
Innenstadt und Rhein mit berühmter
Brücke, Toilette und Ent- und Ver-
sorgungsmöglichkeit vorhanden,
Kostenlos
So schnell wie möglich sind wir die letzten 337 km nach Hause gefahren.
Die Tachonadel stand überwiegend bei 110 - 120 km/h.
Fahrstrecke: Bad Säckingen - Autobahn Basel/Frankfurt
-
Darmstadt - Groß Gerau - Trebur
Fahrzeit: 10:00
- 14:00 Uhr
Wetter:
30°,Sonnenschein
Üplatz:
Schlafzimmer im eigenen Haus in Trebur :-)))
Wissenswertes, Tipps und Hinweise:
- Umrechnungskurs 1 Euro - ca. 1,70 Mio. türk. Lira
- fast an jeder Tankstelle in der Türkei kann mit Kreditkarte
bezahlt werden
- gut ausgebautes Tankstellennetz
- Dieselpreise wie in Deutschland, 1,40 - 1,45 TLR
0,82 - 0,85 Euro
- No-name-Tankstellen würde ich mit einem Common-Rail-Motor nicht
aufsuchen
- Straßen sind überwiegend im guten, wenige in sehr
schlechtem Zustand.
- Autobahnmaut ist sehr günstig, zwischen 1 Mio - 2,5 Mio TLR,
0,60 - 1,50 Euro
- Vorsicht !!! An der Automautstelle MAHMUTBEY
Höhe Istanbul am Ticket-
automaten versuchen junge Betrüger Westtouristen
abzuzocken und verlangen Maut-
gebühren über 10 Mio. Lira. Erst nach lautem
Rufen nach der 'POLICE' geben sie auf.
Lieber ohne Ziehen eines Tickets durchfahren, da in diesem
Fall ohnehin die größte
Entfernung beim Bezahlen an der Zielmautstelle angenommen
wird.
- Frisches Brot (Weißbrot, 'Ekmek') gibt es fast überall,
Fladenbrot fanden wir nur
ein einziges Mal ! während unserer Reise durch die Türkei
- Supermarktketten in der Türkei sind:
BIM
vergleichbar mit LIDL, keine Frischprodukte
TANSAS große Auswahl, sehr gute
Qualität, Frischprodukte, teuer.
MIGROS große Auswahl, sehr gute
Qualität, Frischprodukte, teuer
andere türkische Supermärkte haben oftmals auch
sehr gutes Angebot
- in BIM, TANSAS und MIGROS kann mit Kreditkarte bezahlt werden
- Medikamente z.B. Aspirin, Fußpilzcreme, Schnakenspray(ähnlich
Autan) sehr günstig
- Weltempfänger mitnehmen, da es außer in Touristenhochburgen
und ROBINSON-Clubs
keine deutsche Presse gibt ( Deutsche Welle KW2
17,845 MHZ)
- Sehenswürdigkeiten auch für Kinder interessant (Pamukkale,Kappadokien,Troja,
Ephesus, Burgen)
- Eintrittsgelder können oft nur in Lira bezahlt werden und sind
teilweise sehr hoch,
bis 10,- Euro, deshalb vorher mit ausreichend Lira versorgen,
so 200 000 000,- Lira
reichen für den Anfang ;-)
- Guter Wein ist Wein der Marke 'KAVAK' und 'KERVAY'
sowie insgesamt der
Wein aus Kappadokien und Pamukkale.
- Wir hatten den Eindruck, es wird dankbar aufgenommen, wenn man in der Öffentlichkeit
lange Hosen sowie Oberteil mit Ärmeln
trägt. Dies gilt für Männlein wie Weiblein.
- In GR hatten wir manchmal Probleme, eine Tankstelle, die Kreditkarten
akzeptiert, zu finden,
dafür ist Diesel besonders günstig 0,56
- 0,71 Euro
- Einen Teppich haben wir nicht gekauft. Zwar haben wir wirklich schöne in Kappadokien
gesehen, aber es ist sehr schwer für einen Laien, den tatsächlichen Wert auch nur annähernd
richtig einzuschätzen
- Der Goldschmuck in der TR ist sehr schön, wobei auch hier Handeln Pflicht ist und
außerdem Spaß macht.
Preise in der Türkei:
Umrechnungskurs: 1 Euro ca. 1,70 Mio. TLR
Gebühr Grenze GR - TR pro Fahrzeug
8,- Euro
Eintritt Troja pro Person
7,-Euro
Brot
250.000,- TLR
Autobahngebühr Womo
1 Mio. -> 2,5 Mio. TLR
Eintritt Ephesus
15 Mio. TLR
Campingplätze
6,- bis 15,- Euro
Eintritt Pamukkale
5 Mio TLR
Briefmarke Deutschland
100.000,- TLR
Ansichtskarte
100.000,- bis 500.000,- TLR
Dose EFES Bier
1,25 Mio TLR
Flasche Raki
12,5 Mio. TLR
Aspirin
1,12 Mio. TLR
SIN KOV (türk. Autan)
2,7 Mio. TLR
Canesten (Antimykotikum)
2,12 Mio. TLR
Zigaretten Stange (Winston,LM)
10 Mio. -12,- Mio. TLR
Fisch Doraden am Fischmarkt 1 kg
11 Mio.
Haareschneiden Mann
5,- Euro
Gemüsemarkt: 1 kg Erbsen
1 Mio. TLR
Anamur
1 kg Gurken
250.000 TLR
1 kg Zuccini
500.000 TLR
1 kg Tomaten
650.000 TLR
1 kg Aprikosen
2 Mio. TLR
Eintritt Open Air Museum Göreme
12 Mio. TLR
Eintitt Burgfelsen Uchisar
2 Mio. TLR
Eintritt Unterirdische Stadt Derinkuyu
10 Mio. TLR
Markt Akcakoca 1 kg Wilderdbeeren
4 Mio. TLR
Wein aus Kappadokien
5 Mio. TLR --> ....TLR