Türkei-Rundreise    30.04.203 - 15.06.2003
 

Vorgeschichte:

Mitte August 2002 konnte ich Hilde für eine Türkeirundreise begeistern.
Was der ausschlaggebende Punkt war, daran können wir uns heute nicht mehr erinnern.
Wahrscheinlich ein Reisebericht im Fernsehen oder die Schwärmerei einer Bekannten
über einen Türkeiurlaub. Sofort suchte ich im Camperfreunde-Forum nach dem Thread
in dem ein Camper folgenden Text veröffentlichte:

Reisepartner m. eigenem WoWa oder WoMobil Türkei                        vom 1.11.2001

Wir planen eine ca. 6wöchige Rundreise ab Mitte April 2002 mit dem
Wohnwagengespann durch die Türkei. Die Anreise soll über Ancona/Patras
(Camping an Bord) erfolgen und durch Nordgriechenland in die Türkei gehen.
Wir sind zwar Individualisten und haben einige "Rundreiseerfahrung", finden
aber eine solche Reise wäre mit zwei "Einheiten" für beide ein Vorteil.
Gibt es jemand, der Interesse, so viel Zeit hat und sich eine gemeinsame
Reise (nach vorherigem Kennenlernen) vorstellen könnte?
Näheres über uns im Mitgliederverzeichnis/Profil. beantworten

Nachdem ich eine e-mail an denjenigen, der eine zweite "Einheit" suchte, gesendet
hatte, bekam ich postwendend eine Antwort mit der Info, dass die Reise noch nicht
angetreten wurde und man immer noch an Mitfahrern interessiert sei.
Kurz gesagt, nach einigen e-mails hin und her, einem langen Telefongespräch und
einem Treffen am Wochenende sind wir zur Überzeugung gekommen, mit Brigitte
und Manfred können wir getrost so ein Unternehmen angehen, und sie hatten wohl
von uns den gleichen Eindruck.

Im November 2002 wurden die Fähren per Fax von Venedig nach Igoumenitsa
und zurück gebucht, Ende Januar 2003 hatten wir immer noch nicht die Bestätigung.
Nach mehreren telefonischen Rückfragen zwischendurch wurden wir immer wieder
vertröstet. Minoan Lines fing an mich zu verärgern. Erst nachdem Manfred im
Februar nochmals mehrmalig anrief, 'Druck' machte und an Frau Stein geraten
war, bekam sowohl er als auch wir endlich eine Buchungsbestätigung Mitte Februar.

Inzwischen hatte Manfred einen Routenplan ausgearbeitet, wir kauften verschiedene
Türkeireiseführer und Straßenkarten, sammelten alle möglichen Informationen aus
dem Internet und zählten die Tage bis zum Mittwoch dem 30.5.2003

Am 19.3.2003 verdichteten sich die Anzeichen für einen Irak-Krieg. Bush hatte entschieden,
in den Irak einzumarschieren. Hilde wird zunehmend unruhiger wegen unseres
Türkei-Urlaubes, es sind allerdings noch 6 Wochen bis zum Urlaubsanfang.

Am 20.3.2003 sind amerikanische und englische Truppen in den Irak einmarschiert.

Am 11.4.2003 hatten die Alliierten alle größeren irakischen Städte eingenommen,
und ein Ende des Krieges war absehbar.

Am 22.4.2003 war der Krieg praktisch beendet und es ging nur noch um eine Verwaltungs-
bzw. Regierungsbildung. Auch Hilde war mittlerweile wieder zuversichtlich, die Auswirkungen
des Irak Krieges nicht in der Türkei zu spüren.

29.04.03 Morgen ging es endlich los :-)



Folgende Punkte standen auf unserer 'Things to do before' Liste:

Fähre buchen
Erweiterung Womo Vollkaskoversicherung für asiatischen Teil der Türkei
Internationale Versicherungskarte
Auslandskrankenversicherung
CCI-Mitgliedschaft beantragen (einige CP geben Rabatte und Pass muss nicht hinterlegt werden)
Certisil Combina
2tes Warndreieck
Warntafel für Italien wg. Fahrradträger
D-Schild
4 Pfund Kaffee einkaufen



 
 

1.  Reisetag            Mittwoch 30.4.2003                                               km 600
 

Um 11:45 Uhr konnte ich die Firma verlassen und um 13:00 Uhr ging es los. Wir hatten das
Womo am letzten Wochenende bereits bepackt und Hilde räumte nur noch ein paar restliche
Dinge ein. Ein Kurzdurchgang der Packliste und Aufbruch Richtung Süden. Eigentlich wollten
wir in D kurz vor der Grenze nach ca. 300 km übernachten, da in der Schweiz bis auf  den
Autobahnraststätten das freie Übernachten verboten ist, doch wir kamen schnell und ohne
größere Staus voran, so daß wir uns entschieden, bis nach Como durchzufahren.

Fahrstrecke:  Trebur  -  Basel - St. Gotthardt Tunnel   - Chiasso - Como
Fahrzeit:        13°° -  22°°
Wetter:          Bewölkt mit Regenschauer
Üplatz:            Como am Fußballstadion bei Monument und Park am Comer See,
                        relativ laut durch Autoverkehr und Treffpunkt der Jugend im Park.

        
 
 



2.    Reisetag         Donnerstag  01.5.2003                                            km 910
 
 

Am Morgen war ich als erster wach und trieb die Familie zum Frühstück  ;-)
Grund war das nach wie vor bescheidene Wetter und der beginnende Verkehrslärm.
Um 9°° starteten wir in Richtung Venedig. Je weiter wir nach Süden fuhren, desto mehr
Sonnenschein bekamen wir. Mestre erreichten wir sehr schnell, umso schwieriger
gestaltete sich die Suche nach dem Stellplatz St. Guiliano in Mestre, den wir uns aus
einem italienischen Internet-Stellplatzführer herausgesucht hatten. Kurz vor der Aufgabe
sahen wir das Hinweisschild zum Stellplatz mehr durch Zufall. Den Rest des Tages
verbrachten wir mit kurzen Spaziergängen, Fußballspielen und einfach Ausruhen.

Fahrstrecke:  Como - Autobahn - Mailand - Mestre,  Autobahngeb.: 12,50  1,00  1,50 Euro
Fahrzeit:        9:00 - 13:30
Wetter:          In Como bewölkt, in Mestre Sonnenschein, angenehme Temperaturen
Üplatz:         Der Stellplatz  St. Giuliano Park liegt links der Freiheitsbrücke in Richtung
                       Venedig am Meer. Man kann von dort auf die Freiheitsbrücke schauen
                       und wenn man mag, mit dem Fährboot Venedig  besuchen. Auf dem
                       Stellplatz gibt es weder Strom noch Duschen. Frischwassertanken und
                       Gebrauchtwasserablass gegen zusätzliche Gebühr. Stellplatzgebühr: 7,70 Euro
 

        

                                         



3.   Reisetag          Freitag         02.5.2003                                             km 924
 
 

Den Fährhafen fanden wir auf Anhieb, war auch beschildert. Manfred und Brigitte standen bereits
15 Minuten in der zu dieser Zeit nicht sonderlich großen Schlange. Nachdem ich uns in dem Minoan-
Büro angemeldet und ein großes grünes Schild mit Igoumenitsa bekam, das ich in das Führerhaus
legte, gingen  um 13:00 auch schon die Auffahraktivitäten los und pünktlich um 15:00 legte die Fähre
ab. Es ging durch den Canale Grande, vorbei am Markus Platz und an weiteren malerischen Kulissen
von Venedig in Richtung Igoumenitsa. Warme Jacken waren angesagt durch den kühlen Fahrtwind.

       
An der Selbstbedienungsbar zahlten wir für einen Espresso 2,- und für ein Bier 0,4l  3,20 Teuro

Fahrstrecke:  Mestre - Freiheitsbrücke - Venedig Fährhafen Minoan Lines
Fahrzeit:        11:15 - 12:00
Wetter:          Sonnenschein in Venedig, während der Fahrt bewölkt und auf Fähre kühl
Üplatz:         Auf Camperdeck mit Stromanschluss und Duschmöglichkeit.
                                         



4.   Reisetag          Samstag      03.5.2003                                               km 1015
 
 

Morgens haben wir uns lange die Einfahrt der Fähre nach Griechenland angeschaut, zollfreie Zigaretten,
die Stange Winston für 17,50 Euro und West für 16,- Euro,  eingekauft. Um 12:00 griechischer  Zeit
kamen wir in Igoumenitsa an und um 13:00 waren wir von Bord und fuhren 91km Serpentinen zu
dem CP Limnopoula in Ionnina.

Fahrstrecke:  Igoumenitsa Fährhafen Minoan Lines - Ionnina
Fahrzeit:        13:00 - 15:00
Wetter:          30°Sonnenschein, am Abend kühl, Pullover angesagt
Üplatz:         CP Limnopoula in Ionnina, idyllisch am See, der als Übungsgewässer
                       für griechische Kanuten benutzt wird, Platz ist sauber und ok,
                       18,- Euro alles incl.
 

                      



5.   Reisetag          Sonntag      04.5.2003                                               km 1386
 
 

Herrliche Ausblicke bei Fahrt über Katara Pass und den folgenden Passstraßen.
Sehr anstrengende Serpentinenkurverei. Orangen, die wir am Wegesrand bei
Bauern für 1,-Euro/kg kauften, waren saftig und gut. Sehr gut auch die schwarzen Oliven.

Fahrstrecke:  CP Limnopoula  Ionnina - Metsono - Krania - Kipourio -
                        Grevena - Autobahn - Polimilos - Veria - Thessaloniki-
                        Road Ring - E90 - Asprovalta
Fahrzeit:        10:00 - 18:00
Wetter:          34° Sonnenschein
Üplatz:         CP am Ende von Asprovalta auf der rechten Seite am Meer.
                       Schnaken ohne Ende, total vergammelte Sanitäranlagen, Abwasser
                       stand knöchelhoch in Toilette, Strand ungepflegt, viele Strom-
                       steckdosen funktionierten nicht. Nie wieder auf diesen CP.

                      



6.  Reisetag          Montag      05.5.2003                                                 km 1613
 
 

Während der 227 km langen Fahrt säumten viele Obstplantagen die Strecke. Auf dem CP trafen
wir nette Dänen und Holländer, die uns die nahegelegene Insel Samothraki als kleines Paradies
empfahlen. Der CP eignet sich als  Ausgangspunkt für viele Besichtigungen im Umfeld und wir
würden ihn bei unserem nächsten Nordgriechenlandurlaub wieder ansteuern. Abends hatten wir
zusammen mit Brigitte und Manfred jeweils 1 Fläschchen griechischen Rotwein der Marke NEMEA
beim Plaudern verkostet.

Fahrstrecke:  Asprovalta - Alexandropolis - Alexandropolis Camping
Fahrzeit:        9:15 - 13:00
Wetter:          34° Sonnenschein
Üplatz:           Schöner CP, saubere, gut funktionierende Sanitäranlagen,
                       schöner sauberer Strand, nettes Städtchen und Lidl(1,5km)
                       in der Nähe.   CP  Empfehlenswert
                       Einzelpreise für Strom, Pers.,Womo, für uns 12,50 Euro
 

                     



7.  Reisetag           Dienstag  06.5.2003                                                km 1961
 
 

Auf der Fahrt von GR nach TR ging  es durch fruchtbares Ackerland. Leider ging es

bereits kurz nach Alexandropoulis auf die Autobahn, so dass wir ohne noch einmal das günstigere

 griechische Diesel zu tanken, in die Türkei einreisten.

 Wir waren sehr gespannt, was wohl  an der Grenze auf uns zukommen würde. Nach einer 1/2 Stunde
Grenzverweilzeit war jedoch alles überstanden.
An der Einfahrt zur türkischen Grenzstation mussten wir am ersten Grenzhäuschen die Pässe
und den Fahrzeugschein vorlegen.
Am 2ten Grenzhäuschen wurden die Fahrzeuge in die Pässe eingetragen und pro Fahrzeug
mussten 8,- Euro bezahlt werden. PKW + Wowa =  16,- Euro.
Am 3ten parallel gegenüberliegenden Grenzhäuschen wurden die Pässe und das
vorher erstellte Datenblatt (wichtig für die Rückreise) abgestempelt.
Am 4ten an der Ausfahrt von der Grenzstation gelegenen Grenzhäuschen wurden die Pässe
nochmals überprüft und der Grenzposten verglich die Daten telefonisch mit einem Kollegen.
Wir sind  d u u u rch :-))) .
Sehr holprig, jedoch ohne Schlaglöcher ging es an diesem Tage auf den Straßen in der Türkei weiter,
sodass ich etwas skeptisch Christoph fragte, der gebannt 'Petterson und Findus' als DVD am
Laptop während der Fahrt schaute, ob es keine Aussetzer am Laptop gibt. Nein, Nein,
kam die für mich wenig überzeugende Antwort .
Eine sehr  starke Windbö erfasste während der Fahrt unser Womo und zog es über
einen Meter zur Straßenseite, mir blieb fast das Herz stehen. Langsamer fahren war angesagt.
Wir fuhren nach Eceabat, um dort mit der Fähre die Dardanellen nach Canakkale zu
überqueren. Die knapp halbstündige Fahrt schlug mit 18,- Euro zu Buche und bereitete
besonders Chris große Freude, vielleicht auch wg. des Eises an Bord und unserem Versprechen,
dass er später noch einmal 'Petterson und Findus' anschauen dürfe.

                             
Da wir vorhatten, in Ören auf dem CP Altin Camping zu übernachten und nicht noch einmal
am nächsten Tag nach Troja zurückfahren wollten, nahmen wir die Stadt aus den Homerschen
Erzählungen auf der Hinfahrt mit. Eintritt für 2 Personen, Chris kostete nichts, 14,- Euro.
Hatten Schwierigkeit beim Bezahlen, da eigentlich in türkischen Lira bezahlt werden sollte
und kein  Wechselgeld in Euro zur Verfügung stand. Der Rundgang mit vielen Erklärungs-
tafeln stellte sich schließlich doch als ganz interessant heraus und Chris hatte seinen Spaß
beim 'Besteigen' des trojanischen Pferdes.

        

Höchstens 2 Stunden  Zeit hat uns der Ausflug nach Troja gekostet und wir waren froh, als wir
um 18:00 unseren CP erreichten und uns dort nach dem 'Einfahrtbier' dem Grillen widmen
konnten.
Fahrstrecke:  Alexandropolis - Grnze- Eceabat - mit Fähre - Canakkale -
                       Truva(Troja) - Edremit - Burhaniye - Ören - CP Altin Camping
Fahrzeit:         9:00 - 18:00
Wetter:          25° +  Sonnenschein, sehr windig
Üplatz:            Schöner CP, alles sehr ordentlich, mit sehr kaltem Meerwasser,
                        Übernachtungspreis pauschal  10,- Euro
 

                      



8.   Reisetag          Mittwoch      07.5.2003                                  km 1961
 

Morgens fuhren wir zum Einkaufen nach Ören, ansonsten war Ruhetag angesagt.
In Ören hielten wir vor einem kleinen 'Onkel-Ali'-Laden, der allerdings nur
wenige Waren im Angebot hatte, so z.B. Brot und Efes. Da wir eigentlich Frisch-
fleisch einkaufen wollten, redeten wir so lange auf ihn mit Händen und Füßen
ein, bis er um die Ecke ging und nach 3 Minuten mit einen deutschsprechenden
ehemaligen Gastarbeiter, der in Frankenthal arbeitete, zurückkam.
Dieser begleitete uns zu dem ortsansässigen Fleischer, der jedoch nur ein
paar Würste in seiner Theke hängen hatte. Der 'Frankenthaler' erzählte uns
von Supermärkten in Burhaniye, deswegen fuhren wir zu einem von diesen,
nämlich 'TANSAS' und füllten unsere Vorräte an Getränken und Essbarem
wieder auf. TANSAS ist eine türkische Supermarktkette mit einem Waren-
angebot und  Preisen  wie in Deutschland. Das gekaufte Lammfleisch
wurde abends sofort gegrillt  - lecker.  ;-) und dazu ein Bier, natürlich EFES.
In unserer abendlichen Runde bei einem Fläschchen Wein beschlossen wir,
unsere Reiseroute zu ändern und nicht zu dem CP am Bafa Gölü See zu
fahren, sondern die Route über Pamukkale zu nehmen. Zu der Entscheidung
kamen wir, nachdem wir mit andern Campern des Platzes über den See (hohes
Schilf, Bergschatten, nicht zum Schwimmen geeignet) gesprochen hatten.
Eine weise Entscheidung, wie sich später herausstellte.

Wetter:          26° +  Sonnenschein, sehr warm mit angenehm frischem Wind
Üplatz:           Wiesbadenerin sagte uns, das Meer wäre deshalb so kalt, weil

                       es 'Kalte Quellen' im Meer gäbe
 

                    



9.   Reisetag          Donnerstag   08.5.2003                                              km 2225
 
 

Leider ist Christophs Surfbrett  auf dem letzten CP verlorengegangen, wir nehmen
an, der starke Wind hatte es losgerissen und aufs Meer getrieben. Zu allem Übel
fiel die CD-Tasche aus dem Hängeschrank aufs Laptop, als Hilde etwas herauskramen wollte.
Eine Taste von der Tastatur ist dabei herausgesprungen.  Ärger :-(
Gott sei Dank konnte ich die Taste bei unserem nächsten Stop reparieren, die Welt war
wieder in Ordnung :-)))
Die 264 km, die wir an diesem Tag zurücklegten, führten  über Autobahnen und
einigermaßen gute Straßen, vorbei an riesigen Olivenhainen. Bei unserem
Tankstopp bekamen wir endlich einmal unsere Windschutzscheibe von einem sehr
freundlichen Tankwart geputzt, das war mir schon 500 000,- Lira Trinkgeld wert.
Die Autobahngebühr von 1 Mio. Lira  war äußerst günstig im Vergleich zu
Italien, Frankreich oder Spanien.

Fahrstrecke:  Altin Camping - Ören - Izmir - Pamulcak - CP  Camping Motel Dereli
Fahrzeit:         9:15 - 13:30
Wetter:          25° +  Sonnenschein
Üplatz:         Schöner CP,  Schöner großer Sandstrand mit sauberem, relativ
                       warmem Meerwasser , saubere gute Sanitäranlagen,
                       viele Spatzen und Schnaken wg. naheliegender Sümpfe.
                       Übernachtungspreis pauschal  10,- Euro

       
 



10.   Reisetag          Freitag      09.5.2003                                               km 2433
 
 

Morgens hatten Hilde, Brigitte und Manfred mit dem Pkw Ephesus besichtigt.
 
 

      
 

Vor Jahren war ich schon einmal in Ephesus, deswegen blieben Chris und ich
am Strand und hatten uns in der Zwischenzeit im Wasser vergnügt.
Eintritt in Ephesus 15 Mio. pro Person.
Chris spielte mit größerem türkischen Jungen  am Strand und im
Wasser.
Nachdem die drei zurückkamen von ihrem Trip und wir eine Kleinigkeit gegessen

hatten, ging es 'on the road again'. Die Straßen waren teilweise gut ausgebaut, teils
in katastrophalem  Zustand. Viele Baustellen auf kilometerlangen Schotterstraßen
bei denen wir das Licht einschalteten, um von den anderen Verkehrsteilnehmern
in den dichten Staubwolken gesehen zu werden. Die Außentemperatur von
35°  machte sich bei geschlossenen Fahrzeugfenstern ebenfalls bemerkbar.
Bei einer Bäuerin am Straßenrand hatten wir Erdbeeren und Orangen ohne zu
handeln gekauft. Die Frau hat uns ganz schön übers Ohr gehauen.  Selbst
bei Tansas hätten wir nicht soviel bezahlt. Man lernt halt dazu, das nächste
Mal: Feilschen, Feilschen und nochmals ....
Im CP angekommen fuhren wir die Markise aus, um der Sonne etwas zu
entgehen

Fahrstrecke: CP  Camping Motel Dereli - Pamulcak - Denizki - Karahayit -
                       CP  Termotas
Fahrzeit:        12:30 - 16:30
Wetter:          35° Sonnenschein
Üplatz:           Schöner CP mit akzeptablen, nicht immer sauberen
                       Sanitäranlagen und 3 Thermal-Schwimmbecken,
                       28°, 40° und 50° , genau richtig  um sich bei
                       Lufttemperatur von 35° zu erfrischen ;-)))
                       Hilde beklagt nachts das Heulen der Hunde
 
 

                     



11.   Reisetag        Samstag      10.5.2003                                                  km 2433
 

Schon um 9:00 brachen wir auf, um Pamukkale mit dem  angrenzende Hierapolis  zu
besichtigen. Bei Mittagstemperaturen von 35° war es empfehlenswert, so früh wie

möglich Besichtigungen abzuhandeln. Mit dem Pkw wollten  wir zu den

Sinterterrassen fahren und wären beinahe ohne zu zahlen an dem Eintrittskartenhäuschen

vorbeigefahren, wir hatten es als solches einfach nicht wahrgenommen. Wieder

einmal hatten wir jedoch nicht genügend Lira dabei. Euro und Kreditkarten wurden

nicht akzeptiert.Wir wollten schon umkehren, als der vorher eher etwas ungehaltene

Kassenmann fragte, wie viel türkische Lira wir denn hätten. Wir hatten zusammen

17,5 Mio. Lira und hätten für 4 1/2 Personen 22,5  Mio. benötigt. Kurzerhand gab

er uns 3 Tickets und wir berappten 15 Mio. Lira und durften durchfahren. :-)))
Die Sinterterrassen von  Pamukkale sind einzigartig und sehenswert , selbst Chris war

begeistert, besonders als er eine Vogelpfeife gekauft bekam (1,5Mio.).

Hierapolis haben wir uns im Vorbeifahren aus dem Auto angeschaut, Amphitheater, viele
Säulen und Sarkophage.

      

                                         
In Pamukkale füllten wir unsere Vorräte in einem kleineren Supermarkt auf und
fuhren zurück zum CP, auf dem unser Womo ohne Schatten in der Sonne vor sich

hin schmolz. Der gut deutsch sprechende CP-Besitzer machte uns auf einen Marktverkäufer
aufmerksam, der gerade mit seinem Mercedes Sprinter Oliven, Käse, Eier und
Wurst auf dem CP verkaufte. Wir hatten vieles versucht und einiges für gut
befunden und gekauft. Natürlich haben wir uns gefragt, wie man mit solchen
Verkäufen in der Türkei einen Sprinter finanzieren und bei den Dieselpreisen
unterhalten kann.
Angenehmere Temperaturen zwischen 16° - 20° machten den Abend erträglich
und steigerten das Verlangen nach einer schönen Plauderrunde mit einem Glas Wein,
wie so oft in den letzten Tagen.

Wetter:          35° Sonnenschein
Üplatz:            zur Freude von Christoph gibt es einen Basketballkorb
                       auf dem CP-Gelände, mit dem er und die größeren
                       türkischen Kinder spielten.

        



12.  Reisetag         Sonntag  11.5.2003                                                 km 2678
 
 

Die Strecke nach Fethiye führte über teils gut ausgebaute, teils ungeteerte, aber auch mit Schlaglöchern
übersäte,  sehr enge Straßen, manchmal mit Serpentinen mit oftmals wunderbaren Panoramen und
immer wieder an überdachten Trinkwasserstellen vorbei. Schildkröten, die über die Straße
liefen, gehörten ebenso zum Straßenbild wie Ziegenherden, Esel und Felder mit weißem Mohn.
In Ölüdeniz angekommen, ging die Suche nach einem CP los. Nach mehrmaligem Fragen erreichten
wir den CP Deniz, nachdem wir die Straße bis zum Meer und  anschließend die letzte Straße
rechts fuhren. Nach ca. 1 km auf der linken Seite stand ein Schild Ölüdeniz Camp.
Leider waren die Bauarbeiten an den Blockhütten dort manchmal  sehr laut

Fahrstrecke: CP  Termotes - Pamukkale - Denizli - Serinhisar -
                       Fethiye - Ölüdeniz - CP Deniz
Fahrzeit:        9:00 - 14:30
Wetter:          36° Sonnenschein
Üplatz:         Netter CP mit Blechcontainern, in denen die Sanitäranlagen
                       untergebracht waren. Sehr einfach, aber einigermaßen
                       sauber. Direkt an der Blauen Lagune, klares flaches
                       Wasser mit  vielen Krebsen, Seesternen und Seegurken.
                       Große  Bäume spendeten uns den hier erforderlichen
                       Schatten. Einige Blockhütten auf dem CP wurden von
                       Engländern bewohnt.  Liegestühle und Sonnenschirme
                       waren am Strand vorhanden, die hauptsächlich von Briten,
                       die mit dem Dolmus kamen, benutzt  wurden.
                       Übernachtungspreis pauschal 10 Mio. Lira
 
 

         



13.  Reisetag         Montag      12.5.2003                                                  km 2678
 
 

Den  Tag verbrachten wir mit Einkaufen im BIM, MIGROS,  auf dem Gemüsemarkt und anschließend mit
Faulenzen. Tischtennis und Schwimmen waren angesagt. Chris schaute dem Billardspiel
zweier türkischer Männer zu und wurde auch prompt zum Probebillard und anschließendem Eis einge-
laden. Eine ganze Gänseschar wurde am Womo/Wowa von uns gefüttert -  als Dank dafür bekamen
wir alles zugesch....   ;-(

Wetter:          36° Sonnenschein

                       



14.  Reisetag         Dienstag  13.5.2003                                                  km 2678
 
 

Wir fuhren nach Fethiye mit dem Pkw zum Einkaufen im Basar und in der Innenstadt.
Wir kauften  Schmuck, für Chris eine Armbanduhr 20,- Euro und einige

 Kleidungsstücke. Sehr überrascht waren wir über die günstigen Medikamente

 in einer türkischen Apotheke, z.B. Canesten von Bayer 2,12 Mio Lira,
was in Deutschland fast 10,- Euro kostet.
Am Nachmittag bin ich mit Chris zur nahen Insel geschwommen, war wahrscheinlich doch
etwas zuviel für ihn, er hatte danach gefroren und war völlig schlapp.
Abends trafen wir das sportliche Camperpaar mit dem roten Bus zum wiederholten Mal.
Sie waren auf dem benachbarten CP untergebracht und wollten sich unseren  einmal
anschauen.
Leider wurde auf dem CP immer noch gebaut und wir mussten die Bohr-, Hammer- und
Sägegeräusche den ganzen späten Nachmittag ertragen und anschließend die laute Musik
der CP Bar über uns ergehen lassen. So entschieden wir, bald weiter zureisen .

Wetter:          36° Sonnenschein

                       



15.  Reisetag         Mittwoch     14.5.2003                                                km 2678
 
 

Badetag.  Einzige Unternehmung war mein alleiniger Fußmarsch zu dem etwas mehr
als 1 km entfernten Touristenstädtchen Ölüdeniz. Bin durch die Straßen mit den vielen
Paragliding Stores, Schmuckläden, Textil- und Teppichgeschäften, Restaurants und

 Nippes-Angeboten gebummelt. An der Poststelle hatte ich 50 Euro gewechselt,

zum Kurs von 1 Euro -  1,65 Mio. Lira.
Bei unserer abendlichen Flasche Wein hörten wir  vereinzelt Schnaken, die jedoch
von unserem neuen türkischen Autan namens SIN KOV abgeschreckt wurden.
Wetter:          nur 26°  im Schatten, Sonnenschein, abends angenehm frisch,

                       lange Hosen angesagt.
 

                      



16.  Reisetag         Donnerstag  15.5.2003                                                km 2962
 
 

Hinter Kinik kilometerweit Gewächshäuser mit Tomaten, hinter Kalkan sehr schöne Küstenstraße,
Steilküste mit kleinen Badebuchten und türkisblauem Wasser. Bei Kas wunderschöner
Blick über Bucht und nahegelegene Inseln. Fast die gesamte Fahrt ging es über Serpentinen
jedoch auf gutem Straßenbelag voran. Wir waren maßlos enttäuscht über den Lärm einer Schreinerei

auf dem CP.  Der einzige Camper außer uns auf dem Platz  war ein Türke, der wohl tagsüber in
der Nähe arbeitete.  Sofort hatten wir uns die Campingplätze in der Nähe angeschaut, doch die
waren entweder von türkischen Dauercampern belegt, sehr unattraktiv oder einfach hässlich
und sehr laut durch angrenzenden Hauptstraßenverkehr.
Folglich beschlossen wir, den abends noch von lautem Straßenverkehr und Discomusik vom
Nachbargelände beschallten Platz, am nächsten Morgen zu verlassen.

Fahrstrecke: CP  Deniz - Ölüdeniz - Fethiye- Kinik - Kalkan - Kas- Kale -

                       Finike - Kumluca - Kemer - Beldibi - Erman Camping
Fahrzeit:        9:00 - 15:15
Wetter:          30° Sonnenschein
Üplatz:         CP ist eigentlich schön angelegt, mit Schwimmbad , Tischtennisplatte
                       und annehmbaren Sanitätsanlagen, Strand weniger schön wg. alten
                       Eisengerüsten und ungepflegt. Aus der Schreinerei auf dem Platz
                       hört man auf dem gesamten CP-Gelände lautes Sägen, Gehämmer
                       und Getöse.       VIEL ZU LAUT    :-((((    Nie Wieder !!!!
                       Übernachtungspreis: 10,-Euro  +  Strom (bei uns 1,2 Mio. Lira)
 

                       



17.  Reisetag         Freitag      16.5.2003                                                  km 3070
 

Am Anfang der Fahrt leichte Serpentinen und 2 kleine Tunnels, ansonsten flaches Gelände,
Fahrt durch Antalya verlief problemlos. An Tankstelle in der Nähe des Platzes
fragten wir nach CP und bekamen einen handgezeichneten Plan, mit dessen Hilfe wir
Green Park sofort fanden. Deutschsprechender Sicherheitsmann wies uns in den
Platz ein.
Fahrstrecke:  Erman Camping - Antalya - Serik - Side - Green Park
Fahrzeit:        11:00 - 13:15
Wetter:          30° Sonnenschein, gegen Abend bewölkt und angenehm kühl,
                        Lange-Hosen-Wetter
Üplatz:          Der schönste CP während dieses Urlaubs. Toller Swimmingpool,
                        Tischtennisplatte, Beton-Tennisplatz ist gleichzeitig Basketballplatz,
                        Sauberer Strand mit Liegestühlen und Strohschirmen ca. 60 m
                        entfernt mit Volleyballfeld, Restaurant, Kiosk und saubere
                        Sanitäranlagen mit Steh-, Sitz- und Kindertoilette.
                        Bei Stromausfall wurde leider ein Stromgenerator eingeschaltet, der
                        empfindlich laut war, ist 4-5 mal passiert..
                        In den Appartments auf dem Platz sind viele Deutsche Pauschal-
                        touristen.  Pauschalpreis für den Platz15,- Euro
        



 

18.  Reisetag         Samstag      17.5.2003                                                   km 3070
 

An diesem Tag fuhren wir mit Pkw nach Manavgat und kauften im Supermarkt Migros ein. Als
wir dort keinen frischen Fisch bekamen und uns gegenseitig darüber beklagten, schaltete
sich eine freundliche deutschsprechende Türkin ein und erklärte uns, wie wir zum
Fischmarkt kommen: Über die Manavgat-Brücke, dann sofort rechts bis es nicht mehr
weitergeht geradeaus. Wir folgten dem Ratschlag und standen vor 2-3 scheinbar leeren
Verkaufsläden ohne Verkaufspersonal, die saßen nämlich davor und erzählten. Erst als ein
deutschsprechender türkischer Passant unsere enttäuschten und ratlosen Blicke sah, auf
uns zukam und uns aufklärte, sprang ein Verkäufer auf und wir ergatterten frische Doraden
die sofort ausgenommen wurden und  11 Mio. pro kg kosteten.  Die Fische hatte der
Verkäufer in großen Styropor-Boxen auf Eis gelegt, so dass wir sie bei unserem Ankommen
nicht sehen konnten. Dreimal dürft ihr raten, wie unser Abendessen aussah, natürlich ;-)
gegrillter Fisch mit Reis und Salat.  mmmhhhh
Auf der Heimfahrt zum CP kamen  wir an einem Robinson Club vorbei.
Sofort fand ging ich los, um dort die neuste Süddeutsche und den Spiegel zu kaufen. Die ersten
deutschen Zeitschriften seit 18 Tagen  :-)   Die deutsche Welle hatten bis dahin erst 1mal
empfangen. Den Rest des Tages hatten wir mit Lesen, Schwimmen, Tennisspielen und
natürlich Essen und Trinken verbracht.
Wetter:          nur 26,5° Sonnenschein im Schatten wg. angenehm kühlen Wind

                       



19.  Reisetag         Sonntag      18.5.2003                                                   km 3070
 
 

                                            Strandtag
 
 

Wetter:          31° Sonnenschein

                       



20.  Reisetag         Montag      19.5.2003                                                   km 3070
 

Shopping von 9:30 - 14:30 in Manavgat. Mit dem Pkw sind wir nach Manavgat gefahren
und haben im Basar und Markt jede Menge Hosen, T-Shirts und Hemden gekauft. Der Rest
des Tages bestand aus Schwimmen, Lesen und Faulenzen.
Abends fanden sich die sportlichen Kemptener mit ihrem roten VW Bus auf dem CP ein   .
Wetter:          32° Sonnenschein, abends Abkühlung sodass lange Hosen und Pulli
                       angesagt waren und man  gut schlafen konnte.
                       



21.  Reisetag         Dienstag      20.5.2003                                                  km 3070
 

Heute war die Besichtigung des Manavgat - Wasserfalles angesagt. Um 10:00 sind wir
in Richtung Seleukeia gefahren und haben ihn, umbaut von Touristenshops, auf Anhieb gefunden.
Sicher kann der Wasserfall nicht mit den Niagara Fällen mithalten, doch er ist nett anzusehen
und der Eintritt von 1,5 Mio. pro Person hielt sich noch in Grenzen.

      
Weiter ging es mehr oder weniger entlang des Flusses Manavgat auf der Suche nach dem
Staudamm. Die Fahrt endete an den Toren der Betreibergesellschaft des Staudammes.
Zuerst wollten wir wieder umkehren, als wir jedoch ein Auto mit blonden Insassen aus
dem Gelände durchs Tor kommen sahen, fragte ich an der Pforte nach und erfuhr in
gebrochenem English, dass Touristen bis zum Staudamm durchfahren dürften.  Nach Hinter-
legung des Personalausweises und erfolgter Aushändigung eines Badges durften wir durch-
fahren und kamen über teilweise abenteuerliche geschotterte Straßen an den Damm.
Eine Gruppe Quad-Fahrer erklärte uns, dass die Auffahrt für Pkws möglich sei. Oben konnten
wir die Aussicht geniessen  bevor wir endgültig umkehrten. Sehr schöne Aussicht auf den Stausee !!!

      

                                         
Nachdem ich meinen Ausweis wieder erhalten hatte und mit einem 'Tschüß' von den Portiers
verabschiedet wurde, wollten wir eigentlich zurück zum CP.
Ein Schild mit der Aufschrift   'Romantisches Bergdorf'  verführte uns, besonders unseren
Fahrer Manfred,  eine mit anfänglich tiefen Schlaglöchern ausgestattete kleine Bergstraße in
Richtung dieses imaginären Dorfes zu fahren. Kurz vor einem nicht gerade einladenden Dorf
wollten wir auf dem Platz eines Restaurants drehen, als wir die Eingebung hatten, dort
doch ein Erfrischungsgetränk (für mich natürlich ein EFES) zu uns zunehmen.
Die beste Idee dieses Tages.
Halil hieß der Restaurantbesitzer, der fast perfekt Deutsch sprach, ohne in seinem Leben
je in Deutschland gewesen zu sein. Halil war nach eigenen Aussagen ein von osmanischen
Nomaden abstammender Türke, der in Istanbul studiert hatte  und nun mit diesem Restaurant
versuchte, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das Schild mit dem Romantischen Bergdorf
war seine Idee und er vertraute uns an, dass er da wohl etwas übertrieben hätte ;-o
Einen dermaßen gebildeten, feinfühligen und netten Menschen haben wir in dieser Ecke der
Türkei nicht vermutet, so dass wir den gesamten Nachmittag in Halils Gartenrestaurant an
dem See verbrachten.

    
 

Chris machte kurzen Bootsausflug mit Neffen von Halil, zusammen betrachteten wir die
vielen Frösche und Kaulquappen im See. Schade, dass wir keine Badesachen dabei hatten,
andere Gäste schwammen nämlich im See.
Manfred gab zu, heute den 26sten Hochzeitstag mit Brigitte zu feiern,  lud uns zu
einer Flasche Wein ein und zahlte letztendlich die gesamte Rechnung incl. Essen.
Ein ausgesprochen unterhaltsamer Nachmittag, wobei sich Halil zu uns setzte
und wir ihn neugierig ausfragten über Land, Leute, Politik und Religion in der Türkei.
Zu allem hatte er eine Antwort, die begreiflich erschien  und die uns sein Land etwas
näher brachte. Auch über die restliche Welt konnte wir auf gleichem Wissensniveau
diskutieren.
Das Restaurant bzw. die Zimmervermietung mit '5 Sternen' liegt in einer schönen Bucht
die zum Baden einlädt und auch zum Camping geeignet ist (5,- Euro).
Falls wir nochmals in diese Gegend kommen, werden wir  sicherlich wieder hier Rast machen.

Wetter:          32° Sonnenschein und Luftfeuchtigkeit von 82 im Landesinnern

    



22.  Reisetag         Mittwoch     21.5.2003                                                  km 3070
 

Einkaufsbummel in Side war angesagt. Dabei sahen wir uns auch die vielen 'rumliegenden'

antiken Säulen an, den Eintritt fürs Amphitheater von 10 Mio. pro Person hatten wir
allerdings gescheut.  Damentasche für 20,- Euro, Stange Zigaretten Winston 11,- Euro
und Hemd für 11,- Euro haben wir in dem von Pauschaltouristen beherrschten Side
erstanden. Hier gingen die Verkäufer aggressiver als in weniger touristisch erschlossenen
Gebieten vor.
Für 5,- Euro ließ ich mir die Haare schneiden, massieren und 'die Ohren ausbrennen'.
Nun, eigentlich wurden nur die Ohrhaare mit einer offenen Flamme abgesengt, es tat
auch gar nicht weh.

                        

Wetter:          30°+   Sonnenschein und viel zu warm  für Shopping  ;-(
                       abends bewölkt und angenehme Temperatur.
                        



23.  Reisetag         Donnerstag  22.5.2003                                                km 3070
 

Morgens fuhren wir mit dem Pkw nach Manavgat  zum Einkaufen. Im Migros haben wir
unsere Getränke- und Essensvorräte aufgefüllt und an dem Fischstand  3 Doraden  erstanden,
die von mir filetiert und abends gegrillt wurden.
Der weitere Tag bestand aus Schwimmen im Pool und am Meer und unserem allabendlichen
schon fast obligatorischen gemeinsamen Plausch bei einer Flasche türkischen Weins.
Fast hätte ich das Gespräch mit den deutschen Pauschaltouristen  vergessen. Die netten
Leutchen waren eigentlich ebenfalls Wowa-Camper und hatten sich jedoch dieses Jahr  für

1 Woche mit Frühstück für 470,- Euro pro Person in einem Appartement einquartiert.

Insgesamt waren außer uns,  in unserem einwöchigen Aufenthalt auf dem CP, nur 3 weitere
Camper-Einheiten für jeweils 1 Tag;  1 Paar mit Zelt, 1 Paar mit Westfalia und 1 Paar
mit Womo
Wetter:          26-30°  Sonnenschein, angenehm kühler Wind auf CP



24.  Reisetag         Freitag      23.5.2003                                                   km 3263
 
 

Wir fuhren bis Gazipasa auf einer gut ausgebauten Straße, bis wir  ca. 70 km vor Anamur

über Serpentinen die Küste entlang fahren mussten. Dort hatte man allerdings herrliche

Panoramen aufs Meer und ins Landesinnere.

     
Wir kamen an vielen Bananenplantagen mit kleinen, höchstens mannshohen Bananenstauden
und damit auch sehr kleinen Bananen,  wie auch an steilen Weizenfeld-Terrassen und
großen Ansammlungen von Gewächshäusern  vorbei. Wir hatten das
Gefühl, dass jedes noch so kleine und steile Stück fruchtbare Erde genutzt wurde.
Besonders ist  uns auf dieser Fahrt der wunderschöne Ferienort Incekum mit
Sandstrand und schönen Hotels in Erinnerung. Unangenehm sind uns die Lastwagen-
fahrer mit ihren waghalsigen Überholmanövern in Erinnerung geblieben.
Auf dem CP angekommen, begrüßte uns die junge Frau (35 J.)  des 73-jährigen
deutschsprechenden CP-Besitzers  und zeigte uns die freien Plätzen, welche eine

geführte niederländische Reisegruppe übriggelassen hatte. Es wehte ein unangenehmer
starker Wind und der Muezzin fing mit seinem Singsang um 16:40 aus dem Minarett einer

 kleinen Moschee innerhalb der Burg  an.
Fahrstrecke:  CP Greenpark - Alanya - Gazipasa - Anamur - 6 km -
                       CP Paradise Anamur
Fahrzeit:         9:00 - 13:15
Wetter:          26-30° Sonnenschein
Üplatz:          Netter schöner Campingplatz, der direkt an der Hauptstraße neben
                        einer Burg liegt. Die Sanitäranlagen befinden sich in einem Bretter-
                        verschlag ohne Dach. Alles funktioniert, ist sauber und erfüllt seinen
                        Zweck. Der CP erinnert an Urlaub auf dem Bauernhof, denn Enten,
                        Hühner, Truthähne und Gänse mitsamt ihren Küken laufen frei über
                        den Platz. 2 Hunde und 2 Kühe komplettieren die Bauernhofidylle.
                        An das frisches Brot und wirklich frische Eier jeden Morgen kann
                        man sich gewöhnen. Übernachtungspreis: alles incl. 10,- Euro
     



25.  Reisetag         Samstag      24.5.2003                                                   km 3263
 

Morgens bereitete ich mich für unseren  Ausflug mit dem Pkw nach Anamur vor, indem
ich die Digitalkamera, Ersatzbatterien, Sonnenbrille, Taschentücher, Zigaretten und
die vorher gefüllte Wasserflasche in den Rucksack packte und, Ach Du Schreck
die Flasche war nicht richtig verschlossen und der Rucksack stand unter Wasser
und damit auch die Digitalkamera, die ist futsch :-(((  Nach Föhnen der Kamera
konnte man zwar wieder Bilder machen und diese auch auf den Laptop entladen, doch
die Einstellungen funktionierten nicht mehr, kein Zoom, kein Löschen der Bilder, nichts.
Auf der Speicherkarte war nur noch Platz für ca. 55 Bilder.
Natürlich hatte mir dieses Missgeschick den Ausflug vermiest, trotzdem hatte dann  das
Schlendern und Einkaufen über den Gemüsemarkt Spaß gemacht.  Das auf einem
großen Schild angepriesene Internetcafe konnte leider keine Verbindung ins Internet
herstellen. Für 1,5 Mio. pro Stunde hätten wir  gerne unsere Mailbox aufgerufen und
dem Einen oder Anderen  Grüße aus Kleinasien geschickt. Von den ca. 10 älteren
PCs waren nur einer internetfähig, alle anderen wurden von Kindern zum Spielen genutzt.
2 Autos mit D-Schild, ES-Kennzeichen und türkischer Besatzung waren uns aufgefallen,
scheinbar Gastarbeiter auf Heimaturlaub.
In einem sehr westlich aussehenden Cafe, in dem sich westlich gekleidete Pärchen und
eine Gruppe Mädchen aufhielten, haben wir noch einen türkische Kaffee getrunken,
bevor wir mit orthopädischen Gesundheitssandalen (35,-Euro) und jeder Menge Gemüse

und Obst den Heimweg antraten.
Auf dem Campingplatz waren wir, nachdem die holländische Gruppe abgereist war, außer
einem älteren Pärchen aus Füssen, die mit VW-Bus und Wowa unterwegs waren, die einzigen
Gäste. Dies sollte auch die nächsten Tage der Fall sein.

Wetter:          34° Sonnenschein in Anamur, auf dem CP etwas weniger

     



26.  Reisetag         Sonntag      25.5.2003                                                  km 3263
 

Nach dem Frühstück war  ein Besuch der Burg Anamur angesagt. Per Pedes gingen wir an der
Hauptstrasse entlang zum Eingang der Burganlage und haben unseren Obolus von 2 Mio. pro
Person, unser 6 Jahre alter Christoph war wie immer frei, berappt.

    
In dem mit Wasser gefüllten Burggraben waren unzählige Wasserschildkröten und Frösche, wobei sich
letztere durch lautes Quaken bemerkbar machten. Die Burg ist teilweise noch sehr gut erhalten
und verführt dazu, irgendwelche steilen und gefährliche Treppen hochzusteigen. Vor allem wg. Chris
machten wir uns deshalb Sorgen und mussten ihn oft  davon abhalten. Die Aussicht aus den
Türmen war grandios und lohnte das anstrengende Hochkraxeln.

                        
Natürlich mussten wir uns die Moschee auf dem Burggelände anschauen, da von dem Minarett
ja meist 5 mal am Tag die Stimme des Muezzin, und dies schon morgens um 4:30 Uhr, zu unserem CP
herüberkam. Manfred und Christoph schlichen sich sogar durch die unverschlossene Eingangstür in die
Moschee, schlugen den Koran auf und fotografierten die Seite und anschließend das Innere der
Moschee.

                       

Auf dem Heimweg benutzten wir einen Trampelpfad, der von der Rückseite der Burg direkt
zu unserem CP führte. Tipp für die nächsten Burgbesucher: Den Pfad vom Strand nehmen und
Eintritt sparen. Allerdings waren die 2 Mio.  für die Restaurierung der Burg sicher gut angelegt.
Auf dem Pfad nach unten fanden wir eine Schildkröte, der wir das Leben retteten. Sie lag auf
dem Rücken und konnte sich aus dieser für sie misslichen Lage nicht mehr befreien. Nachdem
wir sie umdrehten, kroch sie eilig in das schützende hohe Gras.
Nach diesem kleinen Ausflug legten wir uns zu dritt in den Alkoven, und ich erzählte Christoph die
Geschichte von Robinson Crusoe, der er gespannt zuhörte, während Hilde einschlummerte.
Später wurden wir von dem CP-Besitzer überraschenderweise zum Kaffee eingeladen. Es gab
deutschen Kaffee und Erdbeerkuchen. Im Boden des Erdbeerkuchen waren Nussstückchen ver-
arbeitet, was ihn besonders schmackhaft machte. Christoph hatte drei dieser ohnehin schon doppelt
großen Stücke gemampft, mit anderen Worten: einen halben Kuchen hatte er vertilgt.
Wir erzählten lange mit den beiden Besitzern, wobei es manchmal schwer war, den sehr netten aber
schlecht deutsch sprechenden Mann, obwohl er über 30 Jahre in D gearbeitet hat, zu verstehen.
Abends verkrochen wir uns sehr früh ins Womo, da dieser unangenehmen starke Wind kaum auszuhalten
war.
Wetter:          Morgens mäßig warm da sehr windig, mittags bewölkt
                        und sehr kühl



27.  Reisetag         Montag      26.5.2003                                                   km 3263
 

Heute haben wir uns erholt und den CP nicht verlassen. Leider war es zu kalt und stürmisch, um
baden zu gehen. Mit dem Camperpaar aus Füssen habe ich mich lange unterhalten und sie
vor allem über ihre Anreise durch Tschechien, Slowakei, Rumänien und Bulgarien ausgefragt.
An all den Grenzen hätte es keine Probleme gegeben, allerdings wären einige CP in Rumänien,
die im ADAC-Camping-Führer von 2001 noch beschrieben wären, mittlerweile geschlossen.
Zweimal hätten sie an Tankstellen übernachtet und sich trotzdem immer sicher gefühlt.
Die Straßen durch Bulgarien wären extrem schlecht und auf der Rückreise wollten sie in
Rumänien am Schwarzen Meer noch einige Tage bleiben. Die Campingplätze dort würden erst zur

Hochsaison aufmachen.
Der Campingplatzbesitzerin haben wir gut schmeckende Erdbeeren für 1 Mio. TLR pro kg abgekauft,
von denen Chris mal wieder die meisten abbekommen hat. Zwar hatten wir die Erdbeeren mit unserem
gechlorten Wasser gewaschen, doch blieb immer die Angst vor Montezumas Rache, die  jedoch
auf dieser Reise zum Glück nie eintrat
Wetter:          23°  Morgens teils Sonnenschein, teils bewölkt,
                       starker Wind
     



28.  Reisetag         Dienstag      27.5.2003                                                  km 3417
 

Als wir kurz vor 10:00 Uhr den CP bezahlen wollten, um danach zu starten, waren die beiden
CP-Besitzer nicht da, wie sich später herausstellte, hatten sie einen Gerichtstermin wg. einer
überfahrenen Ziege. Erst kurz vor 11:00 Uhr kamen sie zurück. Nach dem Bezahlen verabschiedeten
sie uns überschwänglich mit Blumen und guten Wünschen.
Die ersten 20 km  fuhren wir über ebene Landstraßen, danach über Serpentinen mit Nadelöhrkurven
Manfred hatte Trouble, sowohl mit dem Bremspedal als auch mit Brigitte wg. aus ihrer Sicht gefährlichen
Überholmanövern, was natürlich auch eine Kritik an mich war, denn heute fuhr ich mit dem Womo
vorneweg und hatte ihn durch meine Überholmanöver indirekt  zu diesen Aktionen  verleitet.

Auf dem Platz angekommen lernten wir einen Kölner mit Münchener Kennzeichen kennen, der
sich durch ungeschicktes Stolpern beide Arme gebrochen hatte. Er hat über den Hergang des
Unfalls  und über die schlechte Qualität seines Carthago erzählt. Zwei Tage später sollten wir
ihn auf dem CP in Göröme wiedersehen. Ach ja, er hat auch über das schlechte Diesel in
Bulgarien geklagt und jedem Fahrer mit Common-Rail-Motor abgeraten, dort Diesel zu tanken,
da ansonsten nach spätestens  100 km der Motor defekt sei.

Fahrstrecke:  CP Paradise Anamur - D400 - Bozyasi - Silifke - Kizkalesi -
                        Kizkalesi Kervan Mocamp
Fahrzeit:         11:15 - 16:15
Wetter:          28-30° Sonnenschein, gegen Abend bewölkt
Üplatz:           Terrassenförmig angelegt, mit schattenspendenden Pinienbäumen
                        Felsstrand mit Leitern zum Badengehen ins Meer. Sanitäranlagen waren
                        Landesdurchschnitt, also ok. Für Kinder ist das Baden im Meer nicht
                        empfehlenswert. Übernachtungspreis: alles incl. 10,- Euro
                       



29.  Reisetag         Mittwoch     28.5.2003                                                  km 3417
 

Mit dem Pkw sind wir nach Kizkalesi zum Einkaufen gefahren. Wir hatten den größten Supermarkt
aufgesucht, der trotzdem eine unzureichende Auswahl hatte. Das Fleisch sah nicht sonderlich
frisch aus, das Gemüse war ziemlich vertrocknet und es gab weder Bier noch Wein. Letzteres
sollte uns  später, je weiter wir nach Osten kamen, in Supermärkten noch öfters passieren.
Da wir wg. des bewegten Meeres nicht schwimmen gehen konnten, verbrachten wir den Rest des
Tages mit Fußball, Schach  und anderen Spielen.
Gegen Abend konnten wir die angestrahlte Inselburg sowie die angestrahlte Festlandburg  beobachten.
Viele Schnaken im Freien, in den Toiletten und im Womo machten uns das Leben schwer, sowie eine
riesige Ameisenstraße zwischen Wowa und Womo, allerdings mit einem zum Glück weiter entfernten Ziel,
erweckte unser Misstrauen.

Wetter:          28-30° meist Sonnenschein,  teils jedoch bewölkt,
                        wie in Anamur weht auch hier ein mehr oder weniger
                        starker Wind.
                        



30.  Reisetag         Donnerstag  29.5.2003                                                 km3818
 

Die Fahrstrecke führte größtenteils über gut ausgebaute Straßen und Autobahnen,
nur ab und an Querrillen und selten Schlaglöcher. Die Landschaft war teils
steppenartig , öfter jedoch landwirtschaftlich genutzte Fläche soweit das Auge
reichte. Bevor wir auf dem CP Kaya Camping ankamen, waren wir im
CP Club Kaya Camping. Die Sanitäranlagen waren neu und wirklich vom besten,
jedoch Maschinenlärm von einer nahen Baustelle hat uns abgeschreckt und
zum Weiterfahren auf den  CP Kaya Camping Caravaning bewogen. Thanks God,
dieser Platz war die bedeutend bessere Alternative.
Nachdem  wir auf dem CP ankamen, unterhielten wir uns mit dem CP-Besitzer und
einem netten vielsprachigen Franzosen, der ein Stammgast auf dem CP ist,  über die
Sehenswürdigkeit der Umgebung und ließen danach unseren Plan, nach Kayseri zu fahren,
fallen. Außer einem Basar sollte es in Kayseri keine besonderen Sehenswürdigkeiten
geben, und Basare hatten wir bis dahin genug gesehen.
Ein holländischer Wowa-Fahrer erzählte uns, dass ihm beim Befahren einer extrem schlechten
Straße, die übersät war mit großen Schlaglöchern, weiter östlich in der Türkei ,  die
komplette Küche aus der Verankerung gerissen war. Manfred hatte es sich am nächsten Tage
angeschaut und bestätigt.

Fahrstrecke:   Kizkalesi Kervan Mocamp - Erdemli - hinter Tece auf
                         Autobahn - Pozanti - Uulukisla - E90 - Aksaray -
                         D300 - Nevsehir - vor Orthisar    CP Kaya Camping
                         Caravaning ADAC CF TR 551
Fahrzeit:         11:15 - 16:15
Wetter:          25° - 27° meist bewölkt, vereinzelt Sonnenschein, vereinzelte
                        Regentropfen, abends auf dem CP sehr kalt und mit leichten
                        Regenfällen.
Üplatz:          Schöner Platz mit Schwimmbad,  guten sanitären Anlagen
                        und hervorragendem Blick auf Tuffsteinlandschaft.
                        CP-Besitzer spricht gut deutsch und handelt mit Teppichen,
                        die er immer wieder versucht an den/die Mann/Frau zu bringen.
                        In dem in der Nähe liegenden Städtchen Ürgüb hat er sogar
                        einen Verkaufsladen sowie auf dem CP einen Verkaufsraum.
                        Campingplatzgebühren:  Einzelposten, für uns 9,-  Euro
      



31.  Reisetag         Freitag      30.5.2003                                                 km 3818
 

Morgens sind wir 800 m mit dem Pkw nach Göreme zum Open Air Museum gefahren
und haben uns die vielen in den Fels gehauenen Kirchen und Wohnungen angeschaut.
Sehr eindrucksvoll, selbst für Christoph.

      

                                                    

Danach sind wir nach Zelve, um uns die Feenkamine

 anzuschauen. Phantastisch, die Bilder sprechen für sich.

                                          

               
In Nevsehir haben wir unsere Vorräte in dem türkischen Supermarkt 'Begendik' aufgefüllt,
um anschließend dem Burgfelsen in Uchisar einen Besuch abzustatten. Wunderbarer Blick
über  die Tuffsteinlandschaft, muss man einfach gesehen haben.

        
Hier nutzte Christoph die Gelegenheit, das erste Mal auf einem Kamel zu reiten.

                                          
Auf dem Campingplatz hatten wir den Kölner mit M-Kennzeichen und die Starnberger
Zelter (Mutter und Sohn)  wiedergetroffen. Außerdem fanden sich im Laufe des Tages
zwei, auf dem Weg nach  Indien befindliche Campingbus-Fahrer und eine geführte
holländische Reisegruppe ein.
Abends war Christoph bei Brigitte und Manfred zum Essen eingeladen, welches er auch
genossen hat. Bei uns zwei  dagegen ging beim Essenkochen alles schief. Die Hähnchen-
schenkel wurden auf dem kleinen Gaz-Partygrill bei den niedrigen Außentemperaturen und dem
starken kalten Wind einfach nicht gar. Das anschließende Braten in der Pfanne im Womo brachte auch
nicht mehr das gewünschte Ergebnis, zudem hatte der türkische Reis die Konsistenz
und den Geschmack von deutschem  Milchreis. Und ich mag nun mal keinen Milchreis :-(((
Nach dem abschließenden Zum-Bett-Geh-Wein war ich  wieder besänftigt.

Wetter:          13° - 18° bewölkt, vereinzelt Sonnenschein, vereinzelte
                        Regentropfen, abends auf dem CP ziemlich kalt und windig



32.  Reisetag         Samstag      31.5.2003                                                   km 3818
 
 

Morgens fuhren wir mit dem Pkw nach Derinkuyu, um die dortige unterirdische
Stadt zu besichtigen. Da zufällig Samstag war, trafen wir auf mehrere türkische Schul-
klassen und massig türkische Touristen, so dass der Einstieg in die Unterwelt sehr

stockend verlief.
Wenn man in Kappadokien ist, sollte der Ausflug hierher Pflicht sein. Wiederum

hat die Höhlenkraxelei Christoph den meisten Spaß gemacht,  während ich mich

in den niedrigen Gängen oft nur noch auf  Knien vorwärts bewegen konnte.

                          

Anschließend sind wir in dem Örtchen über den Gemüsemarkt geschlendert, haben
einiges eingekauft und wurden wieder einmal von einem netten älteren, deutsch-
sprechenden Türken angesprochen. Er hatte bis zu seiner Rente in D gearbeitet und
verbringt nun  in seiner Heimatstadt seinen Lebensabend. Mit einem Händedruck
verabschiedete er sich,  in dem Gefühl der Verbundenheit .

                           
Nach dem Kauf von Nüssen in Honig, lecker, fuhren wir Richtung Taskinpasa auf
unserer Rundfahrt weiter. Auf der 805 hatten wir einen schönen Blick auf Tuffstein-
häuser und Tuffsteinhöhlen. Als ein braunes Schild (Schilder die auf Sehenswürdigkeiten
hinweisen sind braun) auf Soganli hinwies, nahmen wir die Straße und kamen in
eine atemberaubend schöne Landschaft. Wir kamen durch ein ärmliches Dorf,
in dem Schafe und Ziegen über die Straße geführt wurden und die Kinder mit
primitiv selbstgebastelten Skateboards auf der Straße spielten. Aber sie schienen auf

ihren Besitz sehr stolz zu sein.

     
Während der Fahrt hielten wir einfach am Straßenrand an und schauten uns Felswohnungen
an, wobei wir sogar eine ehemalige Kirche ausfindig machten.

                                               

Kurz vor Soganli  mussten wir vor einer Schranke halten, um pro Person

 2  Mio. TLR für die Besichtigung des Städtchens zu bezahlen. Da wir überzeugt waren,

schon während der Fahrt das meiste gesehen zu haben, sind wir umgedreht und

 Richtung Ürgüp gefahren. Auch auf der weiteren Strecke genossen wir  noch weiter

das herrliche Panorama mit Tuffsteinkegel und Tuffsteinhöhlen.
Nach einem kurzen Aufenthalt in dem netten Touristenstädtchen Ürgüp und Kauf von
Wein aus Kappadokien sowie Probieren von türkischen gefüllten Teigwaren, lecker und

dafür auch noch total billig, sind wir zu unserem CP zurückgefahren.
Fahrstrecke:   Nevsehir- Derinkuyu (8-stöckige unterirdische
mit Pkw           Höhlenanlage) - Golcük 765 - 805 - Yesilhisar -
                        Soganli - Taskinpasa - Ürgüp - Ortahisar - CP
Wetter:           morgens 10,5° mittags13° - 17° bewölkt, windig
                        mit Regenschauern, abends trocken aber kühl,
                        Nachttemperatur:   7,5° Celsius



33.  Reisetag         Sonntag      01.6.2003                                                   km 4089
 
 

Fast auf der ganzen Fahrt kamen wir an ausgedehnten Getreidefeldern und Wiesen
mit Rinderherden vorbei. Auf dem Weg nach Ankara fanden wir größtenteils gut

 ausgebaute Straßen  vor.
Am CP angekommen, gingen wir gleich auf Erkundungstour. Vom CP führten steile Treppen hoch
bis zu einer schönen Parkanlage mit Picknickplätzen. Sonntags, gerade bei diesem schönen
Wetter, waren fast alle Rasenflächen von erholungssuchenden Türken belegt.

 Der Stausee hat uns nicht gerade beeindruckt, denn er war sehr dreckig und hatte
einen niedrigen Wasserstand. Das Schwimmbad war geschlossen und wurde renoviert,
aber eine ältere Frau an einem Stand, die dort Fladenbrot buk und verkaufte, erweckte unsere
Aufmerksamkeit. Wir kauften uns eines der frischgebackenen heißen Fladenbrote.

 Das beste Fladenbrot ,das ich je gegessen hatte und übrigens das einzige, das uns in der Türkei angeboten wurde.
Fahrstrecke:   CP Kaya Caravaning Camping - Nevsehir - Kirsehir -
                         Keskin - Kirikkale - Elmadag - Ankara - Campingplatz
                         D.I.S. Camping  (ehemaliges Bayindir Baraji Camping
                         TR 170 ADAC)
 Fahrzeit:       9:00 - 13:00
Wetter:         morgens 11° auf CP Kaya, mittags auf CP in Ankara 21° und
                      Sonnenschein
Üplatz:         Für eine Übernachtung o.k., mit hohen Bäumen am Anfang,
                      etwas weiter hinten größerer Platz ohne Bäume für größere
                      Gruppen. Sanitäranlagen sehr einfach, Gasboiler musste von
                      Personal extra für uns angemacht werden. Über steile Treppe erreicht
                      man Stausee, Schwimmbad und Picknick-Parkanlage
                      mit Kiosk und Restaurant.
                      Von Elmadag kommend unter der Autobahnbrücke durch,
                      danach U-turn, direkt neben Türkpetrol Tankstelle ist die
                      Einfahrt zum CP.
                      CP-Preise:  pro Person 5 Mio.TLR, Womo 5 Mio. TLR, Strom:
                       5 Mio. TLR, Für uns 20 Mio. entspricht etwa 11,- Euro

                       



 
 

34. Reisetag         Montag      02.6.2003                                                   km4377
 
 

Der Reisetag begann wie so oft  mit Aufstehen um 7:30 und der Abreise um 9:00.
Sind am Anfang durch größtenteils landwirtschaftlich genutzte Flächen gefahren. Vor
Akcakoca wurde es bergig mit bewaldeten grünen Hängen. Von über 1000m NN
fuhren wir auf 1500m NN, um dann auf 30m NN  auf dem CP anzukommen.
Kurz vor Akcakoca sahen wir einen Stand mit Honigverkauf. Obwohl wir im
Reiseführer auf den teuren Honig in dieser Gegend hingewiesen wurden, waren
uns 15 Mio. TLR für ca. 800g Honig zu teuer. Später bekamen wir von unserem
CP-Besitzer gesagt, dass dieser Betrag für den Chestnut-honey (Edelkastanien
-Honig), der in der Türkei als gesundheitsfördernd angesehen wird, durchaus üblich
ist, ohne dass wir als Touristen abgezockt werden sollten.
Abends haben wir einen längeren Spaziergang in die Innenstand von Akcakoca
unternommen und uns die Geschäfte und Supermärkte angesehen.

Fahrstrecke:  D.I.S. Camping Ankara - Autobahn E89 - Balu - Düsce -
                        Konüralp - Kabalak - Akcakoca - CP Tezel (ADAC TR155)
Fahrzeit:        9:00 - 13:30
Wetter:          28° Sonnenschein während der ganzen Fahrt
Üplatz:         Terrassenförmig angelegt, wobei nur die obersten beiden für Womo
                       oder Wowa ausgelegt sind (6-7 Einheiten), Sanitärein-
                       richtungen ok, Ausblick direkt aufs Meer, steile Treppe führt
                       zum Meer mit Felsen. Schwimmen eigentlich nicht möglich,
                       glitschige Felsen und Wasser voller Algen, Wassertemperatur
                       schätzungsweise 16° - 17°,  freilaufende Hasen und Enten.
                       Sehr netter englisch sprechender CP-Besitzer ist pensionierter
                       Lehrer.

       



35.  Reisetag         Dienstag      03.6.2003                                                  km 4377
 
 

Morgens fuhr Manfred mit mir mit dem Pkw  in die Innenstadt von Akcakoca, um
frischen Fisch einzukaufen. Nach langem Suchen fanden wir endlich einen Parkplatz und

nach noch längerem Suchen  keinen frischen Fisch. Bei  2 Fischläden waren wir uns

nicht sicher, ob der Fisch wirklich frisch war, oder ob dieser noch von Samstag stammte.

Also haben wir entschieden, uns nach Voranmeldung bei dem CP-Besitzer, in dessen

 Restaurant  am nächsten Tag wirklich frischen Fisch auftischen zu lassen.
Am Nachmittag sind  alle anderen ins Städtchen zum Markt, außer mir  ;-), denn
ich wollte wirklich mal meine Ruhe haben und nur so rumsitzen - zusammen mit den
Entenküken, die sich um unser Womo aufhielten.
Chris hat sich abends immer riesig über das Hasen- und Entenkükenfangen, bei dem er
mithelfen durfte, gefreut. Anschließend hat der CP-Angestellte mit Christoph Fußball
gespielt, wobei der Angestellte mehrmals dem Ball die Treppen hinunter meerwärts nachlaufen
mußte.

Wetter:          Mitte 20° angenehm warm, Sonnenschein



 
 

36.  Reisetag         Mittwoch     04.6.2003                                                  km 4377
 
 

Obwohl ich Vorfreude auf den erlebnisreichen Tag hatte, schaffte es Hilde, mich heute
sauer zu fahren :-((( . Tja, soll ja überall mal vorkommen.
Mittags um 14:00 fuhr uns der CP-Besitzer an den  Hafen zu einem Fischkutter. Wir
hatten nämlich am Vortag einen Bootsausflug an der Küste mit anschließendem Angeln
bei ihm gebucht. Der Fischer fuhr uns mit seinem alten Kutter, auf dem wir teils liegend
teils sitzend in der prallen Sonne schmorten, an der wirklich schönen Küste
entlang. Nachdem er gewendet hatte und schon etwas weiter draußen vor dem Hafen
lag, schaltete er den Motor aus, und Angeln war angesagt.

Christoph durfte abwechselnd mit Manfred die Angel halten, während der Fischer eine
einfache Angelschnur mit Haken zum Fischen benutzte. Das Ergebnis mit 7 gefangenen
kleinen Fischen konnte sich sehen lassen. Am Nächsten Tag wurden die Fische von
Manfred ausgenommen und gebraten. Christoph hat 3 Fische verdrückt.

          
 

                             
Abends sind wir alle zusammen ins Restaurant auf dem Platz zu unserem vorbestellten
Dinner gegangen. Wir waren die einzigen Gäste und unser Koch bzw. CP-Besitzer
konnte sich alleine uns widmen. Es konnte sich sehen lassen, was er uns vorsetzte.
Vorspeise:       türk. Bohnensalat
                       türk. gemischter Salat
                       Endiviensalat in Zitronensaft gestellt
                       Teigrollen mit Schafskäse gefüllt
Hauptgerichte: gegrillte Sardinen
                       gegrillte frische Makrelen
Nachspeise:    Walderdbeeren
                       mirabellengroße grüne Früchte, keine Ahnung wie die heißen.
dazu tranken wir 2 Flaschen trockenen Wein der Marke KERVAY
mit türkischem Kaffee beendeten wir das köstliche Mahl.

Wetter:          22° - 26° Sonnenschein, morgens leicht bewölkt



37.  Reisetag         Donnerstag  05.6.2003                                                  km 4377
 
 

Mit Christoph habe ich einen Spaziergang zu dem nahegelegenen Sandstrand
unternommen, Schwimmen gehen war dort wg. des starken Windes und im dadurch aufgewühltem
Meer leider nicht möglich. Nachmittags hat der CP-Besitzer Manfred und mich zu einem Kaffee

 eingeladen, um dabei ein wenig zu erzählen und zu diskutieren (unter Männern). Der Ex-Lehrer

 zeigte dabei ein fundiertes Wissen über politische Zusammenhänge in der Welt und natürlich

 besonders über die Türkei. Er zeigte uns in der lokalen  Zeitung  Artikel, die von ihm als aktivem

Umweltschützer geschrieben wurden. Den ganzen Diskussionsverlauf hier niederzuschreiben, ist
sicherlich nicht nötig, doch fand ich unser Gespräch sehr anregend und lehrreich.
Der Tag endete mit dem allabendlichen Hasenfangen, an dem sich alle Männer, nicht nur
Christoph beteiligten.

Wetter:           Sonnenschein, warm, jedoch starker ungemütlicher Wind

                        



38.  Reisetag         Freitag      06.6.2003                                                      km 4767
 

Auf der Fahrt hatte uns außer der schönen abwechslungsreichen Landschaft besonders
der Blick von der Bosporus-Brücke beeindruckt. Vorbei an Istanbuler Vorstädten mit
imponierenden Hochhäusern.
An der Autobahnmautstelle Mahmutbey in Istanbul wollten Halbwüchsige beim Ticketziehen
10 Mio. TLR für die Weiterfahrt nach Edirne ergaunern. Erst nach selbstbewussten Auftreten und
lauter Erkundigung nach Polizei (Where is the police ?) haben sie aufgegeben.
Als wir an Yeniciftlik vorbei waren, suchten wir auf der linken Seite nach dem CP. Als wir
das alte unscheinbare Schild endlich entdeckten, waren wir schon daran vorbei.  Da wir ohnehin langsam

fuhren und 50m weiter auf der linken Seite ein Wendeplatz war, schaute ich in den Spiegel,
sah die kleine Autoschlange hinter uns, setzte den Blinker, wiederholte den Blick in den Spiegel
und scherte nach links zum Wenden aus. Mit den Vorderrädern am Platz angekommen,
hörte ich ein Hupen und starkes Quietschen von Reifen.
Manfred erzählte uns später am Platz, ein türkischer Lkw hätte die komplette Autoschlange
überholt, darauf gehofft, dass wir schneller auf den Wendeplatz eingefahren wären. Erst
sehr spät hatte er eine Vollbremsung mit qualmenden Bremsen unternommen und ist gerade mal
5-6m vor unserem Womo zum Stehen gekommen. Nicht auszudenken was passiert wäre .......
Der Campingplatz war seit 4 Jahren geschlossen und ungern hatte der Besitzer uns übernachten
lassen. Bauarbeiter errichteten gerade neue  Blockhütten und renovierten, dabei sind uns
mindestens 2 bulgarische Gastarbeiter  aufgefallen (die sind bestimmt billiger!).
Fahrstrecke:  CP Tezel Akcakoca - Düzce - Autobahn E80 -
                        Istanbul - Abfahrt hinter Silivri - Yeniciftlik -
                        eigentlich geschlossener CP Dalcik Camping
Fahrzeit:         9:00 - 14:30 Uhr
Wetter:          Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen
Üplatz:          Zwischen Hauptstraße und Meer gelegener Platz,
                        kleiner ungepflegter Strand mit stinkendem Meer,
                        Toiletten notdürftig hergerichtet wg. Bauarbeiter
                        auf dem Platz. Haben 2,5 Mio. TLR bezahlt.
                        Deutschsprechender Besitzer sagte uns, der Platz
                        wäre seit 4 Jahren geschlossen, da seit Jugoslawien-
                        Krise nur noch wenige europäische Gäste kommen.
                        



39.  Reisetag         Samstag      07.6.2003                                                    km 4941
 

Auf ausreichend guten Straßen kamen wir an die Grenze. In einer halben
Stunde waren wir durch. Im Duty Free Shop haben wir unsere restlichen
Lira ausgegeben. An alle Raucher:  Eine Stange Winston kostet 7,- Euro
Auf der griechischen Seite mussten wir doch tatsächlich durch eine
Desinfektionsanlage durchfahren.
Fahrstrecke:  Yeniciftlik - Tekirdag - Kesan - Grenzübergang
                        TR - GR - Alexandropolis - CP Alexandropolis
                        Camping
Fahrzeit:         9:00 - 13:00 Uhr
Wetter:          Sonnenschein bei angenehmen warm,
                        Meerwassertemperatur 22-24°
Üplatz:           CP haben wir schon bei der Hinfahrt beschrieben,
                       immer noch saubere Sanitäranlagen, schöner
                        Strand und Stellplätze, jedoch schon um 16:30
                        Schnakenstiche
                      



40.  Reisetag         Sonntag      08.6.2003                                                    km 4941
 
 

Badetag.  Am Abend mit Brigitte und Manfred unsere letzten Flasche Pfälzer Wein
niedergemacht, wollten den nicht wieder mit nach Hause nehmen. Trotz unseres
türkischen Autans bekamen wir Schnakenstiche. SINKOV wirkt scheinbar nur bei
türkischen und nicht bei griechischen Schnaken ;-)))

Wetter:          30°  und Sonnenschein



41.  Reisetag         Montag      09.6.2003                                                    km 4941
 
 

Morgens sind wir mit dem Pkw zum Supermarkt Cosmos (in Alexandropolis
am Ausgang Richtung TR rechts, ist sehr teuer) und anschließend zum Lidl einkaufen
gefahren, ansonsten wieder B a d e t a g .  Zum letzten Mal in diesem Urlaub haben
wir mit Brigitte und Manfred abends zusammen gesessen und uns über den harmonisch
verlaufenen, wunderschönen gemeinsamen Türkeiurlaub unterhalten und in Gedanken
den nächsten Urlaub ins Auge gefasst.

Wetter:          ca.30°  und Sonnenschein



42.  Reisetag         Dienstag      10.6.2003                                                   km 5353
 

Die Fahrt ging überwiegend über die Autobahn oder gut ausgebaute Straßen.
Das erste Mal während des gesamten Urlaubs, dass wir in eine Straßen-
kontrolle kamen und unsere Pässe vorzeigen mussten. Die Parkbuchten waren
alle total verdreckt, Plastikflaschen, Alubecher, Plastiktüten und ein teilweise
erbärmlicher Gestank verleidete einem die Ruhepause - solch eine Erfahrung

hatten wir in der Türkei nicht gemacht, Gegen Ende unserer Fahrt haben wir

den Campingplatz Poseidon gesucht, der im ADAC-Campingplatzführer beschrieben

war, und anfänglich sind  wir  auch den Hinweisschildern gefolgt, die uns irgendwann

 in die Irre führten. Voller Ärger über die desolate Schilderführung und genauso

schlechte ADAC-Wegbeschreibung, sind wir in den äußerlich ansprechenden

CP Heraklia am Fuße des Olymp, gefahren und haben dies nicht bereut.
Am späten Nachmittag haben wir die Gelegenheit zum Baden im Meer
genutzt. Nach dem abendlichen Gläschen Wein ist Hilde in den Alkoven
zum Schlafen geklettert, während ich noch eine ganze Weile vor dem
Womo gedankenversunken in die Nacht lauschte.
Fahrstrecke:  CP Alexandropolis Camping - Kavala - Thessaloniki -
                        Katerini - Pantaleimonas - CP Heraklia
Fahrzeit:         9:00 - 15:30 Uhr
Wetter:          30°+Sonnenschein, sehr warm kaum Wind
Üplatz:          Saubere Sanitäranlagen, schöner Sand/Kieselstrand,
                        sehr sauberes Meerwasser, überwiegend Schatten-
                        Plätze, Waschmaschine, am Olympos Beach,
                        15,- Euro incl. Strom  // empfehlenswert //
                         Juli und August großer Andrang, sollte reserviert
                         werden.
     



43.  Reisetag         Mittwoch     11.6.2003                                                   km 5499
 
 

Wir fuhren größtenteils über gutausgebaute Straßen in flachem Gelände. Auf
der Autobahn von Thessaloniki nach Larissa gab es sehr oft Baustellen.
Bei der Ankunft auf dem CP haben wir uns einen schattigen Stellplatz
direkt am Pool ausgesucht, damit wir Chris beim Schwimmen unter
ständiger Beobachtung von unserem Stellplatz aus hatten.
Er war fast den ganzen restlichen Tag im und um den Pool.

Fahrstrecke:  CP Heraklia - Larissa - 4te Ausfahrt Larissa Richtung
                        Trikala - Trikala - Kalambaka - Beschilderung CP
                        Vrachos Kastraki - CP Vrachos
Fahrzeit:         10:15 - 12:45 Uhr
Wetter:          30°+Sonnenschein, in der Sonne drückend warm
Üplatz:          Sanitäranlagen sehr gut, sehr sauber, sehr freundliches
                        Personal, viele schattige Plätze, mit Schwimmbad,
                        herrlicher Blick auf die Meteora Klöster.
                      Pauschalpreis 16,- Euro incl. Strom.
      



44.  Reisetag         Donnerstag  12.6.2003                                                  km 5711
 
 

Die Fahrt ging die gesamten 212 km über Serpentinen bei großer Hitze nach
Igoumenitsa. 5 Stunden Fahrtzeit für diese Strecke sprechen für sich. Auf dem
Parkplatz vor der Einfahrt zur Fährhafen stellten wir uns neben ein anderes
deutsches Womo. Gegenüber der Hauptstraße fand ich ein Minoan-Büro,
in dem ich uns anmeldete und ein grünes Minoan-Schild mit Zielhafen Venedig
bekam.
Zurück am Womo hielten wir uns auf den Campingstühlen im spärlichen Schatten
des Womo's auf und lasen in der soeben erworbenen Süddeutschen. und im
Spiegel. Nach und nach wuchs die Anzahl der Womos um uns herum.
Natürlich wurde untereinander viel erzählt über den fast vergangenen Urlaub, über Womos,
Gott und die Welt. Es wurde eine kurze und laute Nacht, da bis nach Mitternacht Fähren
ankamen und wieder abfuhren, mit all den Entlade- und Ladegeräuschen, die dabei
anfielen. Die Hitze, die sich selbst nachts kaum abbaute, gab ihr Scherflein dazu.
Natürlich waren die Fahrerhaustürketten angelegt, das zusätzliche Sicherheitsschloss
geschlossen, das Gasalarmgerät eingeschaltet, Pfefferspray und stabile Stableuchte
greifbar.
Fahrstrecke:  CP Vrachos - Kastraki - Kalambaka - Metsovo -
                        Ionnina - Igoumenitsa - Fährhafen New Port
Fahrzeit:         11:00 - 16:00 Uhr
Wetter:          33°+Sonnenschein, sehr heißer Tag
Üplatz:          Parkplatz Fährhafen New Port

       



45.  Reisetag         Freitag      13.6.2003                                                       km 5711
 

Bin um 6:00 Uhr aufgestanden, gegen 8:30 Uhr fahren wir aufs Fährgelände,
8:50 Uhr kam die Fähre, um 9:00 wurde aufgeladen und ziemlich pünktlich
um 10:00 legte die Fähre ab.
Wir fuhren mit der Ikarus Palace. Christoph war sehr enttäuscht über das
wasserleere Schwimmbad, das jedoch nachmittags gefüllt wurde.
Für Christoph war die Welt wieder in Ordnung und er verbrachte die meiste
 Zeit am Nachmittag im und um den Swimmingpool.
Auf dem Camperdeck war es sehr warm und im Womo  bei dieser Hitze
kein Mittagsschläfchen möglich.
Trotz der hohen Preise trinken wir an der Bar beim Swimmingpool einen
Espresso 2,- Euro und 1 Bier 0,4l 3,20 Euro.
Ein Reisegast aus Patras erzählte mir, sie seien schon seit 0:30 unterwegs, und
wären über Korfu gefahren.

Wetter:          über 30° am Morgen, Sonnenschein, um
                         22:00 Uhr noch 31° im Womo, die Hitze
                         ist fast unerträglich. Da soll man auch
                         noch schlafen ?



46.  Reisetag         Samstag      14.6.2003                                                    km 6355
 

Schon um 5:30 waren Hilde und ich wach, während Christoph noch
lange weiterschlief. Die Fähre kam verspätet in Venedig an und wir
hatten das Pech bei den Letzten zu sein, die die Fähre verlassen konnten.
Durch Kontrollen an der Ausfahrt vom Fährhafen kam es zu Staus, die alles
noch mehr verzögerten. Um 9:00 konnten wir endlich die Fahrt aufnehmen.
Eigentlich wäre ich gerne so schnell wie möglich auf direktem Weg durch
den St.-Gotthard-Tunnel nach D gefahren, doch Hilde bestand  darauf,
nochmals möglichst bei Lidl in Italien einkaufen zu fahren, und über den
St. Bernardino zu fahren.
Zwar haben wir in irgend einer kleinen  Stadt die Autobahn verlassen, doch
haben wir weder einen Lidl noch einen anderen Supermarkt gefunden, an
dem wir mit unserem Womo parken konnten.
Da ich letzte Nacht sehr wenig schlafen konnte, war ich bei der herrschenden
Hitze ziemlich gereizt, als Hilde darauf bestand durch den St. Bernardino-Tunnel zu
fahren.  Die Strecke mit vielen Tunnels und Kurven verlangte mir große
Anstrengungen und Schweiß ab. Doch zuvor standen wir erst mal von Como bis

zur Schweizer Grenze im Stau. Wir vermuteten als Ursache das
erhöhte Verkehrsaufkommen wegen der zuende gehenden Pfingstferien
in Bayern und Baden Würtemberg
Der St.-Bernardino-Tunnel machte auf uns einen sehr alten und unsicheren

Eindruck. Der erste Teil des Tunnels wurde gerade renoviert, und die Fluchttüren

schienen mir nicht zugänglich zu sein. Die Abgase standen im Tunnel und erhöhten

das ohnehin ungute Gefühl, durch diesen Tunnel zu fahren. Das Panorama auf die

Berge und umliegende Landschaft hingegen war schon grandios, doch wie schon

erwähnt, ich war unausgeschlafen und gereizt. Die stockende Fahrt durch Zürich

trug außerdem nicht dazu bei, meine Stimmung zu verbessern. Nach über 10  Stunden Fahrt

mit nur kurzen Pausen erreichten wir letztendlich unseren Stellplatz in Bad Säckingen.
Nach dem Einlaufbier und einer Zigarette ging es mir sofort wieder besser.
Bei den Womo-Nachbarn holten wir uns kurze Infos über das Städtchen
und spazierten in die Innenstadt, in der wir einen Einheimischen nach
einem Restaurant fragten, in dem es gute Schnitzel mit Pommes gab.
Als Antwort bekamen wir den 'Kater Hiddigeigei' mit Wegbeschreibung.
Dort sollten wir im Biergarten seit 7 langen Wochen wieder das erste
Schnitzel mit Pommes Frites und gemischtem Salat essen ;-)))
Der anschließende Verdauungsspaziergang führte uns zu der längsten gedeckten

Holzbrücke Europas, die mit ca. 200m Länge die Schweizer Rheinseite

mit der Deutschen verbindet.
Nach dem anstrengenden Fahrtag fiel es uns anschließend leicht, im Womo

unseren verdienten Schlaf zu finden.

Fahrstrecke:   Fährhafen Venedig - Padua - Mailand -
                        Como - San Bernadino - Zürich -
                        Bad Säckingen - Stellplatz am Festplatz
                        Autobahngebühr: 12,50 1,- und 1,50 Euro
Fahrzeit:         11:00 - 19:30 Uhr
Wetter:          34°ab 9:00 morgens, Sonnenschein,
                        in Schweiz leichte Abkühlung und
                        Gewitter mit Regenschauern.
Üplatz:          Stellplatz am Festplatz, ruhig, nahe
                        Innenstadt und Rhein mit  berühmter
                        Brücke, Toilette und Ent- und Ver-
                        sorgungsmöglichkeit vorhanden,
                        Kostenlos
                        



47.  Reisetag         Sonntag      15.6.2003                                                     km 6691
 

So schnell wie möglich sind wir die letzten 337 km nach Hause gefahren.
Die Tachonadel stand überwiegend bei 110 - 120 km/h.
Fahrstrecke:   Bad Säckingen - Autobahn Basel/Frankfurt -
                         Darmstadt - Groß Gerau - Trebur
Fahrzeit:         10:00 - 14:00 Uhr
Wetter:           30°,Sonnenschein
Üplatz:            Schlafzimmer im eigenen Haus in Trebur   :-)))



 
 

Wissenswertes, Tipps und Hinweise:
 
 

- Umrechnungskurs  1 Euro  - ca. 1,70 Mio. türk. Lira
 
 

- fast  an jeder Tankstelle in der Türkei kann mit Kreditkarte bezahlt werden
 
 

- gut ausgebautes Tankstellennetz
 
 

- Dieselpreise wie in Deutschland, 1,40 - 1,45  TLR     0,82 - 0,85 Euro
 
 

- No-name-Tankstellen würde ich mit einem Common-Rail-Motor nicht aufsuchen
 
 

- Straßen sind überwiegend  im guten, wenige in sehr schlechtem Zustand.
 
 

- Autobahnmaut ist sehr günstig, zwischen 1 Mio - 2,5 Mio TLR,  0,60 - 1,50 Euro
 
 

- Vorsicht  !!!   An der Automautstelle MAHMUTBEY  Höhe Istanbul am Ticket-
   automaten versuchen junge Betrüger Westtouristen abzuzocken und verlangen Maut-
   gebühren über 10 Mio. Lira. Erst nach lautem Rufen nach der 'POLICE'  geben sie auf.
   Lieber ohne Ziehen eines Tickets durchfahren, da in diesem Fall ohnehin die größte
   Entfernung beim Bezahlen  an der Zielmautstelle angenommen wird.
 
 

- Frisches Brot (Weißbrot,  'Ekmek') gibt es fast überall,  Fladenbrot fanden wir nur
  ein einziges Mal ! während unserer Reise durch die Türkei
 
 

- Supermarktketten in der Türkei sind:
   BIM            vergleichbar mit LIDL, keine Frischprodukte
   TANSAS    große Auswahl, sehr gute Qualität, Frischprodukte,  teuer.
   MIGROS    große Auswahl, sehr gute Qualität, Frischprodukte, teuer
   andere türkische Supermärkte haben oftmals auch sehr gutes Angebot
 
 

-  in BIM, TANSAS und MIGROS kann mit Kreditkarte bezahlt werden
 
 

- Medikamente z.B. Aspirin, Fußpilzcreme, Schnakenspray(ähnlich Autan) sehr günstig
 
 

- Weltempfänger mitnehmen, da es außer in Touristenhochburgen und ROBINSON-Clubs
   keine deutsche Presse gibt  ( Deutsche Welle KW2 17,845 MHZ)
 
 

- Sehenswürdigkeiten auch für Kinder interessant (Pamukkale,Kappadokien,Troja,
  Ephesus, Burgen)
 
 

- Eintrittsgelder können oft nur in Lira bezahlt werden und sind teilweise sehr hoch,
   bis 10,- Euro, deshalb vorher mit ausreichend Lira versorgen, so 200 000 000,- Lira
   reichen für den Anfang  ;-)
 
 

-  Guter Wein ist Wein der  Marke 'KAVAK' und 'KERVAY'  sowie insgesamt der
   Wein aus Kappadokien und Pamukkale.
 
 

- Wir hatten den Eindruck, es wird dankbar aufgenommen, wenn man in der Öffentlichkeit

   lange  Hosen sowie Oberteil mit  Ärmeln trägt. Dies gilt für Männlein wie Weiblein.
 
 

-  In GR hatten wir manchmal Probleme, eine Tankstelle, die Kreditkarten akzeptiert, zu finden,
   dafür ist Diesel besonders günstig  0,56 - 0,71 Euro
 
 

- Einen Teppich haben wir nicht gekauft. Zwar haben wir wirklich schöne in Kappadokien

   gesehen, aber es ist sehr schwer für einen Laien, den tatsächlichen Wert auch nur annähernd

   richtig einzuschätzen
 
 

- Der Goldschmuck in der TR ist sehr schön, wobei auch hier Handeln Pflicht ist und

   außerdem Spaß macht.
 
 
 

Preise in der Türkei:               Umrechnungskurs:  1 Euro   ca. 1,70 Mio. TLR
 
 

Gebühr Grenze GR - TR  pro Fahrzeug      8,- Euro
Eintritt Troja pro Person                             7,-Euro
Brot                                                           250.000,- TLR
Autobahngebühr Womo                             1 Mio. -> 2,5 Mio. TLR
Eintritt Ephesus                                          15 Mio. TLR
Campingplätze                                            6,- bis 15,- Euro
Eintritt Pamukkale                                      5 Mio TLR
Briefmarke Deutschland                             100.000,- TLR
Ansichtskarte                                             100.000,- bis 500.000,- TLR
Dose EFES Bier                                        1,25 Mio TLR
Flasche Raki                                              12,5 Mio. TLR
Aspirin                                                       1,12 Mio. TLR
SIN KOV (türk. Autan)                             2,7 Mio. TLR
Canesten (Antimykotikum)                         2,12 Mio. TLR
Zigaretten Stange (Winston,LM)                10 Mio. -12,- Mio. TLR
Fisch Doraden am Fischmarkt 1 kg            11 Mio.
Haareschneiden Mann                                5,- Euro
Gemüsemarkt:  1 kg Erbsen                        1 Mio. TLR
 Anamur           1 kg Gurken                       250.000 TLR
                        1 kg Zuccini                        500.000 TLR
                        1 kg Tomaten                     650.000 TLR
                        1 kg Aprikosen                   2 Mio. TLR
Eintritt Open Air Museum Göreme              12 Mio. TLR
Eintitt Burgfelsen Uchisar                             2 Mio. TLR
Eintritt Unterirdische Stadt Derinkuyu          10 Mio. TLR
Markt Akcakoca  1 kg Wilderdbeeren        4 Mio. TLR
Wein aus Kappadokien                               5 Mio. TLR  -->  ....TLR