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Tony Hawk's Pro Skater III
Nach unzähligen Konsolenauftritten (u.a. für Xbox, GCN und PS2) landete nun endlich die Vollversion zu "Tony Hawk's Pro
Skater 3" auf unserem Tisch. Nachdem ich die Demo bereits letzte Woche ausführlich gespielt hatte, waren meine Erwartungen
an die Vollversion relativ hoch. Und "gearbox" haben mich nicht enttäuscht!
Tony der Falke Der mittlerweile
34-jährige Kalifornier (geboren in Carlsbad) ist ein echtes Multitalent. Seit über 20 Jahren fährt er jetzt professionell
Skateboard und wurde zum Idol einer ganzen Jugendbewegung. Aber nicht nur als Skater ist Tony erfolgreich. So besitzt
er sein eigenes Klamotten-Label ("Hawk Clothing"), baut Skater-Parks um die Kids von der Straße zu holen mit seiner "Tony
Hawk Foundation", bringt seine eigenen Schuhe auf den Markt ("Hawk Shoes"), ist CEO von "Birdhouse Skateboards" und nebenbei
noch Vater von zwei Knaben. Wenn man mit so einer Bio dann auch noch fantastischen Skaten kann und u.a. so Tricks wie
den "900" oder den "Rock and Roll" (den Skate-Trick wohlgemerkt, nicht die Musikrichtung :) erfunden hat, dann steht einem
eigenen Spiel eigentlich nicht mehr viel im Weg. Wahrscheinlich hätte Tony Hawk auch polnische Tupperware oder Hämorrhoiden-Creme
verkaufen können und es wäre erfolgreich geworden...
Das Spiel Spielerisch hat sich wenig getan, aber ähnlich
wie bei "THPS" zu "THPS 2" ist es "Activision" wieder geglückt, ein sinnvolles neues Features einzubauen: Die sogenannten
Reverts. Kurz bevor Ihr auf dem Boden landet, müsst Ihr einfach die Revert-Taste drücken (Schultertasten). Habt Ihr richtigt
getimed, erscheint der Schriftzug "Landetricks" auf dem Bildschirm und Ihr könnt einen weiteren Trick mit Multiplikator dransetzen.
Was sich zunächst unspektakulär anhört, entwickelt sich in der Praxis zu einer vergleichbaren Revolution wie die Manuals,
die seiner Zeit das herausragende Feature für "THPS2" waren. Durch die Reverts könnt Ihr nun selbst nach Tricks in der
Halfpipe Kombos ansetzen und so den Multiplikator in nie gekannte Höhen schrauben. Dadurch sind Punkte von 20 Millionen aufwärts
keine Seltenheit mehr...
Auch der Karrieremodus ist wieder mit von der Partie und fesselt an den heimischen Monitor.
Wie auch beim Vorgänger könnt Ihr Euch einen eigenen Skater kreieren. Ihr wählt Haarfarbe, Geschlecht, Outfit und Accessoires
(Tattoos, Sonnenbrillen, Basecaps etc.), gebt dem Skater noch einen Namen und fertig. Anschließend geht's mit eher mäßigem
Trick-Repertoire ins erste Level, wo Ihr diverse Aufgaben erledigen müsst um das nächste Level freizuschalten. Hier wurde
"THPS3" deutlich überarbeitet. Die Aufgaben sind wesentlich abwechslungsreicher (was nicht zuletzt an den um einiges komplexeren
Stages liegt) und mach deutlich mehr Spaß als noch bei "THPS2". Die Level selbst sind auch sehr Abwechslungsreich und wirken
viel lebendiger als beim Vorgänger. So fahrt Ihr mal durch Downtown Tokio und bestaunt die zahlreichen Leuchtreklamen, ein
anderes Mal seid Ihr an Bord eines Luxusdampfers und grinded vor spärlich bekleideten Damen am Swimming-pool.
Natürlich
gibt es auch wieder eine Menge Alternativen zum Karriere-Modus. Ob Netzwerk-Spiel (gegen bis zu sieben weitere Spieler), Graffiti
(Ihr markiert Objekte durch Tricks, wer die meisten Objekte markiert gewinnt), Trick-Turnier (Freies Skaten, mache soviel
Punkte wie möglich innerhalb eines vorgegeben Zeitraums), Slap! (Versuche den Gegenspieler vom Board zu "slappen"), Lord of
the Board (Eine Art "Fangen" auf Skateboards) oder CTF, für jeden ist etwas dabei.
Grafik Grafisch ist
"THPS3" auf der Höhe der Zeit. Dank der hohen Auflösung sieht es sogar einen Tick besser als auf den Konsolen aus. Die Animationen
sind über alle Zweifel erhaben und die Level wimmeln nur so von kleinen Details.
Musik Hier gibt es die
absolute Bestnote für "THPS3". Ich möchte nicht wissen, wieviel Geld alleine in den "THPS3"-Soundtrack geflossen ist, denn
so viele namenhafte Künstler gibt es in keinem anderen Computerspiel. Ob Nu-Rock (Alien Ant Farm), Heavy Metal (Motorhead
mit dem Burner "Aces of Spades"), alternative Rock (Red Hot Chili Peppers) oder Rap (Redman, Xzibit), für jeden Geschmack
ist etwas dabei.
Fazit Durch Sinnvolle Gameplay-Ergänzungen, aufpolierte Grafik und tolle neues Stages
lohnt sich der Kauf auch für Besitzer der Vorgänger. Wer noch nie einen "Tony"-Teil gespielt hat, sollte endlich damit anfangen.
Kaum ein Spiel kann einen so lange an den Bildschirm fesseln und motivieren wie "Activisions" Skate-Simulation. Ständig will
man seine eigenen Highscores übertreffen und sich mit anderen Spielern messen. Gerade im Mehrspielermodus wird "THPS3" zu
einem absoluten Süchtigmacher und fesselt Euch für Wochen an den Rechner. Wer mit Skateboards und Knochenbrüchen absolut nichts
anfangen kann, sollte sich zumindest mal die Demo runterladen. Denn selbst Boardmuffel und Hobby-Golfer werden sich dem Suchtfaktor
des Spiels nicht lossagen können!
Quelle:www.giga.de
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