Die Zubereitung des Schwarzpulvers


Ich habe hier hauptsächlich 2 verschiedene Arten von Schwarzpulver aufgeführt, das eine wird mitHilfe von Schwefel umgesetzt, das andere mit Zucker. Im Prinzip funktionieren beide gleich gut, sie unterscheiden sich allerdings etwas in ihren Eigenschaften.

- mit Schwefel   - mit Zucker   Sonstige

Schwarzpulver mit Schwefel


Benötigt werden hierzu:
7,5g Kaliumnitrat
1,5g Kohlepulver
1,0g Schwefel

Jede der Zutaten sollte für sich alleine so fein wie möglich gemahlen/gemixt werden.
Anschließend werden die einzelnen Komponenten möglichst ohne viel Reibungsaufwand untereinander gemischt, eine Möglichkeit bietet sich z.B. durch das schütteln in einer trockenen Dose.
Das währe nun das klassische Schwarzpulver, wie es die meisten wohl schon kennen.

Schwarzpulver mit Zucker

Benötigt werden:
8 Teelöffel Kaliumnitrat
5 Teelöffel feinen Puderzucker (am besten mit dem Mixer mixen!)
5 Teelöffel Kohlepulver (fein gemahlene/gemixte Grill-Holzkohle)

Diese Zutaten werden zusammengemixt, wobei hier auch darauf zu achten ist, daß übermäßige Hitze vermieden wird, wobei es bei diesem Pulver nicht so schlimm ist wie bei dem oben genannten.

Im Prinzip ist dieses Pulver jetzt fertig zum Gebrauch, will man jedoch die Abbrand-Geschwindigkeit um ein weiteres erhöhen, ist folgendes durchzuführen:
Eine Warnung im Voraus: Folgendes ist nur unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und im Freien durchzuführen (siehe Hinweise)
Das Pulver wird flach (etwa 1cm dick) auf doppelter Alufolie verteilt (oder kleine flach Metall-Schale) und anschließend in einem kleinen Backofen auf etwa 150-200°C erhitzt, bis eine starke Rauchentwicklung zu beobachten ist (es darf ruhig eine Weile kräftig Qualmen).
Nach etwa 10 Minuten könnte es dann fertig sein. Man kann es dann kalt und fest werden lassen, und wie man nun sieht brennt es viel schneller als vorher ab.
Man sollte bei dem ganzen Vorgang unbedingt darauf achten, das sich kein Pulver ausserhalb der Schale befindet, da sich dies schnell entzündet. Außerdem darf die Temperatur im Backofen niemals über 300°C hinaus gehen, da sich Kaliumnitrat bei etwa 250° verflüssigt und dann anfängt zu reagieren - kurz: der Backofen ist hinterher schwarz oder läuft Gefahr sich zu entzünden.



Sonstige

Es gibt unzählige reaktionsfähige chemische Gemische, die für den pyrotechnischen Gebrauch geeignet sind, jeder davon hat seine spezifischen Eigenschaften, z.B. das eine sprüht Funken, das andere brennt farbig, das eine wiederrum schneller...
Allgemein werden solche Gemische immer nach folgendem Prinzip aufgebaut:
Die wichtigste Komponente ist das Oxidationsmittel (z.B. Nitrate wie Kaliumnitrat oder Natriumnitrat, aber häufig auch Oxide wie Kupfer- oder Eisenoxid), welche dazu dient ihre Sauerstoffatome abzugeben. Dann gibt es da noch das Mittel was oxidiert werden muß, wobei hier, wenn es um die Abbrand-Geschwindigkeit geht, meistens möglichst purer Kohlenstoff (Graphit, Cellulose, Holzkohle) verwendet wird.
Um bestimmte Effekte zu erzielen sowie um bestimmte Eigenschaften hervorzurufen werden häufig irgendwelche Metalle verwendet (Alkalimetalle, Erdalkalimetalle,...)


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