Im August 92 hatte die Bundesluftwaffe im kenianischen Mombasa einen Lufttransportstützpunkt für Transall-Flugzeuge eingerichtet, von wo aus zuerst die notleidenden Somalis in Mogadischu, Bardera und Hoddur mit Hilfsgütern versorgt wurden. Diese Luftbrücke wurde immer wieder wegen der Situation in den angeflogenen Städten verschieden lang unterbrochen. Ab Mai 93 beteiligte sich die BW an der UN-Operation UNOSOM II. Drei Monate später konnte die Einsatzbereitschaft des Deutschen Unterstützungsverbandes Somalia in seiner Gesamtstärke von 1.700 Mann gemeldet werden. Diese versorgten von ihrem Einsatzort Belet Huen aus einen Kampfverband von 500 italienischen Soldaten. Logistischen Beistand erhielt die deutsche Einheit von ihrem Lufttransportstützpunkt in Djibouti.
Sie bauten zerstörte Schulen wieder auf, setzten Straßen und Brücken instand, bohrten Brunnen und verteilten Wasser an die durstigen Menschen. Rund 5.700 Somalis wurden ambulant und über 700 stationär im Feldlazarett betreut. Zudem konnten im Krankenhaus von Belet Huen, das dank deutscher Hilfe wieder betriebsbereit war, 7.500 kranke Menschen stationär behandelt werden. 350 Somalis wurden operiert. So die Erfolgsmeldung der Bundesregierung zum Somalia-Einsatz der Bundeswehr.
Kurz vor Weihnachten 93 erfolgte die Anpassung des deutschen Unterstützungsverbandes an veränderte Rahmenbedingungen. Die BW verminderte den Verband um 400 Soldaten. Mit den erklärten Rückzugsabsichten westlicher Nationen und zur Planungssicherheit für die UNO beschloss die Bundesregierung, die Beendigung der BW-Beteiligung an UNOSOM II. Im Februar 94 zog der letzte BW-Soldat aus Belet Huen ab, das letzte BW-Kontingent verließ die somalische Hauptstadt am 23.03.94.
Für Somalia wird zwar ein dringendes Bundesinteresse gesehen, jedoch können vom Auswärtigen Amt (AA) nach Abwägung der gesamten Anforderungen keine Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Antwort des AA auf eine Nachfrage Anfang 92 zur Unterstützung der hungernden Bevölkerung in Somalia. Für rein humanitäre Hilfe war erst mal kein Geld da für Bundeswehrhilfe schon. 310,3 Mio. DM kostete der BW Somalia Einsatz. Zum Vergleich: Von 90 bis 94, einem doppelt so langen Zeitraum investierte die BRD gerade mal 88,3 Mio. DM in die Entwicklungszusammenarbeit mit Somalia.
Allein bis zum Ende des Jahres 1994 waren 131 UN-Soldaten getötet worden the highest soll in a single UN mission in such a short period, wie SIPRI meldete.
Diesen Kameraden gilt mein Gedenken! Hptm d.R