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Fanzine "Der hat doch schon Gelb" |
Fans, die sich in der
Fankontaktstelle Innwurf treffen, haben ihre erste
Fanzeitung erstellt. Die Zeitung mit dem ausgefallenen Namen
Der hat doch schon Gelb wurde zum Heimspiel gegen
den MSV Duisburg präsentiert. Auch beim Heimspiel gegen
Union Berlin wurde die Nummer eins der Zeitung vor und nach dem
Spiel zum Kauf angeboten. Weiterhin ist sie in der Fankontaktstelle,
Ziegelstr. 21 (Falkenhaus) und im Fanshop des 1. FC Saarbrücken
erhältlich. Überraschend war, dass - trotz der miserablen
sportlichen Situation - fast 360 von ca. 400 Exemplaren bereits
weg sind.
Ein paar Textauszüge
zum Reinlesen
Quelle "Innwurf"
Atzes Chronik der Leiden
(Teil 1)
und Freuden als FCS-Fan
der Kategorie SB Leiden 1)
Bevor ich über
die göttliche Fügung berichte FCS-Fan geworden zu sein
, muss meiner einer etwas weiter ausholen . Geboren in Elversberg
im Jahre anno domini 1958 war ich, auf Vaters Geheiß erst
mal Fan von Borussia Neunkirchen. So war auch klar dass ich mein
erstes Bundesligaspiel im altehrwürdigen Ellenfeld erleben
durfte, es war im Jahre 1964 die Partie : "Bor. Neunkirchen
- Bor. Dortmund ( 1:2 ). Es folgten noch diverse Spielbesuchte,
die aber nicht so sehr im Gedächtnis haften geblieben sind
wie :** Das Erste Mal !!! **
Mit dem FCS kam ich
erst 1973 in Berührung durch den Umzug nach Friedrichsthal
und den Beginn meiner Ausbildung. Sowohl in der Lehrwerkstatt,
als auch in den Strassen der neuen Heimat, regierte der BLAU-SCHWARZE
Virus, der mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Mein Vater
war natürlich überhaupt nicht einverstanden und es
gab oft kontroverse Diskussionen über das **Saarbrigger
Lumbezeisch**, wie er sich auszudrücken pflegte. Aus welchen
Gründen auch immer ergab es sich aber erst in der Saison
1975/76 mit dem ersten Besuch im saarländischen Fußballmekka
LUDWIGSPARK. Gegner waren damals die Münchener Löwen
und die Partie der 2.Liga/Süd endete vor 20.000 Zuschauern
mit 2:2. Ich war neu im damaligen Fan-Block, oder soll ich besser
sagen Standort der FCS-Fans, denn eine Blockeinteilung gab es
erst ab der Saison 77/78. Voller Stolz jetzt endlich dabeizusein
kam doch recht schnell die Ernüchterung." Hey du Jungspund
hau ab do", es gab einen Tritt in den Hintern und flugs
landete ich vorm Zaun, sollte so der Anfang einer steilen Fan-Karriere
beginnen ? Nun ich setzte mich relativ schnell durch. Als angehender
Betriebsschlosser im Bergbau wusste ich mich meiner Haut zu wehren
und dabei fand man auch viele Gleichgesinnte. Den ersten Aufstieg
in die Bundesliga erlebte ich gegen Eintracht Bad Kreuznach mit
dem FC-DIETER im heutigen C-Block über dem Marathontor.
Die Älteren werden sich noch an den FCS-Dieter erinnern,
besonders an seine Elfmeterduelle vorm Spiel gegen den leider
schon verstorbenen Borussen-Leo, oder sein Ablaufen des Platzes
mit seiner FCS-Fahne. So was war damals noch möglich. Am
Mittelkreis knieten sich öfter Fans beider Vereine mit Fahne
nieder und huldigten ihrem jeweiligen Verein. Oft gab es dabei
Ärger, also ahmt diese Sache heute nicht mehr nach........................................mehr
in Der hat doch schon Gelb
RÜCKRUNDE 2000/2001
Hier an dieser Stelle
möchte ich mal die Geschehnisse der Rückrunde aufarbeiten.
Aufgrund meines schlechten Gedächtnis ( Ich wusste ja schon
immer dass Du zu den Alzheim-Brothers gehörst, Atze wer
sonst spricht zu Dir) fang ìch am besten von hinten an.
Beim letzten Auswärtsspiel in Bielefeld war ich leider nicht
anwesend , die 200 Saarbrücker sowie einige Osnas im Gästeblock
sahen ein wohl gerechtes 4-2 für die Arminen. Für den
FCS, bei dem es um nichts mehr ging , trafen Krieg und Hutwelker.
Im Heimspiel gegen Duisburg präsentierten die mitgereisten
Zebras zwei Schwenkfahnen und einige Doppelhalter. Auf FC-Seite
gab`s bei grosser Hitze das Standardprogramm (5 Schwenkfahnen
sowie ca. 25 DH`s ). Das Tor zum 1-0 erzielte Choji 20 Minuten
vor Schluss. Der Support gestaltete sich als sehr müde,
man musste sich vor den 20 angereisten Freunden aus Nancy direkt
schämen, Hitze und abgeschlossene Saison sollten nicht als
Entschuldigung gelten. Aber nun weiter im Text. Beim Heimspiel
gegen Reutlingen sah man als erstes am Gästeblock rumlungernde
Schwaben, die was von Fanfreundschaft faselten. Sonst noch was
? Aufgrund einer äußerst schwachen Schiedsrichter-leistung
ging das Spiel nur 2-2 aus, beim zweiten SSV-Tor war der Ball
eindeutig nicht hinter der Torlinie. Nach dem Match ging's zum
Fanprojekt, DSF gucken und danach hatte ich noch das Vergnügen,
die wohl am weitesten angereistesten FCS-Anhänger (aus Hamburg
bzw. Nancy) zum Bahnhof zu fahren. Das 2-2 brachte übrigens
den letzten noch fehlenden Punkt, um nun auch theoretisch nicht
mehr absteigen zu können. Das Nachholspiel gegen Ahlen fand
Mittwochsabends um 19 Uhr vor ca. 6000 Zuschauern statt. So wie
die 150 Reutlinger boten auch die 50 Ahlener kein besonderes
Intro und fielen lediglich durch eine Art Kuhglocke auf.
Der D-Block war an
diesem Abend auch nicht sehr laut, außer vielleicht beim
1-0 von Choji. ..................mehr in Der hat doch schon
Gelb
Pro 15:30 - Ist die
Luft raus
Hat doch eigentlich
toll angefangen, oder? Da tanzt uns der Kommerz bereits seit
Jahren auf der Nase rum. Doch plötzlich wurde es zu viel.
Spiele wurden erst kurzfristig angesetzt um den Medienkonsulen
die Möglichkeit zu geben, die Kohle die sie aus dem Fenster
geworfen hatten, wieder gewinnbringend rein zu holen. Munter
wurden die Fußballspiele auf dem Rasterbrett angeordnet
und verschoben. Man muss halt mit der Zeit gehen,
so die Vereinsvertreter unisono. Doch die Zeit hat uns auch den
Computer und damit das Internet gebracht. Eine Keimzelle von
unzufriedenen Fans besaß doch glatt die Frechheit dieses
Medium zur Protestplattform zu nutzen. Und wer hätte das
gedacht: Der Schneeball begann zu rollen. Plötzlich waren
die Fans Thema, man wollte sie nicht außen vorlassen. Unter
dem Überbegriff Pro 15:30 begann eine beispiellose Solidarisierung
der bundesdeutschen Fanszenen. Es machte richtig Laune. Die Liga,
als auch die angegriffene Kirchgruppe wollte dem Widerstand der
Fanszene Einhalt gebieten, um das Produkt nicht zu gefährden
und möglicherweise zugleich eigene Interessen neu platzieren
zu können. So kam es dann auch Ende April/ Anfang Mai zum
Zusammentreffen per Runder Tisch. Wir sind
den Forderungen der Fans entgegen gekommen hieß es
hernach vollmundig. Letztendlich hatte jedoch nur der DFB (bzw.
die jetzt zuständige DFL) und die Kirchgruppe die Schäfchen
im Trockenen. Den Fans wurden das Samstagabendspiel zum Fraß
vorgeworfen. Schön verarscht! muss wohl festgehalten
werden, aber es scheint funktioniert zu haben. Zumindest der
1. Bundesliga geht es einigermaßen gut. Am Samstag finden
nun sieben Spiele um 15:30 statt und die zwei Sonntagsspiele
scheinen verkraftbar. Am Zeitpunkt der endgültigen Spielansetzungen
hat sich jedoch nichts geändert und in der zweiten Liga
hat sich schlichtweg gar nichts getan. Für die ersten fünf
Saisonspiele hat die 2. Liga die Freitagsspiele exklusiv (Die
Bundesliga hat jedoch bereits ein Auge darauf geworfen) und das
Montagsspiel hat weiter Bestand. Eigentlich bestand durchaus
die Chance, dass das Montagsspiel zum Freitagsspiel befördert
werden könnte, und somit die Montagsgeisterspiele eine Ende
gehabt hätten. Doch der Widerstand der Pro 15:30 ist erloschen.
DIE LUFT IST RAUS. Immerhin ist auf der Homepage der Pro 15:30
seit dem 07. Juni nichts mehr passiert. Aus der Massenbewegung
ist ganz schnell wieder ein laues Lüftchen geworden. SCHADE!
Dabei hätte dies erst der Anfang sein sollen und vielleicht
erwacht die Fansolidarität wieder aus dem Dornrösschenschlaf.
Kirch schien sich zumindest diebisch freuen zu können. Hey
Kohle war angesagt: Die Premieredecoder werden reisenden Absatz
finden und ran wird zu neuen Quotensprüngen eilen. Doch
weit gefehlt. Es war bereits in der letzten Saison absehbar,
dass ran mit diesem Sendeformat keine Chance haben wird. Unabhängig
vom Beginn der Sendung, ob nun 18:30, 19:00 oder 20:15 Uhr war
klar , dass ran merklich abbauen wird. Wer bitte schön quält
sich über zwei Stunden mit überlangen Werbeblöcken
und Einstellungen bei denen sich der Kaiser in der Nase bohrt.
Da wird auch das Krisenmanagement mit ran ab 19:00 Uhr nichts
mehr rütteln können. Aber was interessiert eigentlich
die Fernsehfußballberichterstattung wenn man selbst auf`m
Stehplatz rumturnt. Spät abends tut´s immer noch das
Sportstudio. In der zweiten Liga interessiert vor allem Hattrick
und das ist eben noch erträglich. Keineswegs erträglich
ist es, wenn ein Fußballspiel wegen ´ner Showveranstaltung
auf 18:30 vorgezogen wird. So geschehen beim Montags-Zweitligaspiel
des 1. FC Saarbrücken in Karlsruhe. Da in Schalke die Arena
eröffnet wurde, geriet das Spiel in die Hinterbank. Keiner
regt sich darüber auf. Pro 15:30 hielt ehrfürchtig
inne und die ach so fernsehgequälten Fußballzuschauer
verhalfen SAT1 zum kollektiven Durchatmen.
Am Rande bemerkt: Seit
Jahren gibt es B.A.F.F. (Bündnis Aktiver Fußballfans)
die haben sich wohl darüber geärgert, dass ihnen die
Sache mit Pro 15:30 nicht eingefallen ist. Doch schnelle und
helle wurde nun zum Boykott gegen Kirch aufgerufen. Der Medienzug
sprang darauf an, doch die Zuschauer hättens und haben's
auch so gemacht.
YORK
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